Die Führungsriege von Simpleclub
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Simpleclub erhält zusätzliche 4 Millionen Euro für Berufsausbildung

Für seine Lern-App für SchülerInnen bekannt, weitet Simpleclub seit einiger Zeit auch sein Angebot für die Berufsausbildung aus, inzwischen auch in Österreich. Deutsche FamilienunternehmerInnen unterstützten das Startup hierbei bereits mit drei Millionen Euro. Nun geben institutionelle Investoren dem Startup weitere vier Millionen Euro für sein B2B-Geschäft.

Nach der Lehre an den Schulen erfährt auch langsam die Berufsausbildung ein digitales Update. Das Münchner Startup Simpleclub hat sich hier positioniert und bietet basierend auf den Rahmenlehrplänen der Berufsschulen die Inhalte digital als Text, Video, interaktive Grafiken und Prüfungsaufgaben aufbereitet an. Der Ausbildungsbereich umfasst handwerkliche, kaufmännische, gewerblich-technische sowie IT- und Gesundheitsberufe. Hierfür arbeiten über 300 Unternehmenspartner bereits mit Simpleclub zusammen, darunter die Deutsche Bahn, Deichmann, Brillux, und die IHK.

Laut Angaben des Startups läuft dieses B2B-Geschäft derzeit sehr gut. So unterschreibe jeden zweiten Tag ein neues Unternehmen und der Umsatz steige rasant. Laut Unternehmensangabe erreichte dieser 2023, nur ein Jahr nach dem Start, bereits einen siebenstelligen Bereich. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden und das interne Vertriebsteam weiter auszubauen, investieren 3VC, HV Capital, 10X Founders und Bonsai Partners nun vier Millionen Euro in Simpleclub.

Simpleclub-Gründer und -Geschäftsführer Nicolai Schork erklärt:

„Mit dem Investment stellen wir unseren Vertrieb und unser Produkt breiter auf. Neben weiteren Lerninhalten und einer erhöhten Inhaltstiefe, entwickeln wir Simpleclub zur All-in-One Lernplattform für die Ausbildung weiter. Unternehmen sparen dadurch Kosten, da sie kein zusätzliches Lernmanagementsystem mehr benötigen.“

Simpleclub verspricht geringere Kosten für Unternehmen und höhere Lernerfolge für Auszubildende

Eva Arh, Partnerin bei 3VC, sagt:

„Simpleclub ist eine der wirksamsten Lösungen für Unternehmen, dem Nachwuchs- und Ausbildermangel entgegenzuwirken. Viele Ausbildungsberufe sind systemrelevant und Auszubildende die Fachkräfte von Morgen für Unternehmen. Die Kombination aus Relevanz, Marktpotenzial und Unternehmenswachstum hat uns überzeugt, diese Mission zu unterstützen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Team und sind entschlossen, mit dem Investment auch einen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft und in das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung leisten zu können.“

Alexander Powell, Mitgründer von Simpleclub für Unternehmen, über die Vorteile seiner Lösung für Unternehmen:

„Gut qualifizierte Auszubildende liefern einen substanziellen Mehrwert für Unternehmen, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. Die Einführung der digitalen Lernplattform spart Unternehmen Geld, da Ausbilder weniger Zeitaufwand für die Theorievermittlung benötigen und Azubis ein personalisiertes Lernerlebnis geboten wird. Diesen strategischen Hebel nutzen noch zu wenige Unternehmen, aber das ändern wir gerade.“

Laut Angaben von Simpleclub spare ein Unternehmen mit 500 Auszubildenden mit der Lösung der Münchner bis zu 850.000 Euro pro Jahr. Gleichzeitig würden die Zufriedenheit der Auszubildenden und der Lernerfolg erhöht: In einer Nutzerbefragung mit Kantar gaben 75 Prozent an, dass sich ihre Leistungen in der Berufsschule verbessert haben. Und mehr als 80 Prozent der Azubis sagen sogar, sie wären enttäuscht, wenn sie Simpleclub nicht mehr zum Lernen nutzen könnten.

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

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