Andy Weinzierl (links) und Joko Winterscheidt bei der Vorstellung neuer Sushi-Bike-Modelle.
© Sushi Bikes, Bene Müller

Sushi Bikes gerettet?

Das Fahrrad-Startup Sushi Bikes ist nach einem Insolvenzverfahren verkauft. Eine neu gegründete Gesellschaft der Wealth Collect Holding führt Marke und Geschäft fort.

Sushi Bikes hat nach seinem Insolvenzverfahren einen Käufer gefunden. Mit Wirkung zum 1. Februar 2026 übernimmt die neu gegründete Sushi Bikes GmbH das operative Geschäft des Münchner Startups. Die Gesellschaft gehört zur Wealth Collect Holding.

Für Sushi Bikes bedeutet der Verkauf die Fortführung des Geschäftsbetriebs unter neuer Eigentümerstruktur. Nach Angaben des Insolvenzverwalters wurde in den vergangenen drei Monaten im laufenden Verfahren weiter produziert und verkauft.

Fortführung des Betriebs

Björn Hellfeld, Insolvenzverwalter der Sushi Mobility GmbH, sagt:

„Es ist uns gelungen, innerhalb kürzester Zeit eine Lösung zu erarbeiten, die die Arbeitsplätze sichert und die Fortführung der Marke Sushi Bikes unter neuer Trägerschaft ermöglicht.“

Andreas Weinzierl gründete Sushi Bikes 2019 in München. Das Startup entwickelt und vertreibt E-Bikes für den urbanen Raum. Nach eigenen Angaben verkaufte das Unternehmen bislang mehr als 40.000 Räder und baute sich damit eine relevante Marktposition im Direktvertrieb auf.

Zuletzt geriet das Münchner Startup unter Druck. Das Unternehmen nennt gestiegene Produktions- und Finanzierungskosten sowie eine zurückhaltende Konsumentenstimmung als Gründe. Trotz Gesprächen mit Bestands- und NeuinvestorInnen kam keine weitere Finanzierung zustande. In der Folge stellte Sushi Bikes den Insolvenzantrag.

Mit dem Verkauf bleibt eine bekannte Marke des Münchner Startup-Ökosystems am Markt. Zum Kaufpreis und zu den finanziellen Konditionen äußern sich die Beteiligten nicht. Ebenso bleibt offen, ob und in welchem Umfang das bestehende Team übernommen wird und welche operativen Anpassungen geplant sind.

Neue Eigentümerstruktur ab Februar 2026

Für Sushi Bikes bedeutet das künftig eine Einbindung in eine Unternehmensgruppe mit Beteiligungen in verschiedenen Geschäftsmodellen.

Andreas Weinzierl, Gründer und Geschäftsführer von Sushi Bikes, sagt:

„Echte Substanz zeigt sich nicht in der ersten Erfolgswelle, sondern darin, wie man aus einem Tal wieder herauskommt.“

Die vergangenen Monate hätten das Unternehmen geprägt. Sushi Bikes wolle nun auf einer stabileren finanziellen Grundlage weiterarbeiten und die Marke langfristig entwickeln.

Mit der Übernahme endet das Insolvenzverfahren für das Münchner Startup, da das Unternehmen unter neuer Eigentümerstruktur fortgeführt wird.

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