Ein Blick in die Zukunft: Interview mit 48forward-Visionär Daniel Fürg
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Ein Blick in die Zukunft: Interview mit 48forward-Visionär Daniel Fürg

Am 24. November findet die 48forward bereits zum zweiten Mal in München statt. Die mit namhaften Speakern gespickte Premiere im letzten Jahr war ein voller Erfolg. Wir haben bei Veranstalter Daniel Fürg nachgefragt, was sich die Besucher von der zweiten Ausgabe der Konferenz erwarten können und was sich sonst so in den letzten Monaten getan hat.

Daniel Fürg

Daniel Fürg

Daniel, dieses Jahr findet die 48forward bereits zum zweiten Mal statt. Was hat Dich dazu bewogen, eine eigene Innovations- und Zukunftskonferenz aus dem Boden zu stampfen?

Ich habe in den letzten Jahren unglaublich viele Veranstaltungen in verschiedenen Ländern besucht. Dabei ist mir aufgefallen, dass es gerade hier in Europa oft viel zu sehr um Marketing-Präsentationen auf der Bühne geht. Mehr oder weniger direkt stellen Vertreter verschiedenster Unternehmen immer nur ihre Produkte oder Leistungen vor – das ist auf Dauer einfach langweilig. Ich habe mich immer viel mehr für echte Trends und Visionen interessiert. Ich wollte wissen, was unsere Welt und unsere Gesellschaft wirklich verändert – quasi die Meta-Ebene. Das hat mir bei den meisten Veranstaltungen gefehlt und genau das war der Grund, warum wir mit 48forward angefangen haben.

Wie war die Resonanz nach der Premiere im letzten Jahr und welche Learnings hast Du mitgenommen?

Die Resonanz war großartig. Wir waren tatsächlich etwas überwältigt und haben uns sehr gefreut, dass alles so gut gelaufen ist – auch wenn wir vorab durchaus ein paar kleinere und größere Stolpersteine aus dem Weg räumen mussten. Natürlich haben wir für uns aber auch einige Dinge entdeckt, die wir verbessern möchten. Die Location ist in diesem Jahr zum Beispiel sehr viel zentraler und besser erreichbar.

Seit April veranstaltet Ihr neben der jährlichen Haupt-Konferenz auch monatlich eine Talk.48fwrd-Session. Was hat es damit auf sich?

Richtig. Mit den Talk.48fwrd-Sessions haben wir eine monatliche Plattform geschaffen, bei der wir uns jeweils einen unserer großen Themenblöcke bei der Konferenz herausgreifen und im Rahmen einer Abendveranstaltung mit einem kleinen Panel oder einem einzelnen Interviewpartner ausführlich besprechen.

Inzwischen haben in diesem Rahmen bereits sechs Veranstaltungen stattgefunden – mit vielen spannenden Speakern auf der Bühne und interessanten Themen, wie Mobility, Privacy, Influencer Relations oder auch die Zukunft der Arbeit.

Welche Veränderungen wird es bei der zweiten Ausgabe der 48forward geben?

Es wird tatsächlich einige große Veränderungen geben. Die Location habe ich bereits angesprochen – wir sind in diesem Jahr in der Freiheizhalle, einem wunderschönen alten Turbinenwerk, das zentral in München liegt. Außerdem wird die gesamte Konferenz in diesem Jahr auf Englisch sein, was auch daran liegt, dass wir deutlich mehr internationale Speaker dabei haben. Das Programm wird sich in diesem Jahr in verschiedene Themenblöcke gliedern – das haben wir im vergangenen Jahr zwar auch schon gemacht, aber nicht kommuniziert. So haben die Teilnehmer in diesem Jahr einen deutlich besseren Überblick über unser 12-stündiges Programm.

Für wen ist die 48forward besonders interessant und was willst Du mit der Konferenz bewegen?

48forward ist für all diejenigen interessant, die in die Zukunft blicken und bereit sind, sich den kommenden Herausforderungen zu stellen – in ihrem Job, aber auch in unserer Gesellschaft. Das sind natürlich Menschen, die sich in Unternehmen mit Innovation beschäftigen, aber auch diejenigen, die mit den Auswirkungen umgehen müssen und selbstverständlich auch jene, die all das zu verantworten haben. Wir möchten erreichen, dass wir einen Tag lang über die großen Trends sprechen, die uns in den nächsten fünf bis zehn Jahren bewegen werden. Dabei geht es zum einen um die Definition der Trends mit einem spannenden Ausblick in unterschiedliche Lebens- und Wirtschaftsbereiche, zum anderen aber auch um die Auswirkungen ebendieser Entwicklungen und wie man mit diesen bestenfalls umgehen kann.

