Preisvergleich für Gebrauchtes: 7 Fragen an… Bonavendi
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Preisvergleich für Gebrauchtes: 7 Fragen an… Bonavendi

Wiederverkaufs-Plattformen erleichtern den Handel mit gebrauchten Waren wie Büchern, CDs und Elektronikgeräten. Doch wer bietet die besten Preise? Bonavendi sorgt für Transparenz. Wir haben mit dem Startup gesprochen: 7 Fragen, 7 Antworten.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor! 

Wenn man versucht es in einen Satz zu packen kann man sagen: Bonavendi ist der Online-Preisvergleich für Gebrauchtes. Mit unserem Preisvergleich findet man die besten Preise für gebrauchte Bücher, CDs, DVDs, Games oder alte Handys. Unsere User sparen sich so Zeit und Geld. Und das Beste dabei ist, dass es auch noch gut für die Umwelt ist. Denn jedes Buch, jede CD oder DVD die nicht im Müll landet hilft, unsere Umwelt zu schützen und das wollen wir mit Bonavendi unterstützen.

„Verschiedenen Ankaufsportale bieten völlig unterschiedliche Preise“

Begonnen hat alles damit, dass unser Gründer Florian Forster seine alten CDs und Studienbücher verkaufen wollte, um sich seinen anstehenden Umzug zu erleichtern. Recommerceportale wie Rebuy, Momox & Co. erschienen ihm hierfür als ideale Lösung, da Flohmärkte oder ebay einfach zu zeitaufwändig sind. Doch weil die verschiedenen Ankaufsportale auch völlig unterschiedliche Preise bieten, musste er jeden Artikel bei jedem Portal eingeben, um am Ende einen attraktiven Preis für seine Sammlung zu bekommen. Das ist unvorstellbar aufwendig. Und so war die Idee geboren. Florian fragte Stefan Zinser und Marco Görgmaier, die beiden Co-Founder, ob sie sich beteiligen wollen und schon begann der Aufbau des Vergleichsportals. So wurde Bonavendi bis heute zur zentralen Anlaufstelle, um gebrauchte Medien und Elektronikgeräte zeitsparend und mit möglichst hohem Gewinn zu verkaufen.

Bonavendi Logo

Unser Gründerteam:

Florian Forster (34), Geschäftsführer von Bonavendi. Promovierter Informatiker (TU München) und Betriebswirt (Universität Madgeburg). 3 Jahre Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, danach Manager bei einem Münchner IT-Unternehmen.

Marco Görgmaier (31), Betriebswirt (BSc – LMU München) und Wirtschaftsinformatiker (MSC – University of Reading/ Henley Business School), ist Teamleiter bei einem Münchener Automobilkonzern und verantwortet bei Bonavendi das Marketing sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Stefan Zinser (28), studiert Informatik an der LMU und ist bei Bonavendi hauptsächlich für die Weiterentwicklung der Webseite und Smartphone Apps verantwortlich.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Was uns von anderen Verkaufsplattformen wie eBay unterscheidet: Verkaufen über Bonavendi geht sehr schnell, weil man keine umständlichen Auktionen hat und lange warten muss. Und man kann vor allem auch alles auf einmal verkaufen. Gerade bei so Artikeln wie Büchern oder CDs ist es ja viel zu aufwendig, lauter Auktionen anzulegen. Bei uns sieht man einen Festpreis und weiß gleich, wie viel Geld man bekommen wird.

3. Was war Eure bisher größte Herausforderung?

Wir sind immer mit unserem Spagat zwischen Startup und Fulltime-Job beschäftigt. Das Besondere war, dass wir den Aufbau unseres Vergleichportals zunächst eher als Freizeitbeschäftigung betrieben. Stefan und Florian kümmerten sich um die Entwicklung und Marco um das Marketing. Jetzt haben wir für uns einen guten Weg gefunden, durch regelmäßige Meetings mit unseren mittlerweile vier Mitarbeitern alles unter einen Hut zu bekommen.

Außerdem hat sich unsere Seite kontinuierlich entwickelt. Zunächst konnte man nur Bücher, CDs, DVDs und Videospiele vergleichen. Gemeinsam kamen uns immer neue Ideen, wie wir die Plattform optimieren können und nach unserer ersten Überarbeitung der Suche kamen dann Handys, Smartphones und Tablets hinzu. Parallel bekamen wir auf einmal immer mehr Nutzer und realisierten, dass der Aufbau der Plattform dem von der Architektur her nicht gewachsen war. Wir entschieden uns einen zweiten Start zu wagen und überarbeiteten unser Angebot komplett: vom Backend bis hin zur Webpage. Zudem entschieden wir uns nach wenigen Monaten, Bonavendi auch für Österreich anzubieten, da wir immer wieder Anfragen von Nutzern bekamen, ob wir die Anfrage nicht spezifisch für österreichische Ankaufsportale optimieren können. Als wir diesen Schritt geschafft hatten, wurde uns schnell klar, dass die Architektur unserer Lösung sich perfekt eignet um in neue Länder zu gehen und wir launchten Bonavendi.com für die USA.

Partys als Anreiz

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Was für eine lustige Frage für ein Startup!
Dazu vielleicht eine kleine Anekdote: Im ersten Jahr haben wir uns keinen Cent der Unternehmensumsätze ausgezahlt, dafür aber im Dezember eine große Feier als Belohnung gemacht, bei der wir einen bestimmten Prozentsatz eines Monatsumsatzes “verfeiert” haben. Dieses Prinzip haben wir beibehalten und es hat sich als ein sehr wirkungsvolles Anreizsystem erwiesen 🙂
Aber wir sind auf einem guten Weg: Unsere Monetarisierung erfolgt primär über Affiliate-Partnerschaften, die wir langfristig aufbauen. Da wir den Dienst praktisch „nebenbei“ aufgebaut haben, waren wir zunächst nicht darauf angewiesen schnell zu wachsen und mussten somit kein hohes Investment eingehen. Die Entwicklung der Plattform haben wir komplett in-House gemacht.

5. Was bedeutet München für Euch?

Gibt es noch eine andere Stadt mit weiß-blau-kariertem Himmel? 😉
Alle unserer drei Gründer sind in einem Münchner Vorort aufgewachsen – da erklärt sich das von selbst. Wir lieben München, nicht nur wegen der zahlreichen Möglichkeiten, die wir hier haben: Immer den besten Nachwuchs von TUM und LMU und eine gut vernetzte Gründerszene zum Beispiel.

Bonavendi kooperiert mit Versand-Startup

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Wir hoffen, wir sehen uns im Unicorn-Land! Dafür arbeiten wir aktuell zum Beispiel daran, dass unser Verkaufsprozess noch weiter vereinfacht wird. Dazu bauen wir unsere Website um und planen eine Kooperation mit dem Münchner Startup einfachverschickt.de, das einen Versandservice anbietet. Für unsere User macht das den Verkaufsprozess einfacher und schneller: Sie schicken einfach ein Foto von dem zu versendenden Artikel an einfachverschickt.de, welche ihn dann abholen, verpacken und versenden.

7. Hirschgarten oder Backstage?

Wenn alle im Team ihren Senf dazu geben: Konzerte und Flohmarkt im Backstage, Helles und Schweinsbraten im Hirschgarten.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München
und die Region, das von der Stadt München, der IHK für München und Oberbayern und dem Zusammenschluss 4Entrepreneurship entwickelt wurde. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH). Unterstützt wird die Initiative u.a. vom Freistaat Bayern.