Die bayerische Landeshauptstadt bleibt auch 2025 die digitalste Stadt Deutschlands. Zum dritten Mal in Folge führt München den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an. Mit 90,2 von 100 möglichen Punkten liegt München knapp vor Hamburg, das sich auf 89,6 Punkte verbessern konnte und den Abstand auf nur noch 0,6 Punkte verkürzte. Stuttgart zieht mit 88,0 Punkten an Köln vorbei und komplettiert das Podest.
Die Ergebnisse zeigen: München behauptet sich nicht nur insgesamt an der Spitze, sondern überzeugt auch in wichtigen Kategorien. In der Mobilität erreicht die Stadt den Maximalwert von 100 Punkten. Bei Gesellschaft und Bildung liegt München mit 96,2 Punkten ebenfalls auf Platz eins. In Verwaltung (93,8 Punkte) und IT sowie Kommunikation (92,6 Punkte) erzielt die Stadt auch Spitzenwerte. Damit präsentiert sich die Landeshauptstadt als breit aufgestellter Standort, der digitale Angebote in verschiedenen Lebensbereichen konsequent ausbaut und der Münchner Startup-Szene ein starkes Umfeld bietet.
Ralf Wintergerst, Präsident des Bitkom, kommentiert:
„Deutschlands Städte kommen bei der Digitalisierung in großen Schritten voran. Smarte Städte verbessern spürbar die Lebensqualität der Menschen, sei es durch eine effiziente und bürgernahe Verwaltung, durch vielfältige Mobilitätsangebote oder durch einen verbesserten Umwelt- und Klimaschutz. Und wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Digitale Daseinsvorsorge ist kein Nice-to-have, sondern eine staatliche Kernaufgabe.“
Bitkom fordert zudem, den Smart-City-Stufenplan aus dem Juni 2024 zeitnah umzusetzen und eine innovationsfreundliche Vergabe zu ermöglichen. Kommunen sollen stärker auch von den digitalen Angeboten von Startups und kleinen Unternehmen profitieren können. Denn diese bewerben sich bislang häufig gar nicht um öffentliche Aufträge.
Wettbewerb verschärft sich deutlich
Während München seinen Wert um 1,9 Punkte steigern konnte, legte Hamburg um 5,7 Punkte zu. Der Wettbewerb zwischen den Spitzenstädten ist damit enger denn je. Zwischen Platz eins und drei liegen nur 2,2 Punkte, zwischen Platz eins und zehn gerade einmal 5,5 Punkte. Auch die Hürden für eine Platzierung in den Top 10 sind deutlich gestiegen. Reichten 2023 noch 76,6 Punkte aus, mussten Städte dieses Jahr mindestens 84,7 Punkte erreichen. Hannover, Düsseldorf, Leipzig und Heidelberg konnten sich neu unter den besten zehn platzieren. Im Gegenzug fielen Dresden, Lübeck und Freiburg aus der Spitzengruppe heraus.
Für den Smart City Index 2025 untersuchte Bitkom 83 deutsche Großstädte mit über 100.000 EinwohnerInnen anhand von mehr als 13.500 Datenpunkten. Bewertet wurden zentrale Bereiche wie Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Die Datenerhebung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Städten und wurde durch Bitkom Research validiert.
Die digitale Transformation von Städten, Regionen und Behörden ist auch Thema der Smart Country Convention. Vom 30. September bis 2. Oktober treffen sich auf dem Berliner Messegelände mehr als 18.000 ExpertInnen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Forschung. Auf insgesamt sieben Bühnen sprechen über 650 hochkarätige ReferentInnen, darunter Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, sowie Karin Prien, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Kombination aus Kongress, Workshops, Expo und Networking richtet sich an EntscheidungsträgerInnen und Beschäftigte aus Verwaltung, Politik, Digitalwirtschaft, Verbänden und Wissenschaft. Weitere Informationen gibt es unter www.smartcountry.berlin.