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Fresenius investiert in Münchner Healthtech-Startup Avelios Medical

Fresenius investiert in Münchner Healthtech-Startup Avelios Medical

Credit: Foto: Avelios / Fresenius

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Bernd Heppel

Bernd Heppel

Fresenius steigt bei Avelios Medical ein und erweitert damit die im Februar gestartete Technologiepartnerschaft zwischen dem Münchner Healthtech-Startup und SAP. Ziel ist der Aufbau eines offenen, interoperablen und KI-nativen digitalen Gesundheitsökosystems für Europa. Kernplattform ist das Avelios-Krankenhausinformationssystem.

12. Mai 2026

3 Min. Lesezeit

Mit dem weltweit tätigen, therapiefokussierten Gesundheitsunternehmen und Europas
größtem privaten Krankenhausbetreiber Fresenius investiert ein weiteres Unternehmen in Avelios Medical und damit in den Aufbau eines offenen, interoperablen und KI-nativen digitalen Gesundheitsökosystems für Europa.

Avelios erhält hierbei nicht nur Kapital, sondern auch Zugang zu klinischer Versorgungspraxis aus einem der größten privaten Krankenhausnetzwerke Europas. In rund 140 Kliniken und ambulanten Einrichtungen versorgt Fresenius Helios nach Unternehmensangaben jährlich rund 27 Millionen Menschen.

Fresenius bringt Klinikprozesse in die Avelios-Plattform ein

Fresenius soll reale klinische Anforderungen und bewährte Prozesse aus unterschiedlichen Kliniken in die Weiterentwicklung der Avelios-Lösung einbringen. Damit rückt die Skalierung des Krankenhausinformationssystems (KIS) stärker in Richtung Versorgungspraxis. Nicht nur Technologie, sondern standardisierte Abläufe aus dem Klinikalltag sollen die Plattform prägen.

SAP hatte bereits im Februar 2026 strategisch in Avelios investiert. Das cloud-native KIS soll auf der SAP Business Technology Platform betrieben werden und KI, Datenmanagement sowie Integration in SAP-Systeme unterstützen.

Strategische Partnerschaft für KI-native Krankenhaus-IT in Europa

„Wir führen zusammen, was Deutschland und Europa im Gesundheitswesen brauchen: medizinische
Exzellenz, technologische Stärke und den souveränen Einsatz von Digitalisierung und KI. Mit unserer Beteiligung an Avelios Medical gehen wir einen weiteren Schritt beim Aufbau eines digitalen Gesundheitsökosystems – interoperabel, verlässlich und KI-fähig“,

sagt Chief Operating Officer von Fresenius Helios Christian Pawlu. Und Christian Albrecht, Co-Founder und CEO von Avelios, führt aus:

„Mit SAP und Fresenius holen wir führende technologische und klinische Exzellenz an den Tisch – und gehen damit einen entscheidenden Schritt hin zu einem offenen Ökosystem für die Gesundheitswirtschaft. Die Partnerschaft validiert unseren Ansatz, unser Produkt und unser Team.“

Warum das KI-native KIS strategisch wichtig ist

Krankenhausinformationssysteme gelten als zentrale Infrastruktur für digitale Versorgung. Avelios setzt dabei auf ein strukturiertes Datenmodell, offene Standards und Interoperabilität. All das sind Voraussetzungen, um KI-Anwendungen im Klinikbetrieb verlässlich einzusetzen.

Fresenius beschreibt die Beteiligung als Baustein eines digitalen Gesundheitsökosystems; Avelios entwickle ein modulares KIS, das klinische und administrative Prozesse digitalisiere und souveräne Datennutzung ermöglichen soll.

Wer ist eigentlich Avelios Medical?

Avelios Medical wurde 2020 in München von Christian Albrecht, Nicolas Jacob und Dr. Sebastian Krammer gegründet. Die Idee entstand aus einem KI-Forschungsprojekt an der LMU München. Heute positioniert sich das Unternehmen als Anbieter eines modularen, datengetriebenen Krankenhausinformationssystems.

Für das Münchner Startup-Ökosystem ist der Deal relevant, weil Avelios mit SAP und Fresenius zwei Schwergewichte aus Software und Versorgung an seine Plattform bindet. Das Startup bleibt nach eigenen Angaben unabhängig, gründergeführt und industrieoffen positioniert.

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