Bereits im letzten Jahr waren hochkarätige Speaker dabei. Wie kam der Kontakt zu den einzelnen Rednern zustande? Kannst Du uns schon ein paar interessante Namen nennen, die dieses Jahr auf der Bühne sprechen werden?

Die meisten Speaker kommen tatsächlich aus meinem persönlichen Netzwerk heraus. Einige haben wir aber auch direkt kontaktiert, ohne sie zu kennen, weil wir die Themen, mit denen sie sich beschäftigen, interessant fanden. In diesem Jahr haben wir wieder viele spannende Köpfe auf der Bühne – insgesamt werden es 30 Speaker sein, die aus aller Welt nach München reisen. Darunter unter anderem Prof. Dr. Gabriele Oettingen von der New York University oder Francesco Marconi von The Associated Press in New York. Auch dabei sind zum Beispiel Paula Schwarz von Startupboat, Jeremy Tai Abbett von Google, Sebastiaan Lemmens von Blendle und Thomas de Buhr von Twitter.

Welche Themen treiben Dich momentan besonders um, wenn es um unsere Zukunft geht?

Persönlich finde ich es gerade sehr spannend, wie große Unternehmen lernen, mit Innovationsmanagement umzugehen. Die ersten erkennen langsam, dass es nicht darum geht, sich plötzlich wie ein Startup zu verhalten, sondern vielmehr darum, dass man agile Ansätze mit bestehenden Prozessen verheiratet. Schließlich ist nicht alles, was ein Konzern über Jahrzehnte gemacht hat schlecht – es ist nur wieder einmal Zeit für die nächste Evolutionsstufe, die der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung gerecht wird. Auch spannend finde ich, was sich im Bereich von Medien und Journalismus tut. Virtual Reality und künstliche Intelligenz werden hier in fünf Jahren eine große Rolle spielen und ich bin sehr glücklich darüber, dass wir in diesem Jahr Speaker auf der Bühne haben werden, die sich genau mit diesen Themen beschäftigen.

Wie wichtig schätzt Du den Impact von Startups auf die Digitalisierung ein und warum?

Startups und ihre Gründer konnten die Vorteile und Möglichkeiten der Digitalisierung in den letzten Jahren schneller für sich nutzen und daraus ganz neue Geschäftsmodelle und/oder Produkte kreieren. Sie haben den etablierten Unternehmen über Jahre gezeigt, welche Chancen sich durch neue digitale Technologien ergeben und dabei eine Geschwindigkeit und Risikofreudigkeit an den Tag gelegt, die ein Konzern so in der Regel nicht abbilden kann. Nur so konnte die Digitalisierung überhaupt so schnell voranschreiten.

Wo soll der Weg der 48forward hinführen? Hast Du bereits noch größere Pläne im Sinne von „Think Big“? Inwieweit schielt man da vielleicht auch mal zu Veranstaltungen wie Bits & Pretzels rüber, die innerhalb kurzer Zeit enorm gewachsen sind und mittlerweile ein internationales Publikum anziehen?

Unser Ziel ist es, dass 48forward eine international anerkannte Plattform für Trends und Visionen wird, die unsere Welt verändern und wir dabei eben auch darüber diskutieren, wie diese auf einer sozio-kulturellen Ebene einzuordnen sind. Mit Bits & Pretzels haben wir seit jeher eine starke Partnerschaft. Wir sehen uns auch nicht als Konkurrenten – allein schon deshalb, weil wir unterschiedliche Kern-Zielgruppen haben – sondern befruchten uns quasi gegenseitig.

Die 48forward 2016 wird einmalig, weil…

…wir dafür sorgen werden, dass jeder einzelne Teilnehmer am nächsten Tag mit einer Menge Inspiration aufwachen wird, die er direkt in seinem Berufsalltag oder auch für ein ganz neues Projekt nutzen kann.

Wem das noch nicht genug Info war, der erfährt hier weitere Details zur 48forward.

Zu den Tickets geht’s hier entlang.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München
und die Region, das von der Stadt München, der IHK für München und Oberbayern und dem Zusammenschluss 4Entrepreneurship entwickelt wurde. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH). Unterstützt wird die Initiative u.a. vom Freistaat Bayern.