eGym: „Make the gym work for everybody!“
Philipp Roesch-Schlanderer (rechts), Mitgründer und CEO von eGym, mit Co-Founder und CTO Florian Sauter. © eGym

eGym: „Make the gym work for everybody!“

Das Münchner Startup eGym hat seine eigens konzipierten Kraftgeräte, die via App vernetzt sind, bereits in circa 650 Fitnessstudios in Deutschland und dem europäischen Ausland gebracht. Die eGym Trainer App, die den User Trainingsverlauf und -erfolge nachvollziehen lässt, findet man sogar in über 750 Studios – damit hat sich innerhalb weniger Jahre bereits ein signifikanter Teil des Marktes für eGym entschieden. Und das Unternehmen aus der bayerischen Landeshauptstadt wächst fleißig weiter! Inzwischen expandiert eGym verstärkt ins europäische Ausland. Mittlerweile umfasst das Team weit über 200 Mitarbeiter. Über die Erfolgsgeschichte von eGym haben wir mit Gründer Philipp Roesch-Schlanderer gesprochen.

Fast jeder von uns hat schon einmal die Peinlichkeit erfahren, ein teures Fitnessstudio-Abo abzuschließen, um nach voll motivierten drei bis vier Wochen der regelmäßigen Schinderei wieder das Sofa vorzuziehen. Nach ein paar Anflügen von schlechtem Gewissen wird dieses Abo dann auch gänzlich verdrängt und man geht nie wieder in besagtes Studio. Die Vision von eGym ist etwas an diesem Zustand zu ändern frei nach dem Motto: „We want the gym to work for everyone!“. Und was soll man sagen, mit Technologie und einem gänzlich neu gedachten Trainingsprogramm machen die Münchner Gründer auf dem hart umkämpften Fitnessmarkt, auf dem sie sich seit Ende 2012 tummeln, eine richtig gute Figur.

Die Geschichte von eGym startet in einem leicht heruntergekommenen Uni-Fitnessstudio der Columbia University in New York: Es ist der erste Studiobesuch im Leben von Gründer Philipp Roesch-Schlanderer. Die Einrichtung erstreckt sich über drei Geschosse unter der Erde – es gibt keine Fenster, die Luft steht und die Geräte machen den Eindruck, als hätten sie ihre besten Jahre bereits lange hinter sich. Trotz anfänglicher Skepsis lässt sich Philipp, dessen sportliche Aktivitäten sich bis dato auf Fußballspielen beschränkt hatten, auf das Experiment ein.  Ein Freund, der ihn mitgenommen hat, zeigt ihm, wie man richtig trainiert und schnell stellt Philipp fest: Ohne diese Hilfe hätte er höchstwahrscheinlich so gut wie alles falsch gemacht. Zusätzlich fällt ihm auf: Ein Großteil der Menschen im Studio macht tatsächlich das meiste falsch.

Erfolgsrezept: Sport Science und die richtigen Tools

Zurück in Deutschland, macht sich der eGym-Gründer auf in das nächste Fitnessstudio und meldet sich an. Die Motivation aus den USA schwingt noch mit. Dumm nur, dass es ihm hier an Beratung und Abwechslung derart mangelt, dass er bereits nach kurzer Zeit frustriert das Handtuch wirft. Bis zu dem Tag, an dem er beschließt, selbst etwas gegen das angestaubte 0815-Konzept von Fitnessstudios zu tun und den Markt zu revolutionieren. Dafür holt er sich Mitgründer und CTO Florian Sauter an Bord, beide sind zu diesem Zeitpunkt am CDTM und gemeinsam starten sie das Projekt eGym unter dem firmeneigenen Credo: „We want the gym work for everybody!“

Um das Ganze wissenschaftlich fundiert aufziehen zu können, kommt Florian Eibl als sportwissenschaftlicher Leiter mit an Bord. Mit ihm gemeinsam feilen die Gründer am neuen Konzept:

„Es ging uns vor allem darum, alle Beteiligten rund ums Fitnessstudio – Mitglieder, Trainer und Betreiber – erfolgreicher zu machen. Unser Anspruch war es von vornherein, den Mitgliedern dabei zu helfen, ihre Trainingsziele schneller und zuverlässiger zu erreichen, den Trainern Tools zur Erhöhung der Betreuungsqualität an die Hand zu geben und – last but not least – die Betreiber auf allen Stufen ihrer Wertschöpfungskette zu unterstützen. Das bedeutet: Mehr neue Mitglieder, Absenkung der Kündigungsquote und Erhöhung der Umsätze durch Zusatzerlöse.“

sagt Philipp.

Eine Vision braucht ein inspirierendes Umfeld

Im Umfeld, das das CDTM den jungen Gründern bietet, fühlen sie sich pudelwohl. Mit das Wichtigste ist laut Philipp das unternehmerische Mindset, das hier auch durch diverse Mentoren und Mitstreiter vermittelt wird.

Mit dem HTGF zur ersten Finanzierung

Zunächst benötigen die Fitness-Visionäre allerdings das nötige Kleingeld.  Zu Beginn greift ihnen der High-Tech Gründerfonds (HTGF) unter die Arme. Dessen Vertrauen und Mut zum Risiko beschreibt Philipp als entscheidend für den späteren Erfolg des Münchner Startups. Erst nach einem ersten erfolgreichen Jahr am Markt (2013) wird es leichter, weitere Finanzierungen zu bekommen:

„Aber es gibt dann natürlich neue Herausforderungen, da Wachstums-Investoren ganz andere Anforderungen haben als Early-Stage-Investoren”.

Mittlerweile ist das Unternehmen massiv gewachsen und hat zusätzlich zum Hauptsitz in München ein zweites Büro in Berlin. Die Founder wollen damit die Vorteile der beiden Städte nutzen anstatt sich auf einen Standort festlegen zu müssen. Während Berlin, wie Philipp sagt, in Sachen Consumer Internet mehr Erfahrung und dadurch Vorteile besitzt, hat München dank seiner Universitäten in Sachen Fachpersonal die Nase vorn. So wird die eGym Fitness App in der Hauptstadt entwickelt, während sich die Mitarbeiter an der Isar um die Maschinensoftware kümmern und den Schwerpunkt auf B2B legen.

Fragt man die Gründer nach ihren Plänen für die Zukunft, bemerkt man schnell, dass die Vision von eGym noch lange nicht am Ende angelangt ist. Philipp Roesch-Schlanderer:

„Wir entwickeln kontinuierlich neue, innovative Produkte für die Realisierung unserer großen Vision, der voll vernetzten Trainingsfläche, die für alle Mitglieder funktioniert. Darüber hinaus treiben wir natürlich den weiteren Ausbau unserer Internationalisierung voran. Zu Beginn dieses Jahres haben wir ein Büro mit eGym Showroom in New York eröffnet.”

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