Alexander Jäger (2. v. l.), CEO von Gini, mit neuen Kollegen
Foto: Gini

Gini wird Teil von Banyan Software

Gini wird von Banyan Software übernommen. Das Unternehmen für KI-basierte Dokumenten- und Zahlungslösungen will mit dem neuen Eigentümer international wachsen. Führungsteam und Marke bleiben bestehen, heißt es.

Das Münchner KI-Fintech-Startup Gini hat einen neuen Eigentümer. Banyan Software übernimmt den Anbieter für KI-basierte Lösungen im Bereich Dokumentenintelligenz und Zahlungsverkehr.

Gini entwickelt seit 2011 Software für Banken, Versicherungen und E-Commerce-Anbieter. Die Technologie automatisiert die Erfassung und Verarbeitung von Finanzdokumenten. NutzerInnen können damit Rechnungen bezahlen, Rückerstattungen einreichen und Daten aus Dokumenten automatisiert auslesen lassen. Nach eigenen Angaben sind die Lösungen in die Workflows führender Finanz- und Versicherungsinstitute in Deutschland und Österreich integriert.

Banyan Software investiert gezielt in geschäftskritische Softwareunternehmen und betreibt diese langfristig. Mit der Übernahme erhält Gini Zugang zu internationalen Märkten, zusätzlichen Kundensegmenten und operativer Unterstützung.

Gini soll eigenständig bleiben

Angekündigt wurde, dass Gini auch nach der Übernahme eigenständig operiert und Führungsteam, Marke und Produkt-Roadmap unverändert bleiben. Banyan stellt Kapital sowie operative Unterstützung bereit und will die weitere Produktentwicklung und Marktexpansion begleiten.

Alexander Jäger, CEO von Gini, sagt:

„Diese Zusammenarbeit ist nun der nächste logische Schritt in der Entwicklung von Gini. Mit Banyan haben wir einen starken Partner an unserer Seite, der unsere Vision teilt und uns dabei unterstützt, unser volles Potenzial zu entfalten. Damit sind wir in der Lage, unsere Technologie und unsere Services auf das nächste Level zu heben – ein entscheidender Faktor, um unsere Kunden in einem sich rasant entwickelnden Markt bestmöglich zu unterstützen. So können wir unser nachhaltiges Wachstum konsequent fortsetzen.”

Fokus auf Bankensektor und Krankenversicherung

Inhaltlich plant Gini laut Mitteilung den weiteren Ausbau im Bankensektor sowie in der privaten Krankenversicherung und im E-Commerce. Die Partnerschaft mit Banyan soll die Expansion in diesen Bereichen beschleunigen.

Auch Banyan freut sich über die strategischen Schnittmengen. Kay-Ingo Greve, Operating Partner bei Banyan Software, sagt: 

„Gini repräsentiert genau die Art eines fokussierten Softwareunternehmens, mit dem wir sehr gerne zusammenarbeiten.“ 

Das Team habe ein tief integriertes Produkt entwickelt, das Banken und Versicherern im großen Maßstab messbare Mehrwerte liefere. Banyan wolle das Management dabei unterstützen, die langfristigen Wachstumsziele umzusetzen. Weitere Details zur Transaktion, etwa zum Zeitpunkt des Closings oder zur künftigen Beteiligungsstruktur, der Höhe des Kaufpreises oder zu finanziellen Kennzahlen nennen die Unternehmen nicht. 

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Saskia Müller

Nach zwei erfolgreichen eigenen Gründungen und einer langjährigen Tätigkeit in der Presse- und Medienlandschaft verstärkt Saskia nun die Redaktion von Munich Startup.

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