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Finanzspritze für Leon Nanodrugs 

Das Biotech-Startup Leon Nanodrugs schließt eine überzeichnete Finanzierungsrunde ab. Mit dem Kapital will das Unternehmen seine Systeme zur Herstellung von Lipid-Nanopartikeln international vermarkten und die Produktion moderner Therapien skalierbar machen.

Das Münchner Startup Leon Nanodrugs hat eine überzeichnete Finanzierungsrunde in ungenannter Höhe abgeschlossen. Nach Angaben des Unternehmens beteiligten sich bestehende und neue Investoren.

Mit dem Kapital will Leon Nanodrugs die Markteinführung seiner Nano-Systeme vorantreiben. Zugleich plant das Unternehmen den Übergang von der fortgeschrittenen Entwicklungsphase in die vollständige kommerzielle Nutzung. Darüber hinaus soll der internationale Vertrieb ausgebaut werden, um Pharma- und Biotechnologieunternehmen weltweit zu bedienen. Damit zielt das Biotech-Startup darauf ab, seine Position als Technologieanbieter für die industrielle Herstellung von Lipid-Nanopartikeln auszubauen.

Produktion von Lipid-Nanopartikeln im Fokus

Leon Nanodrugs entwickelt Systeme zur Herstellung von Lipid-Nanopartikeln, kurz LNP. Diese Partikel dienen als Transporthülle für Wirkstoffe. Sie bringen etwa RNA-Moleküle in Zellen und sind damit eine Grundlage für RNA-basierte Medikamente, Krebsimpfstoffe sowie Zell- und Gentherapien.

Solche Therapien entstehen häufig in kleinen Chargen. Gleichzeitig gelten strenge regulatorische Vorgaben. Die Produktion muss reproduzierbar sein und definierte Qualitätsstandards erfüllen. Zudem verlangen viele Entwicklungsprogramme kurze Durchlaufzeiten, auch im späteren kommerziellen Maßstab.

Leon Nanodrugs begegnet diesen Anforderungen mit einer Plattform, die eine einheitliche Herstellung von der frühen Entwicklung bis zur kommerziellen Produktion ermöglichen soll. Nach Unternehmensangaben lässt sich der Herstellungsprozess vom Labor- in den Produktionsmaßstab übertragen, ohne dass er grundlegend angepasst werden muss. Damit will Leon Nanodrugs die skalierbare Produktion von Lipid-Nanopartikeln vorantreiben und die Fertigungskompetenz im Münchner Biotechnologie-Umfeld stärken.

Eigene Mischtechnologie als Kern

Zentrales Element der Plattform ist die firmeneigene FR-JET-Technologie. Dabei handelt es sich um ein spezielles Mischverfahren zur Herstellung von Nanopartikeln. Das Verfahren soll eine robuste Skalierung erlauben und gleichzeitig eine gleichbleibende Produktqualität sichern. Laut Unternehmen reduziert dies das operative Risiko bei der Überführung von Entwicklungsprojekten in die kommerzielle Fertigung.

Christian Nafe, Chief Financial Officer von Leon Nanodrugs, sagt:

„Die Finanzierung gibt uns den nötigen Schwung, um unsere kommerzielle Präsenz auszubauen, unsere Partner weltweit zu unterstützen und die Weiterentwicklung einer Produktionsplattform für die nächste Generation von Therapeutika voranzutreiben.“

Auch von Investorenseite kommt Zustimmung. Frank Mühlenbeck, geschäftsführender Gesellschafter bei LBBW Venture Capital und Vorsitzender des Aufsichtsrats von Leon Nanodrugs, erklärt:

„Mit marktreifen Systemen, einer differenzierten Technologiebasis und einer wachsenden Kundennachfrage ist Leon Nanodrugs unserer Meinung nach gut positioniert, um sich als führendes Unternehmen in der skalierbaren Nanopartikelherstellung zu etablieren.“

Für das Münchner Startup unterstreicht die Beteiligung erfahrener Kapitalgeber den Anspruch, die eigene Technologie in den industriellen Maßstab zu überführen und sich im internationalen Wettbewerb zu positionieren.

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