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BMWE vereinfacht Exist-Gründungsförderung

Weniger Bürokratie, mehr Tempo: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) macht die Exist-Gründungsförderung einfacher, digitaler und transparenter.

Viele der Neugründungen in Bayern entstehen aus Hochschul-Teams heraus. Die Exist-Förderung ist darauf zugeschnitten und spielt daher auch für viele Münchner Startups eine elementare Rolle. Doch kennen und fürchten die meisten GründerInnen den Aufwand, der mit staatlicher Förderung verbunden ist: Recherchen, Formulare, Nachweise. Die Liste ist lang, der Zeitaufwand hoch.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie will diesen Prozess für die Exist-Förderung deutlich vereinfachen. Mit einer umfassenden Reform des Programms und der Einführung einer neuen IP-Dealdatenbank reagiert das Ministerium auf die Bedürfnisse der Gründungsszene. Ziel ist es, Antragsverfahren zu beschleunigen, Prozesse zu digitalisieren und den administrativen Aufwand zu senken.

Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin und Mittelstandsbeauftragte, erklärt:

„Gründerinnen und Gründer brauchen keine komplizierten Formulare und Antragsverfahren, sondern klare Prozesse und schnelle Entscheidungen. Wir wollen mit schlankeren Verfahren bei Exist Maßstäbe für eine moderne, digitale Förderpolitik setzen. Unser Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in welchem innovative Teams noch schneller ihre Geschäftsideen zur Marktreife bringen können.“

Digitale Verfahren und transparente Strukturen

Die wichtigsten Neuerungen im Exist-Programm betreffen vor allem die Digitalisierung und Vereinfachung der Antragsprozesse: Ab sofort kann die Antragstellung vollständig digital erfolgen. Auch Bewilligungen und Bescheide werden elektronisch übermittelt, um Prozesse zu beschleunigen.

Darüber hinaus wurde die Anzahl der Antragsunterlagen beim Exist-Gründungsstipendium halbiert, der Umfang des Ideenpapiers reduziert und die Durchführung der Projekte vereinfacht. Hochschulen und Gründungsteams müssen künftig weniger Dokumentationsaufwand betreiben, da Meilensteine und Auflagen verschlankt wurden.

Neu ist auch die Möglichkeit, Sachmittel pauschal zu beantragen und abzurechnen. AntragstellerInnen müssen Belege nicht mehr einzeln einreichen. Eine überarbeitete Webseite sorgt zudem für mehr Übersicht und eine verständlichere Kommunikation der Förderanforderungen.

IP-Dealdatenbank für mehr Effizienz in der Forschungsausgründung

Die Technische Universität Berlin entwickelte zudem im Auftrag des BMWE eine IP-Dealdatenbank. Diese schafft Transparenz bei der Bewertung und Übertragung von Schutzrechten aus der Wissenschaft. Viele Gründungsteams benötigen den Zugang zu Patenten oder Know-how, die bei Hochschulen liegen. Durch die neue Datenbank wird dies beschleunigt und effizienter gestaltet.

GründerInnen können zudem dank der Plattform frühzeitig den Wert geistigen Eigentums besser einschätzen und damit die Verhandlungen mit InvestorInnen und die Anschlussfinanzierung von Forschungsgründungen besser gestalten.

Das Exist-Programm fördert seit Jahren wissensbasierte Gründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es soll den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Produkte und Forschende bei einer unternehmerischen Karriere unterstützen.

Weitere Informationen und Antragsstellung: www.exist.de

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