Munich Startup: Was macht Volulink? Welches Problem löst ihr?
Moritz Hall, Co-Founder Volulink: Volulink verfolgt das Ziel, eine Million Stunden an digitaler Expertise aus Hochschulen und Unternehmen für gemeinnützige Projekte zu mobilisieren. IT-Studierende und UnternehmensmentorInnen werden dabei über eine Plattform gemeinsam in passende Projekte vermittelt. Dadurch werden soziale Organisationen bei der Digitalisierung zukunftsfähig gemacht und Unternehmen gleichzeitig mit IT-Talenten vernetzt.
Digitale Brücken zwischen Hochschulen, Wirtschaft und NGOs
Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!
Moritz Hall: Natürlich gibt es bereits studentische Praxisprojekte oder auch Hackathons. Nichtsdestotrotz ist der Bedarf bei sozialen Organisationen und Vereinen riesig – vor allem bei der Digitalisierung. Durch die zusätzliche Verknüpfung zwischen Studierenden und passenden ExpertInnen aus Unternehmen schaffen wir außerdem Synergien, die allen Beteiligten große Mehrwerte bieten. Zusätzlich haben wir über unseren Ansatz festgestellt, dass das Thema Fördermittel-Management bei vielen Non Governmental Organization (NGOs) eine enorme Herausforderung ist. Hierfür haben wir eine eigene Softwarelösung entwickelt, die bereits bei mehreren Organisationen im Einsatz ist.
Von der Idee im Studium zur geförderten Gründung
Munich Startup: Was ist eure Gründungsstory?
Moritz Hall: Wir haben VoluLink neben dem Wirtschaftsinformatik-Studium gegründet, inspiriert von der Pledge1% Initiative, die Moritz im Auslandssemester in Australien kennengelernt hat. Wir waren erst unsicher, ob wir den Schritt in die Startup-Gründung wagen. Aber glücklicherweise haben wir tollen Support erhalten, unter anderem über den 5-Euro-Business-Wettbewerb und eine Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Munich Startup: Was waren bisher eure größten Herausforderungen?
Moritz Hall: Die Hauptherausforderung unseres Vorhabens ist der Aufbau eines Plattformansatzes mit drei Parteien. Um erfolgreiche Projekte umzusetzen, sind wir auf langfristige Partnerschaften und das Mitwirken von gemeinnützigen Organisationen, Hochschulen und Unternehmen angewiesen. Darüber hinaus wollen wir mit unserer Software einen erfolgreichen Go-To-Market erreichen.
Erste Erfolge und konkrete Wirkung
Munich Startup: Wie laufen die Geschäfte?
Moritz Hall: Durch Volulink konnten bereits über 3.000 Stunden an digitaler Expertise aus Hochschulen und Unternehmen für gemeinnützige Projekte mobilisiert werden. Beispielsweise hat ein Team aus Studierenden und einer Mentorin von Amazon einen KI-Chatbot für den Bund Naturschutz entwickelt, der bei der Vorbereitung von Schülerworkshops unterstützt. Genau das treibt uns jeden Tag an!
Munich Startup: Wie habt ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?
Moritz Hall: Großartig! Wir finden hier unfassbar wertvolle Unterstützung, durch Mentorings, Accelerator- und Inkubator-Programme wie den Munich Impact Incubator oder unser Partnernetzwerk.
Munich Startup: Outsourcen oder selber machen?
Moritz Hall: Je nachdem, wir nutzen die Vorteile von beidem.