Tag 2: Richard Branson und die Löwen geben Bits & Pretzels die Ehre

Tag 2: Richard Branson und die Löwen geben Bits & Pretzels die Ehre

Richard Branson, vier von fünf Löwen und ein Sieger beim Pitch-Wettbewerb: So war der zweite Tag von Bits & Pretzels.

Der Bits & Pretzels-Montag beginnt mit hochkarätigen Startups aus München und Bayern. BayStartUP, Bayern Kapital und die BayBG laden zum ABC der bayerischen Startups. Top-Startups pitchen vor dem Publikum: Cevotec, eluminocity, Personio, Wearable Life Science, Fineway, NavVis, SimScale, Tickaroo, ViaLight Communications, die Global Savings Group (ehemals Cuponation Group) und Konux.

Richard Bransons schillernder Auftritt

Spannende Workshops und Veranstaltungen füllen den Tag. Nach Kevin Spaceys Auftritt am ersten Festivaltag folgt nach dem Mittag das zweite Highlight: Sir Richard Branson, Gründer des Virgin-Imperiums und bekennender Philanthrop im Gespräch mit der smarten Tech-Journalistin Kara Swisher.

Branson ist ein Exzentriker im besten Sinne des Wortes: Außergewöhnlich, inspiriert und manchmal etwas wirr. Swishers Fragen beantwortet er oft nur am Rande und nimmt sie zum Anlass, über sich und seine Weltsicht zu erzählen. Die erfahrene Journalistin behält dennoch ständig die Kontrolle über das Gespräch. Zwischendurch eingespielte Filmsequenzen zeigen das soziale Engagement von Bransons Unternehmen Virgin, dessen Weltraumprogramm sowie einen kommenden Film über Branson.

Der Unternehmer wirbt für das Dasein als Unternehmer, genauer: Das Leben als Unternehmer, der Gutes zu tun versucht. Eigentlich muss für Branson ein guter Unternehmer auch ein guter Mensch sein. Beim Unternehmertum drehe sich schließlich alles darum, das Leben von Menschen zu verbessern. Um Menschen zu führen, müsse man sie respektieren und motivieren. Branson predigt aber keine Ethik der Selbstaufgabe. Dem Lebemann geht es um nicht weniger, als zugleich Gutes anzustoßen, Visionen zu entwickeln, eine Menge Geld zu verdienen und die Welt zu verbessern.

Er preist die innovative Kraft des privaten Unternehmertums gegenüber der vermeintlichen Trägheit öffentlich verwalteter Organisationen, wird aber nicht müde, die Ergebnisse progressiver Politik zu loben. Er wirbt für Klimaschutz und bezeichnet es als unternehmerischen Fehler, nicht bei Ryan Air eingestiegen zu sein. Das wirkt bisweilen ein wenig widersprüchlich. Doch durch seine starke Präsenz fügt sich wieder alles stimmig zusammen: Es macht Spaß, Branson zuzuhören. Und man weiß, dass er es schlussendlich gut meint.

Löwen verlassen ihre Höhle

Nach Branson kommen vier der fünf Investoren aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ auf die Bühne. Nur Ralf Dümmel ist verhindert. Die Kollegen plaudern dafür aus dem Nähkästchen: Jochen Schweizer sagt, dass das geschnittene Film-Material in 80 Prozent der Zeit das reale Geschehen ganz gut wiedergebe. Carsten Maschmeyer meint, am meisten würden langweilige Standardfragen dem Schnitt zum Opfer fallen. Außerdem erfahren die Zuschauer unerwartet Neues: Er und seine Frau Veronica Ferres würden manchmal „Veronicarsten“ genannt. Judith Williams verteidigt die Investoren, dass sie Deals nicht ohne Grund manchmal nachträglich platzen ließen. Frank Thelen freut sich darüber, mit seiner Rolle in der Show die Startup-Blase verlassen zu können und auch etwas über Suppe zu lernen.

Spottster gewinnt Reise nach Necker Island

Den ganzen Tag über geht der Pitch-Wettbewerb weiter. Startups treten in sechs Clustern gegeneinander an. Am späten Nachmittag dann das große Finale auf der Main Stage. Spottster aus Hamburg konnte die hochkarätige Jury überzeugen und gewinnen Tickets auf Richard Bransons Trauminsel Necker Island. Morgen geht es für Münchner Startups nochmal um die Wurst. Bürgermeister Josef Schmid vergibt dann zum ersten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Munich Startup Award an ein Startup aus der Landeshauptstadt.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München
und die Region, das von der Stadt München, der IHK für München und Oberbayern und dem Zusammenschluss 4Entrepreneurship entwickelt wurde. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH). Unterstützt wird die Initiative u.a. vom Freistaat Bayern.