Foto: Driveblocks

Driveblocks sammelt 3,5 Millionen Euro für autonomes Fahren ein

Das Münchner Startup Driveblocks sichert sich frisches Kapital für autonomes Fahren im Off-Road-Bereich. Die Finanzierung unterstützt Produktentwicklung, Sicherheitszertifizierung und erste Serieneinsätze mit Partnern aus Landwirtschaft, Bau und Verteidigung.

Driveblocks hat eine Pre-Series-A-Finanzierung über 3,5 Millionen Euro abgeschlossen. Das Startup entwickelt Software für autonomes Fahren in Off-Road-Anwendungen und setzt dabei auf KI-basierte Umfelderfassung. Forward One führt die Runde an. Bayern Kapital, Rethink Ventures sowie Angel-Investor Joachim Drees investieren erneut.

Die neuen Mittel fließen in die Weiterentwicklung des Produkts, die Sicherheitszertifizierung und erste Serieneinsätze mit OEMs und Systemintegratoren. Driveblocks richtet sich dabei an Hersteller und Betreiber von Landmaschinen, Baumaschinen und Militärfahrzeugen.

Fokus auf robuste Umfelderfassung

Off-Road-Fahrzeuge spielen eine wichtige Rolle für Infrastruktur, Landwirtschaft und Verteidigung. Gleichzeitig stellt der Sektor besondere Anforderungen: unstrukturierte Umgebungen, schwierige Witterung, Vegetation und fehlende Karten erschweren autonome Systeme. Driveblocks schließt diese Lücke mit einem anwendungsübergreifenden Autonomy-Stack. Die Software kombiniert Kamera- und Lidar-Daten zu einem Echtzeit-3D-Modell und trifft darauf basierend Fahrentscheidungen. Das Team nutzt KI-intensive und erklärbare Algorithmen für sicherheitskritische Anwendungen.

„Zuverlässige Umfelderfassung, der Einsatz von KI-Funktionen auf Edge-Hardware und der Betrieb von Software in sicherheitskritischen Umgebungen sind die limitierenden Faktoren für Off-Road-Autonomy. Mit dieser Finanzierungsrunde können wir den Übergang von Pilotprojekten zu ersten Serieneinsätzen gestalten. Gemeinsam mit unseren Kunden treiben wir autonome Lösungen für Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen voran“,

erklärt Alexander Wischnewski, CEO und Co-Founder von Driveblocks.

Investoren sehen Potenzial im Markt

Forward One betont die industrielle Relevanz der Technologie. Cailin Greiner, Investment Manager bei Forward One, kommentiert:

„Driveblocks konzentriert sich auf die zentralen Herausforderungen bei Off-Road Autonomy: Umfelderfassung, Edge-Cases und Zertifizierung. Der anwendungsunabhängige Ansatz, trainiert auf Daten aus verschiedensten Umgebungen, liefert hohe Robustheit und ist bereits auf serienreifer Hardware funktionsfähig. Die kommerzielle Relevanz der Technologie wird dadurch bestätigt, dass erste Kunden bereits von der Integrations- in die Serienanwendung gehen.“

„Autonome Fahrzeuge gewinnen bei allen Arten von Off-Road-Anwendungen an Bedeutung. Die skalierbare Softwareplattform von Driveblocks setzt im Gegensatz zu Wettbewerbern auf kartenlose Umgebungserfassung, was flexibleren Einsatz in unstrukturierten Umgebungen und mehr Robustheit bei Nebel, Regen und anderen schwierigen Witterungsverhältnissen bietet. Dieser technologische USP macht Driveblocks für uns zu einem spannenden Investmentcase im Bereich Physical AI“,

so Monika Steger, Geschäftsführerin von Bayern Kapital.

Das Gründerteam von Driveblocks verbindet Forschung und Anwendung eng miteinander. Bereits während ihrer Promotion an der Technischen Universität München gewann es einen internationalen Forschungswettbewerb für autonome Rennfahrzeuge. Die Fahrzeuge absolvierten realistische Rennszenarien mit Geschwindigkeiten von bis zu 280 km/h auf dem Indianapolis Motor Speedway sowie später in Las Vegas.

„Für die Zukunft legen wir den Fokus noch stärker auf die Industrialisierung unserer Technologie. Mit dem Investment bauen wir unser Industrialisierungs- und Operations-Team aus und investieren weiterhin gezielt in Technologieentwicklung. München wird zunehmend zum Zentrum für Robotik- und Defense-Technologie und wir wollen aktiv dazu beitragen, das Europäische Ökosystem voranzutreiben“,

sagt Stephan Matz, COO und Co-Founder von Driveblocks.

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