Munich Startup: Was macht euer Startup? Welches Problem löst ihr?
Diner Date: Diner Date ist eine Dating-App, die wieder Verbindlichkeit ins Online-Dating bringen will und genau die Dinge angeht, die Menschen seit Jahren frustrieren: Ghosting, Fakeprofile und oberflächliches „Swipe-Dating“.
Wir haben Mechaniken entwickelt, die nicht nur gut klingen, sondern Verhalten tatsächlich verändern:
- Anti-Ghosting-Mechanik: Wer andere einfach hängen lässt, kann nicht einfach sofort weitermachen, als wäre nichts gewesen.
- Weniger Swipe-Game, mehr echte Kontakte: bewussteres Kennenlernen statt endlosem Swipe-Modus.
- Transparenz durch Bewertungen nach echter Interaktion (Profil / Chat / Date): respektvolles Verhalten wird sichtbar und belohnt.
Kurz: Wir bauen die Dating-App, bei der man sich wieder trauen kann, ernsthaft zu suchen – ohne den üblichen Frust.
Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!
Diner Date: Dating-Apps gibt es viele, eine konsequente Lösung für die immer gleichen Schmerzpunkte gab es aus unserer Sicht bisher nicht. Unser Eindruck ist, dass die Marktführer groß geworden sind mit „Mehr Swipes = mehr Zeit in der App“. Das funktioniert fürs Business, aber oft nicht für die Menschen dahinter. Ghosting ist dort praktisch einkalkuliert, Fakeprofile tauchen immer wieder auf, und am Ende fühlen sich viele NutzerInnen austauschbar.
Wir drehen das Prinzip um: Verbindlichkeit, Fairness und Echtheit sind bei uns nicht „nice to have“, sondern Teil des Systems. Und genau das ist der Unterschied, den man spürt.
Aus Dating-Frust wird ein Startup mit Haltung
Munich Startup: Was ist eure Gründungsstory?
Diner Date: Der Start war ein Satz während eines Cocktailabend, den wahrscheinlich viele schon mal gedacht haben: „Man sollte Männer auf Dating-Apps mal bewerten können.“ Und dann, ganz ehrlich, wie oft schon gedacht und selbst schon gesagt: „Das müsste man mal machen.“ Wir alle kennen die Dating-App-Welt: Man ist genervt, fühlt sich manchmal verarscht und nutzt die Apps trotzdem, weil es kaum Alternativen gibt. Genau dieser Widerspruch hat bei uns den Schalter umgelegt.
Wir haben dann nicht nur diskutiert, sondern getestet, gesprochen, gefragt: Straßenumfragen und Gespräche haben immer wieder die gleichen Themen gebracht (Ghosting, Fakeprofile, Oberflächlichkeit, respektloser Umgang). Und wir haben uns gedacht: „Warum baut seit Jahren keiner konsequent etwas dagegen?“ Also haben wir 2023 angefangen, Diner Date zu entwickeln – hier aus der Region, Schritt für Schritt, mit sehr klarem Gegenentwurf.
Diner Date wurde 2023 von Mario Schlüter, Konrad Frey und Barbara Schuhbauer gegründet. Das Startup hat seinen Sitz in Nandlstadt im Landkreis Freising, mitten in der Metropolregion München.
Keiner der GründerInnen kam zuvor aus der Tech- oder Startup-Welt. Ihre Erfahrungen aus Berufen, in denen man Menschen zuhört, unterstützt und begleitet, haben sie direkt in die Entwicklung von Diner Date übersetzt. Gemeinsam bringen sie ihre soziale Perspektive, Hands-on-Mentalität und Leidenschaft für echte Begegnungen in die Dating-App ein – mit dem Ziel, Online-Dating respektvoll, verbindlich und fair zu gestalten.
Munich Startup: Was waren bisher eure größten Herausforderungen?
Diner Date: Ganz klassisch und bei Dating nochmal extremer: Henne-Ei. Du brauchst NutzerInnen, damit es funktioniert. Und du brauchst ein funktionierendes Erlebnis, damit NutzerInnen bleiben. Wir sagen das so deutlich, weil es eben die Realität ist: Die größte Herausforderung war (und ist) Wachstum mit Qualität, also nicht „irgendwie viele Downloads“, sondern eine Community, die unsere Idee mitträgt: respektvoll, verbindlich, echt.
Dazu kommen die typischen Startup-Baustellen: Produkt schnell besser machen, Vertrauen aufbauen, Sichtbarkeit gewinnen und parallel eine Plattform betreiben, die Missbrauch und Fake-Themen aktiv minimiert.
Marktführer arbeiten an Nutzerinteressen vorbei
Munich Startup: Wo möchtet ihr in einem Jahr stehen, wo in fünf Jahren?
Diner Date: In einem Jahr wollen wir, dass Diner Date in Deutschland als echte Alternative wahrgenommen wird. Nicht als „noch eine Dating-App“, sondern als das Gegenteil von Dating-Frust.
In fünf Jahren wollen wir in einem Zug mit den großen Playern genannt werden und zwar genau deshalb, weil viele Marktführer an den echten Problemen der NutzerInnen vorbeilaufen.
Unser Anspruch ist: Wenn jemand sagt „Ich hab keinen Bock mehr auf Ghosting und Fakeprofile“, dann ist Diner Date die naheliegende Antwort.
Munich Startup: Wie habt ihr den Startup-Standort München bisher erlebt?
Diner Date: Sehr positiv. Wir waren auf mehreren Startup-Veranstaltungen und haben München als echten Startup-Knoten erlebt. Wir sind jedes Mal beeindruckt, wie viel dort passiert: von starken Ideen bis hin zu ehrlichem Austausch. Was uns besonders gefällt: Man trifft nicht nur „Visitenkarten“, sondern Menschen, die wirklich helfen – Kontakte, Learnings, kurze Tipps, echte Offenheit. Für uns als Team aus der Region ist München ein enormer Vorteil: kurze Wege, starke Community, viel Energie.
Munich Startup: Hidden Champion oder Shooting Star?
Diner Date: Am liebsten beides – aber wenn wir wählen müssen: Hidden Champion mit Substanz. Wir wollen nicht der nächste kurze Hype sein, sondern ein Produkt, das ein Problem löst, das wirklich fast jede/r kennt.
Unsere Straßenumfragen haben es bestätigt: Es sind seit Jahren die gleichen Schmerzpunkte, und trotzdem hat sich im Kern wenig geändert. Wenn wir es schaffen, dass Menschen wieder mehr Respekt, Klarheit und Verbindlichkeit im Online-Dating erleben, dann ist das der „Shooting Star“-Moment. Aber eben einer, der bleibt.