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München ist Spitzenreiter bei Startup-Neugründungen

Der Next Generation Report zeigt ein Rekordjahr für Startup-Neugründungen. Besonders München setzt Maßstäbe: Nirgendwo entstehen pro Kopf mehr neue Startups. Der Standort baut seinen Vorsprung aus und prägt die bundesweite Dynamik.

2025 markiert ein Rekordjahr für Startup-Neugründungen in Deutschland. Insgesamt 3.568 neue Startups entstanden bundesweit. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent gegenüber 2024 und übertrifft sogar das bisherige Rekordjahr 2021. Diese Entwicklung belegt der Report „Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland“, den der Startup-Verband gemeinsam mit Startupdetector veröffentlicht.

Bayern nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Mit 785 Neugründungen entfielen 22 Prozent aller neuen Startups auf den Freistaat. Damit liegt Bayern im Ländervergleich deutlich vor Nordrhein-Westfalen und Berlin. Nahezu alle Bundesländer verzeichneten Zuwächse, besonders stark wuchsen Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

München auf Platz 1 bei Gründungen pro Kopf

Innerhalb Bayerns sticht München klar hervor. Mit 19,3 Neugründungen pro 100.000 EinwohnerInnen führt die Landeshauptstadt deutschlandweit das Ranking an und baut den Vorsprung gegenüber Berlin weiter aus. Die Hauptstadt kommt auf 16,8 Gründungen pro 100.000 EinwohnerInnen. In den Vorjahren lagen die Werte der Spitzengruppe deutlich näher beieinander als 2025.

Doch die Gründungsdynamik konzentriert sich nicht ausschließlich auf München. Auch andere Regionen im Freistaat entwickeln sich aktiv. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagt dazu:

„Unser Anspruch ist es, dass jeder mit einer guten Idee dort gründen kann, wo er lebt. Diesen Anspruch lösen wir mit unseren 19 Digitalen Gründerzentren an 30 Standorten und weiteren 19 technologieorientierten Gründerzentren in ganz Bayern ein.“

KI treibt Gründungszahlen nach oben

Inhaltlich prägen technologiegetriebene Geschäftsmodelle das Gründungsgeschehen. Der Software-Sektor verzeichnet mit 853 Neugründungen den größten absoluten Zuwachs. Auch Medizin und Food legen deutlich zu. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle: 27 Prozent aller neu gegründeten Startups nutzen KI als wichtigen Bestandteil ihres Geschäftsmodells. Besonders stark zeigt sich dieser Trend in Software und Medizin, etwa bei Bilderkennung oder der Auswertung medizinischer Daten.

Kati Ernst, stellvertretende Vorsitzende des Startup-Verbands, ordnet die Entwicklung ein:

„Die Rekordzahlen zeigen, welches Potenzial in Deutschland steckt. Unsere exzellente Forschung spielt dabei eine Schlüsselrolle als Ausgangspunkt für Innovation und neue Startups. Wenn wir Gründungen aus der Wissenschaft erleichtern und Innovation priorisieren, kann das unserer Wirtschaft zusätzlichen Rückenwind geben. Aber: Wenn es um die Skalierung von Unternehmen geht, haben wir in Deutschland Schwächen. Das zeigt sich unter anderem in der Wachstumsfinanzierung. Hier müssen wir die Rahmenbedingungen spürbar und schnell verbessern.“

Den gesamten Report stellt der Startup-Verband zum Download zur Verfügung.

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