Gastbeitrag: Diese 4 Zeitmanagement-Ratgeber muss jeder erfolgreiche Gründer gelesen haben

Gastbeitrag: Diese 4 Zeitmanagement-Ratgeber muss jeder erfolgreiche Gründer gelesen haben

Es gibt unzählige Methoden im Bereich „Zeitmanagement“. Aber welche davon sind für Startups am wichtigsten und welche Bücher können Gründern helfen, nicht nur ihre Effizienz, sondern vor allem ihre Effektivität zu erhöhen? Gastautor Dennis Fischer von 52 ways stellt vier Zeitmanagement-Ratgeber vor, die jeder erfolgreiche Gründer gelesen haben sollte.

Ich beschäftige mich seit über zehn  Jahren mit dem perfekten Zeitmanagement. Ich habe so ziemlich alle vorhandenen Bücher dazu gelesen und selbst mit unzähligen Methoden und Tools experimentiert. Parallel habe ich selbst in zwei Startups gearbeitet und in den letzten Jahren etliche weitere gecoacht.

Die daraus entstandenen wichtigsten Tipps & Tricks, sowie die besten vier Bücher für Dich möchte ich Dir vorstellen. 

1) Ziele sind besser als jedes Zeitmanagement

 Hast Du manchmal auch das Gefühl, dass zu viele Aufgaben auf Dich einstürzen und Du nicht weißt, wo Du anfangen sollst? Ich kann Dir versichern: Das geht jedem Gründer so!

Soll ich Dir verraten, was die Erfolgreichen von den weniger Erfolgreichen unterscheidet? Sie setzen sich zunächst ganz konkrete Ziele und anschließend knallharte Prioritäten.

Arbeitest Du mit monatlichen/wöchentlichen/täglichen Zielen? Hast Du sie immer präsent über Deinem Schreibtisch aufgehängt oder holst Du sie nur aus der Schublade, wenn sich die Investoren angekündigt haben?

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“

(Lucius Annaeus Seneca)

Die beste Folgeerscheinung von konkreten Zielen ist, dass Dir die Priorisierung Deiner To-dos wesentlich besser gelingen wird. Du wirst merken, dass der vor Dir liegende Berg an Aufgaben zwar nicht kleiner wird, es Dir aber wesentlich leichter fallen wird mit den „richtigen“ Dinge zu beginnen.

Hierfür hat sich die bekannte „Eisenhower-Matrix“ bewährt. Ich sammle erst meine wichtigsten Aufgaben pro Woche auf einer Liste und übertrage sie dann in die unten abgebildete Eisenhower-Matrix. So kann ich die einzelnen Aufgaben in Relation zueinander setzen und dadurch die wirklich wichtigen von den lediglich dringenden Aufgaben unterscheiden.

Eisenhower-Matrix

 Im nächsten Schritt muss ich die Aufgaben der Kategorie „A“ und „B“ dann in meine Wochenplanung aufnehmen. Die „A“-Aufgaben erledige ich meistens sofort. Für die „B“-Aufgaben nehme ich meinen Kalender zur Hand und setze mir fixe Termine. So verhindere ich, dass der Kalender durch kleinere „C“ oder sogar „D“-Aufgaben aufgefressen wird, weil diese eventuell kurzfristig mehr Spaß machen, mich aber langfristig nicht näher zu meinem Ziel bringen.

Beide Themen (Ziele und Priorisierung) werden ausführlich im Buch Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey beschrieben. Dieser Weltbeststeller behandelt jedoch noch zahlreiche weitere Themen, die erfolgreiche Menschen ausmachen, weshalb es mein absolutes Lieblingsbuch und meine beste Empfehlung für Dich ist.

Es ist kein Buch, das Du in einer Stunde durchliest, sondern Du musst Dir hierfür etwas Zeit einplanen und die beschriebenen Übungen machen.

Woher Du Dir diese Zeit nehmen kannst, erfährst Du im nächsten Abschnitt.

2) Morgenstund hat Gold im Mund

Eine weitere Eigenschaft, die alle erfolgreichen Gründer eint, ist die sogenannte Morgenroutine. Hierzu hat mir das Buch The 5 A.M. Miracle die Augen geöffnet. Du musst dabei nicht zwangsläufig um 5 Uhr aufstehen, wie ich es seit einigen Monaten praktiziere, sondern es geht darum, Deine persönlichen „5 A.M.“ zu finden.

Wenn Du also bisher immer um 7 Uhr aufgestanden bist, versuche ab morgen um 6 Uhr aufzustehen. In dieser eine Stunde etablierst Du eine tägliche Routine, die Dich, losgelöst vom Alltagsstress, langfristig voranbringt. Du kannst die Zeit zum Beispiel dazu nutzen körperlich fit zu bleiben und Laufen gehen oder Yoga machen. Du kannst Dich mit Deinen persönlichen Zielen oder den Zielen Deines Startups beschäftigen und Dich um langfristige Themen kümmern.

Genauso gut kannst Du die Zeit aber auch nutzen die hier empfohlenen Bücher zu lesen und von den Fehlern anderer erfolgreicher Menschen lernen um Dir dadurch perspektivisch sehr viel Zeit zu sparen.

