Energyminer hat einen bedeutenden Schritt in Richtung Skalierung nachhaltiger Energieproduktion gemacht: Das Unternehmen erhielt die erste behördliche Genehmigung für ein großflächiges Schwarmkraftwerk in Deutschland. Am Standort St. Goar am Rhein entsteht nun die größte Anlage ihrer Art: 124 sogenannte Energyfische werden dort künftig kontinuierlich Strom aus der natürlichen Strömung des Flusses erzeugen – fischverträglich, landschaftsschonend und ohne Staumauern.
Mit diesem Projekt stößt das Münchner Startup eine neue Phase der Energiewende an. Das genehmigte Schwarmkraftwerk gilt als Meilenstein für die Nutzung von Fließgewässern zur Stromerzeugung und zeigt, dass moderne Wasserkrafttechnologien wirtschaftlich tragfähig und ökologisch verantwortungsvoll umgesetzt werden können. Das Projekt markiert zugleich den Übergang vom Pilotstadium hin zu einer skalierbaren, dezentralen Energieinfrastruktur.
Energie aus der natürlichen Dynamik des Wassers
Der von Energyminer entwickelte Energyfish basiert auf einem neuartigen Systemansatz. Anders als bei herkömmlicher Wasserkraft wird der Fluss weder gestaut noch umgeleitet. Stattdessen nutzt die Technologie die natürliche Dynamik des Wassers. Für den Betrieb der schwimmenden Anlagen ist eine präzise Abstimmung zwischen Hydraulik, Mechanik und Steuerung notwendig.
Chantel Niebuhr, CTO von Energyminer, erklärt:
„Unsere Anlagen müssen in ständig wechselnden Strömungsbedingungen stabil bleiben – das ist die eigentliche technische Herausforderung. Wir legen jedes Detail so aus, dass sich das System selbst unter Extrembedingungen berechenbar verhält und im Dauerbetrieb zuverlässig arbeitet.“
Diese Herangehensweise prägt den gesamten Aufbau des Schwarms – von der Konstruktion über die Verankerung bis hin zur Wartung. Die Technologie soll robust, flexibel und für den dauerhaften Betrieb in Flüssen ausgelegt sein.
Vom Prototyp zum skalierbaren System
Mit der Genehmigung in St. Goar beginnt für Energyminer die nächste Entwicklungsphase.
Richard Eckl, Co-CEO von Energyminer, kommentiert:
„St. Goar ist unser Proof of Scale. Die Genehmigung macht klar: Wir können diese neue erneuerbare Energiequelle erschließen. Unsere Kraftwerke können gebaut, betrieben und skaliert werden und grundlastfähige, erneuerbare Energie produzieren.“
Auch für Behörden und Investoren hat das Projekt Signalwirkung. Die Entscheidung zeigt, dass moderne Wasserkrafttechnologien ökologische Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern neue Standards setzen können.
Natalie Rojko, CMO von Energyminer, betont:
„Diese Genehmigung ist ein Vertrauensbeweis – für unsere Technologie und unseren Ansatz, Innovation durch Transparenz und wissenschaftliche Zusammenarbeit voranzubringen. Sie sendet ein klares Signal: naturverträgliche, grundlastfähige Energie aus Flüssen ist keine Vision mehr, sondern Realität.“
Energyminer mit Sitz in Gröbenzell bei München entwickelt schwimmende Wasserkraftwerke, die ohne Staumauern auskommen und sich vollständig in das natürliche Flusssystem integrieren. Die Technologie nutzt die kinetische Energie frei fließender Gewässer und produziert rund um die Uhr sauberen Strom. Das Startup wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie beim Münchner Businessplan Wettbewerb. Energyminer verfolgt das Ziel, einen messbaren Beitrag zur ökologischen Transformation der Energieversorgung zu leisten.