Ororatech darf sich in diesem Jahr über den mit 10.000 Euro dotierten TUM Presidential Entrepreneurship Award freuen. Die Entwicklung eines Satellitensystems, mit dem Waldbrände entdeckt werden können, überzeugte die Jury. Der Preis würdigt Ausgründungen mit wissenschaftlicher Grundlage, hohem Wachstumspotenzial und ersten Finanzierungserfolgen.
Die Auszeichnung fällt in ein Rekordjahr für das Gründungsökosystem der Technischen Universität München: Forschende, Studierende und AbsolventInnen gründeten 2025 insgesamt 115 Startups – so viele wie noch nie innerhalb eines Jahres. Zudem verzeichnete die TUM rund 500 Erstberatungen für Gründungsvorhaben und bundesweit die meisten bewilligten EXIST-Gründungsstipendien.
Ororatech erkennt Waldbrände aus dem All
Mit dem fortschreitenden Klimawandel steigt weltweit die Zahl der Waldbrände. Ororatech setzt deshalb auf ein eigenes Satellitensystem, das Brände besonders früh registriert. Das Startup betreibt inzwischen 19 Kleinsatelliten mit Infrarotkameras. Im Vergleich zu herkömmlichen Wettersatelliten liefern sie eine deutlich höhere Auflösung und beobachten jeden Punkt der Erde mehrmals täglich. Dadurch erkennt das System bereits Brände ab der Größe eines Autos. Zivilschutzbehörden, Forstunternehmen und weitere Kunden erhalten innerhalb kürzester Zeit präzise Warnungen und können schneller reagieren.
Das 2018 gegründete Unternehmen ist inzwischen international aktiv und betreibt auch einen Standort in den USA. Drei der vier GründerInnen lernten sich während ihres Studiums der Elektrotechnik beziehungsweise Informatik an der TUM kennen. Die technologische Grundlage entstand in einer studentischen Forschungsgruppe für Nanosatelliten. Unterstützung erhielt das Team unter anderem von den Lehrstühlen für Raumfahrttechnik sowie Messsystem- und Sensortechnik, der TUM Gründungsberatung und dem UnternehmerTUM-Programm Manage and More.
Ins Finale schafften es neben Ororatech zwei weitere bekannte Namen aus dem Münchner Ökosystem. Deepdrive entwickelt einen Doppelrotor-Elektromotor, der Elektroautos effizienter und kostengünstiger machen soll. Lio automatisiert mit KI-Agenten den gesamten Beschaffungsprozess in Unternehmen – von der Lieferantensuche bis zur Rechnungsstellung. Beide Startups entstanden ebenfalls im Umfeld der TUM und erhielten Unterstützung durch Programme von UnternehmerTUM beziehungsweise den TUM Venture Labs.




