Flughafen München setzt auf Crowdsourcing
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Flughafen München setzt auf Crowdsourcing

Die Messe München nutzt sie für die Sportmesse ISPO schon länger, der Flughafen München hat sie ganz neu: Eine eigene CrowdSourcing-Plattform, entwickelt vom Münchner Startup innosabi.

Beim Crowdsourcing werden mit Hilfe neuer Ideen der Online-Community innovative  Produkte nutzerorientiert gestaltet und somit auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet.

Was will die Crowd?

Jeder darf: Kreative Köpfe können unter www.innovationpilot.de ihre Ideen zu verschiedenen Themen abgeben. Mit der Crowdsourcing-Plattform will der Flughafen München Besucher und Passagiere schon in der Konzeption neuer Projekte und innovativer Events miteinbeziehen und ihnen die Möglichkeit  geben, eigene Wünsche umzusetzen.

Crowdsourcing: Alles ist denkbar, vieles möglich

Bei seinem ersten Crowdsourcing-Projekt sucht der Flughafen München bis 17. Juli Anregungen für ein neues Highlight-Event im MAC-Forum. Der Ideenvielfalt der Crowd sind keine Grenzen gesetzt. So fanden dort schon sportliche Großereignisse wie die Surf-Europameisterschaften statt. Alles ist denkbar, vieles möglich.

Die eingebrachten Vorschläge werden von einer Jury unter den Gesichtspunkten der Kreativität und der Umsetzbarkeit bewertet.

„Wir sind davon überzeugt, dass unsere Kunden und Flughafenfans zahlreiche innovative Ideen haben, was wir hier am Flughafen München noch besser machen können. Genau diese kollektive Kreativität und Intelligenz wollen wir nutzen, um für unsere Kunden noch attraktiver zu werden“,

erläutert Jörg Ebbighausen, Leiter des Bereichs Konzernentwicklung am Flughafen München, die Idee hinter der Crowdsourcing-Plattform.

Zuhören — und zielorientiert Produkte entwickeln

Wie Crowdsourced Innovation neue Geschäftsmodelle schaffen kann, zeigte bereits mehrfach die ISPO Open Innovation Plattform. Die Messe München schafft es damit, sich als Partner für Innovationsprojekte zu etablieren.

Mit über 15.500 Usern  konnten bis heute 17 Projekte umgesetzt werden. Hier wurden beispielsweise schon Jacken oder Wanderschuhe gemeinsam mit den Produktentwicklern von Firmen für Outdoor-Kleidung neu entwickelt. Auch Produkttests von Prototypen sind beliebt: Die aktive Community schreibt täglich bis zu 250 Testberichte für die Innovationsplattform und gibt so Impulse für Produkt-Verbesserungen.

Nach dem Erfolg bei der ISPO wurde Anfang 2016 auch für die Baumaschinen-Messe bauma eine solche Innovationsplattform entwickelt.

Analoges ergänzt durch Digitales

Die Innovationsplattformen sind für die Messe wie auch für den Flughafen ein wichtiger Schritt, ihr analoges Angebot durch digitale Komponenten innovativer und attraktiver zu machen. Selbstbeteiligung erhöht darüber hinaus erwiesenermaßen die Akzeptanz von Innovationen.

Ein spannender Schritt, der nicht nur die städtischen Gesellschaften wie den Flughafen und die Messe München, sondern vielleicht auch die Stadt München ein Stück smarter und attraktiver macht.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München
und die Region, das von der Stadt München, der IHK für München und Oberbayern und dem Zusammenschluss 4Entrepreneurship entwickelt wurde. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH). Unterstützt wird die Initiative u.a. vom Freistaat Bayern.