Leegle Gründungsteam (v.l.n.r.) Sebastian Wagner, Anne Greul, Patrick Tu mit Investor Christian Lindner (2. v.l.)
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Leegle holt Christian Lindner an Bord

Das Münchner Startup Leegle gewinnt Christian Lindner als Angel Investor und Mitglied des Advisory Boards. Das Unternehmen entwickelt eine KI-Plattform für regulatorische Anforderungen und zählt nach eigenen Angaben acht Unternehmenskunden.

Das Münchner Startup Leegle erweitert sein Advisory Board um Christian Lindner. Der frühere Bundesfinanzminister beteiligt sich nach Unternehmensangaben zudem als Angel Investor. Angaben zur Höhe des Investments macht das Startup nicht. Leegle entwickelt eine KI-Plattform, die regulatorische Anforderungen für Unternehmen analysiert und in konkrete Aufgaben übersetzt.

Für Leegle ist der Einstieg prominent besetzt. Für Lindner handelt es sich laut Unternehmen um eine der ersten Startup-Beteiligungen nach seinem Ausscheiden aus dem Amt.

Mitgründerin und CEO Anne Greul sagt:

„Christian Lindner weiß aus erster Hand, wie Regulierung die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beeinflusst. Seine Erfahrung und Perspektive machen ihn zu einem wichtigen Mitglied unseres Advisory Boards.“

Zum Gremium gehören laut Leegle bereits Peter Mertens, früherer CTO von Audi, sowie Leon Szeli, Investor und CEO des von Meta übernommenen Startups Presize.

RegTech-Plattform für Unternehmen

Die Plattform will Unternehmen dabei helfen, gesetzliche Vorgaben schneller zu erfassen und umzusetzen. Nach Angaben des Münchner Startups prüft die Software für einzelne Produkte automatisiert, welche Gesetze gelten, leitet Anforderungen daraus ab und verweist auf die jeweilige Rechtsgrundlage.

Darüber hinaus überwacht Leegle laut Unternehmen täglich mehr als 200.000 Regelwerke sowie WTO-Handelshinweise aus über 160 Ländern. Ziel ist es, regulatorische Änderungen frühzeitig zu erkennen und betroffene Unternehmen schneller handlungsfähig zu machen.

Christian Lindner kommentiert seinen Einstieg:

„Unternehmen brauchen bessere Tools, um mit regulatorischer Komplexität umzugehen. Genau dafür bietet Leegle eine Lösung.“

Leegle grenzt sich dabei von allgemeinen KI-Anwendungen wiefolgt ab: Nach eigener Darstellung fasst die Plattform Rechtstexte nicht nur zusammen, sondern arbeitet entlang juristischer Methodik und übersetzt Vorgaben in operative Prozesse.

Acht Kunden, Expansion geplant

Nach eigenen Angaben nutzen derzeit acht Unternehmenskunden die Plattform, darunter Sennheiser, OBI und Coherent. Diese Unternehmen vertreiben Produkte innerhalb und außerhalb der Europäischen Union und müssen unterschiedliche Vorgaben zu Kennzeichnung, Materialien und Sicherheit erfüllen.

Als weiteres Beispiel nennt Leegle das Unternehmen Reer. Dort habe die Plattform geholfen, regulatorisches Wissen im Unternehmen zu sichern.

Aktuell deckt Leegle nach eigenen Angaben Rechtsräume der Europäischen Union, nationale Regelwerke sowie die Schweiz ab. In den kommenden Monaten will das Münchner Startup seine Plattform auf den amerikanischen und asiatischen Rechtsraum ausweiten.

Anne Greul, Patrick Tu und Sebastian Wagner bilden das Gründungsteam. CEO Greul arbeitete mehrere Jahre bei Audi und baute anschließend im Silicon Valley einen Investmentfonds auf. Tu und Wagner sammelten unter anderem am Münchner Institut AppliedAI Initiative Erfahrung im Bereich Data Science, bevor sie zunächst gemeinsam Moonblock ins Leben riefen.

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