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Meilenstein in der Behandlung von Lungenerkrankungen? Rnatics erhält 2,7 Millionen Euro

Meilenstein in der Behandlung von Lungenerkrankungen? Rnatics erhält 2,7 Millionen Euro

Stefan Hanns Engelhardt, Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der TU München

Credit: Foto: Andreas Heddergott /TUM

Stefan Hanns Engelhardt, Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der TU München – Credit: Foto: Andreas Heddergott /TUM

Saskia Doll

Saskia Doll

Das Münchner Biotech-Startup Rnatics sichert sich 2,7 Millionen Euro Förderung vom Bund. Die Mittel fließen in die klinische Entwicklung eines inhalativen RNA-Wirkstoffs gegen entzündliche und fibrotische Lungenerkrankungen.

4. März 2026

2 Min. Lesezeit

Rnatics erhält 2,7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Das Spin-off der Technischen Universität München nutzt die Förderung für die klinische Entwicklung des RNA-Wirkstoffs RCS-21. Das Unternehmen treibt damit die Vorbereitung klinischer Studien voran.

RCS-21 ist ein RNA-basierter Wirkstoff, den PatientInnen über einen Inhalator einatmen. In der Lunge trifft der Wirkstoff gezielt auf bestimmte Immunzellen in den Lungenbläschen, sogenannte Makrophagen. RCS-21 hemmt dort das Molekül MicroRNA-21. Dieses Molekül gilt als wichtiger Auslöser für krankhafte Entzündungen und Vernarbungen des Lungengewebes.

„Der weitere Fortschritt in Richtung klinische Studien ist ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung unserer Forschung in eine potenzielle Therapie“,

erklären Stefan Engelhardt, CSO und Mitbegründer von Rnatics, und Christina Beck, Projektleiterin.

Neuer Ansatz gegen Lungenschäden

„Der Ansatz von Rnatics zur Makrophagen-gerichteten RNA-Therapie ist äußerst innovativ, und ich freue mich darauf, dieses Programm strategisch zu unterstützen“,

meint Thomas Thum, Vorstandsmitglied.

Klaus Rabe, CMO und Mitbegründer, betont, dass RCS-21 durch die Bekämpfung der Ursache von entzündlichen und fibrotischen Lungenerkrankungen das Potenzial hat, PatientInnen mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF) und verwandten Erkrankungen, für die es bislang nur begrenzte wirksame Behandlungsmöglichkeiten gibt, neue Hoffnung zu geben. Laut CEO und Mitbegründer Thomas Frischmuth erwartet das Unternehmen in den kommenden Monaten erste klinische Daten, die erste Einblicke in das Potenzial der Therapie geben werden.

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