Foto: Andreas Heddergott / TUM

TUM gründet Innovationshub für Sicherheit und Defence

Die Technische Universität München gründet mit 16 Partnern die "TUM Security and Defense Alliance". Der neue Innovationshub in Ottobrunn-Taufkirchen soll Sicherheitsforschung, Industrie und auch Münchner Startups im Dual-Use- und Defence-Bereich enger vernetzen.

Die Technische Universität München hat gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München und 15 weiteren Partnern die „TUM Security and Defense Alliance“ gegründet. Der Innovationshub entsteht am TUM Campus Ottobrunn-Taufkirchen und bündelt Aktivitäten in den Bereichen Sicherheits- und Verteidigungstechnologien. 

Die Allianz stärkt vor allem eine institutionelle Verankerung von Dual-Use- und Defence-Gründungen im bestehenden Ökosystem. Junge Unternehmen aus den Bereichen Raumfahrt, Sensorik, Cybersecurity oder unbemannte Systeme erhalten über die neue Struktur einen direkteren Zugang zu Forschungsinfrastruktur, industriellen Partnern und potenziellen Anwendungsfeldern.

Neben der Technischen Universität München und der Universität der Bundeswehr München gehören etablierte und jüngere Unternehmen aus zu den insgesamt 17 Partnern aus Forschung, Industrie und auch dem Münchner Startup-Öko-System, darunter 

Fokus auf anwendungsnahe Forschung

Die TUM Security and Defense Alliance deckt die Domänen Luft, Weltraum, Land, See sowie Cyber- und Informationsraum ab und will Grundlagenforschung, anwendungsnahe Entwicklung und unternehmerische Umsetzung stärker verbinden. Zudem soll die Allianz die europäische Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit sowie die technologische Souveränität stärken.

Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM, sagt:

„Wer den Frieden sichern will, muss ihn verteidigen können.“

Mit der Allianz entstehe ein Innovationsökosystem für mehr europäische Sicherheit. Ziel sei es, „Spitzenforschung und marktfähige Innovationen verantwortungsvoll und effizient in einsatzfähige Fähigkeiten“ zu überführen.

Vernetzung von Wissenschaft, Industrie und Startups

Für Startups ist insbesondere der Fokus auf frühe Validierung, Demonstratoren und Testinfrastrukturen relevant. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Startups im Dual-Use- und Verteidigungsbereich. Die Allianz versteht sich als Plattform, um Gründungen aus der Forschung zu unterstützen und bestehende junge Unternehmen enger mit etablierten Industriepartnern zu vernetzen. Die Anbindung an die TUM Venture Labs soll Ausgründungen erleichtern und den Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte beschleunigen.

Eva-Maria Kern, Präsidentin der Universität der Bundeswehr München, betont ebenfalls die Rolle der Sicherheits- und Verteidigungsforschung für Europa:

„Durch die TUM Security and Defense Alliance können wir gemeinsam mit starken Partnern Kompetenzen bündeln und Wissen zur Wirkung bringen: für ein freies, sicheres und resilientes Europa.“

Auch Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume ordnet die Initiative als strategischen Schritt für den Standort Bayern ein. Aus Sicht der Münchner Startup-Szene unterstreicht die politische Unterstützung, dass sicherheitsrelevante Technologien zunehmend als wirtschaftlicher und innovationspolitischer Faktor wahrgenommen werden.

Mit der Gründung erhält das Münchner Startup-Ökosystem im sicherheits- und verteidigungsrelevanten Bereich eine institutionelle Klammer. Für Startups im Dual-Use-Sektor kann die Allianz zu einem zentralen Zugangspunkt für Kooperationen, Infrastruktur und Sichtbarkeit werden.

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