Die LfA Förderbank Bayern und der Europäische Investitionsfonds (EIF) erweitern ihre gemeinsame Förderung für Startups um 120 Millionen. Ziel ist es, jungen, innovativen Unternehmen in Bayern besseren Zugang zu Kapital zu verschaffen. Durch die Aufstockung der sogenannten LfA-EIF-Fazilitäten wächst das gesamte Fördervolumen auf rund 445 Millionen Euro. Die neuen Mittel fließen über Venture-Capital-Fonds in technologieorientierte Startups und sind Teil der Initiative „VC4Start-ups Bayern“.
Wie die Förderung funktioniert
Die Zusammenarbeit zwischen LfA und EIF besteht seit 2009. Damals wurde ein Dachfonds-System aufgebaut, das aus Mitteln beider Partner besteht und vom EIF verwaltet wird. Diese Fonds investieren nicht direkt in Startups, sondern in Venture-Capital-Fonds, die in Bayern aktiv sind. Auf diesem Weg erreicht das Kapital technologieorientierte und wachstumsstarke Unternehmen in der frühen Entwicklungsphase.
Bisher haben sich die LfA-EIF-Fazilitäten an rund 60 Venture-Capital-Fonds beteiligt. Diese Fonds investierten wiederum rund 1,7 Milliarden Euro in bayerische Startups. Mit der jetzigen Erhöhung werden die Mittel für neue Investments erweitert, um jungen Unternehmen in der entscheidenden Wachstumsphase besseren Zugang zu Finanzierung zu verschaffen.
Markus Schillo, Senior Regional Representative des EIF in Deutschland, betont:
„Wir freuen uns sehr darüber, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen EIF und LfA weitergeht. Bayern ist eine der Leuchtturmregionen schlechthin, wenn es in Europa um vielversprechende Startups geht. Mit unserem Engagement tragen wir dazu bei, dass noch mehr von ihnen der Durchbruch gelingt.“
Grünes Licht für Bayerns Gründerszene
Um Schwung in die Produktentwicklung, Teamausbau oder Expansion zu bringen, braucht es Kapital. Doch gerade in der Anfangsphase sind klassische Bankkredite oft schwer zu bekommen. Deshalb ist die Bereitstellung von Wagniskapital oft eine entscheidende Hilfe für Startups und zahlt mittelfristig auch auf die Innovationskraft der Region ein.
Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschaftsminister und LfA-Verwaltungsratsvorsitzender, sagt dazu:
„Bayern braucht Startups, die Innovation und Wachstum ankurbeln. Damit das so bleibt, verstärken wir unser Engagement mit der VC4-Start-ups Initiative. Die Aufstockung der LfA-EIF-Fazilitäten in diesem Rahmen ist ein wichtiges Signal für die Gründerlandschaft in Bayern.“
Auch Bernhard Schwab, Vorstandsvorsitzender der LfA, unterstreicht die Bedeutung der Kooperation:
„Unsere langjährige Zusammenarbeit mit dem EIF ist eine echte Erfolgsgeschichte. Die Mittel kommen an und stärken die gesamte VC-Fonds-Landschaft in Bayern. Damit fördern wir den High-Tech-Standort und die Startup-Szene hier im Freistaat.“
Die LfA Förderbank Bayern ist seit 1951 als staatliche Spezialbank tätig und unterstützt den Mittelstand sowie Infrastrukturprojekte im Freistaat. Der Europäische Investitionsfonds gehört zur Europäischen Investitionsbank-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen in Europa den Zugang zu Finanzierungen durch Risikokapital, Garantien und Mikrofinanzprodukte. Informationen zu den Finanzierungsmöglichkeiten bietet die LfA-Förderberatung.