Rencore Co-Founders Torsten Mandelkow and Matthias Einig
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Rencore sichert sich 13 Millionen Euro

Der Münchner Spezialist für Governance, Sicherheit und Compliance erhält frisches Kapital, um seine internationale Expansion und den Ausbau seiner Governance-Plattform voranzutreiben.

Das Münchner Startup Rencore hat seine Series-A-Finanzierung auf insgesamt rund 13 Millionen Euro (15 Millionen Dollar) erweitert. Die Runde führte der europäische Technologieinvestor Hi Inov an, gemeinsam mit den bisherigen Geldgebern UVC Partners und Capnamic Ventures. Mit der Kapitalerweiterung will Rencore sein internationales Wachstum in Europa und Nordamerika beschleunigen und seine Rolle im Bereich Governance ausbauen.

Rencore betreibt eine Cloud-Plattform, die Unternehmen bei der Verwaltung und Absicherung ihrer Microsoft-365-Umgebungen unterstützt. Die Software hilft IT- und Compliance-Teams, Richtlinien einzuhalten, Risiken zu erkennen und Arbeitsabläufe zu automatisieren. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in großen Organisationen sicher und regelkonform zu gestalten.

Governance für den verantwortungsvollen KI-Einsatz

Auf Basis seiner bestehenden Microsoft-365-Governance hat Rencore seine Plattform zudem um Funktionen für sogenannte AI- und Agent-Governance erweitert. Damit sollen Unternehmen nachvollziehen können, wie KI-Systeme mit Geschäftsdaten interagieren und welche Sicherheits- oder Compliance-Risiken entstehen. Die Lösung richtet sich vor allem an IT-Leitungen und Verantwortliche, die KI-Anwendungen im Unternehmensumfeld kontrolliert und regelkonform einsetzen wollen.

Zu den bestehenden Kunden zählen Amgen, Honeywell, die Lufthansa Group und Siemens Healthineers. Sie setzen die Plattform ein, um Datenzugriffe zu steuern, Sicherheitsvorgaben durchzusetzen und den Betrieb von KI-Systemen innerhalb rechtlicher Grenzen zu halten.

Julius Jürging, Partner bei Hi Inov, betont:

„Die zunehmende Einführung von KI in Unternehmen schafft neue Herausforderungen in Governance, Sicherheit und Compliance. Rencore ist gut aufgestellt, um diese Komplexität zu beherrschen, da das Unternehmen seine bewährte Microsoft-365-Governance konsequent auf KI-Systeme erweitert.“

Expansion in Europa und Nordamerika geplant

Mit der neuen Finanzierung will Rencore vor allem seine Entwicklungs- und Produktteams vergrößern und seine Vertriebsaktivitäten international ausbauen. Zudem plant das Unternehmen, enger mit Systemintegratoren und Managed-Service-Providern zusammenzuarbeiten, um Governance-Strukturen für den sicheren KI-Einsatz in Unternehmen zu etablieren.

Matthias Einig, Mitgründer und Geschäftsführer von Rencore, erklärt:

„Unternehmen müssen heute nicht nur ihre Daten, sondern auch die KI-Systeme, die darauf zugreifen, steuern. Das neue Kapital hilft uns, diese Mission voranzutreiben und gleichzeitig unsere Präsenz in Europa und Nordamerika auszubauen.“

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