Wenn es Dir morgens absolut nicht gelingt, probiere, Dir abends vor dem Einschlafen etwas Zeit zu nehmen und selbst, wenn es nur 30 Minuten täglich sind. Das sind immerhin knapp 180 Stunden pro Jahr, die Du in Dein Weiterkommen investierst!

3) Getting things done

Jetzt fragst Du Dich vielleicht: “Visionen und Ziele sind ja toll, aber mein Problem ist der Alltag. Es fallen mir immer wieder Aufgaben hinten runter und meine Postfächer quellen über. Wie kann ich hierin besser werden?”

Eine meiner Bibeln in Bezug auf die Themen „Selbstmanagement und Produktivität“ ist das Buch Getting Things Done von David Allen. Die wichtigste Lehre dieses Meisterwerkes ist es, alles schriftlich festzuhalten. Das bedeutet alles, was Dir in den Kopf schießt, zu notieren und in deinem System abzulegen. Damit ist Dein Kopf wieder frei für neue (und wichtigere) Gedanken und Du hängst nicht den ganzen Tag gedanklich bei einer Präsentation, die Du abends noch erstellen möchtest.

Du kennst sicherlich den Fall, dass Dir etwas immer wieder in den Kopf kommt, weil Du es noch nirgendwo schriftlich festgehalten und keinen nächsten Schritt in dieser Sache definiert hast?

Genau das kannst Du vermeiden, wenn Du mit einem System arbeitest, dem Du vertraust und was Du genau dann zur Hand nehmen kannst, wenn es passt.

David Allen stellt hierfür sehr gute Tools vor, die mittlerweile Eingang in zahlreiche Apps gefunden haben. Ich selbst nutze Todoist und bin sehr zufrieden damit. Du kannst deine To-dos schnell anlegen, ihnen direkt eine Deadline zuweisen und im jeweiligen Ordner ablegen. Ähnlich funktioniert Wunderlist, das noch etwas schlichter im Design, intuitiver in der Nutzung und in der Free-Version damit besser für Einsteiger geeignet ist.

4) „Deep Work“ oder warum weniger oftmals mehr ist

 Cal Newport beschreibt in seinem Buch „Deep Work“ zwei Arten von Arbeit, die wir leisten können. Entweder kognitiv anspruchslose, logistikorientierte Aufgaben, die häufig unter Ablenkung durchgeführt werden. Diese Tätigkeiten schaffen tendenziell nicht viel neuen Wert in der Welt und sind leicht zu kopieren. Dazu zählen vor allem E-Mails, Social Media aber auch ineffiziente Meetings und Recherche.

Als Gegenteil definiert  Newport „Deep Work“: berufliche Aktivitäten, die in einem Zustand ablenkungsfreier Konzentration ausgeübt werden und deine geistigen Kapazitäten an ihre Grenzen bringen. Diese Leistung schafft neuen Wert, verbessert deine Fähigkeiten und ist schwer zu kopieren.

Wie Du Dir vorstellen kannst, solltest Du so viel Zeit wie möglich mit „Deep Work“ verbringen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es im Startup häufig nicht möglich ist alle organisatorischen und verwaltenden Aufgaben zu delegieren, aber sobald Dein Unternehmen aus der ersten heißen Phase heraus ist, solltest Du versuchen möglichst viele Admin-Arbeiten an Werkstudenten, Praktikanten oder virtuelle Assistenzen abzugeben.

Gleichzeitig solltest Du aber natürlich auch deinen Alltag so gestalten, dass Du nicht alle 10 Minuten abgelenkt wirst. Du musst nicht alle 30 Minuten Deine verschiedenen Eingangskanäle checken, sondern es sollte ausreichen, wenn Du 3-4 Mal pro Tag durch deine Inboxen (Mail, Soziale Netzwerke, Messenger) gehst und Deine Nachrichten beantwortest.

Verbringe nicht zu viel Zeit auf unnützen Websites. Um meine eigene (völlig normale) mentale Schwäche zu überlisten und meine Zeit nicht auf Facebook, youtube oder anderen Kanälen zu verschwenden, nutze ich die Chrome Erweiterung „StayFocusd“. Sie verweigert Dir zu vorher eingestellten Uhrzeiten den Zugriff. Seitdem bin ich beispielsweise nur noch nachmittags auf Facebook zu erreichen!

Auch wenn Du nur eines der genannten Bücher bis zum Jahresende liest und einige der Denkanstöße umsetzt, wird sich Deine Effektivität in den nächsten Monaten drastisch erhöhen. Ich habe in den letzten Jahren zahlreiche Startups kommen und gehen sehen und glaube mir, diejenigen, die noch existieren und sich sehr gut entwickeln, werden von Gründern geführt, die die oben genannten Tipps von Anfang an beherzigt haben.


Über den Autor

Ich bin Dennis Fischer, bin Gesellschafter von methodworks und konsumiere leidenschaftlich gerne Business-Ratgeber.

Damit Du mehr Zeit am Strand kannst und weniger Zeit mit der Auswahl der wirklich interessanten Ratgeber  verbringen musst, empfehle ich Dir auf www.52ways.de  jede Woche  kostenlos ein Buch, das Du unbedingt lesen solltest.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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