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Pieris Pharmaceuticals zieht Milliarden-Deal an Land

Gute Nachrichten aus Freising: Die Biotechnologie-Firma Pieris Pharmaceuticals GmbH — eine Ausgründung der TU München aus dem Jahre 2001 — konnte einen Milliardendeal mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca abschließen. Als Vorabzahlung erhält das im Freisinger IZB beheimatete Unternehmen rund 58 Mio. US-Dollar. Durch weitere potentiell eintretende Meilensteinzahlungen kann sich diese Summe auf über 2 Milliarden US-Dollar hochschrauben.

Bis es soweit ist, wollen die neuen Partner die Anticalin-Plattform von Pieris auf ihre Eignung überprüfen, um damit inhalierbare Wirkstoffe für eine Reihe von Indikationen zu entwickeln. Teil der Abmachung ist Pieris’ präklinischer Leitwirkstoffkandiat PRS-060 gegen Asthma, ein Anticalin gegen den Interleukin-4-Rezeptor alpha. 2017 soll ein Phase I-Test beginnen, zudem werden 4 weitere Anticaline ebenfalls in dem Bereich der Lungenerkrankungen untersucht. Anticaline sind antikörperähnliche, aber viel kleinere Eiweißmoleküle mit spezifischen Bindungseigenschaften.

Potenzial gemeinsam maximieren

Laut Stephen Yoder, Präsident und CEO von Pieris, beschleunige die Partnerschaft mit AstraZeneca die Umwandlung von Pieris in ein voll integriertes Unternehmen der Arzneimittelentwicklung mit zwei Hauptfeldern in der Immuntherapie: Atemwegserkrankungen und Immunonkologie:

„Wir erkennen AstraZenecas unvergleichliches Fachwissen in der Entwicklung inhalierbarer Medikamente an. Es wird dabei helfen, das Potenzial von PRS-060 und anderen Anticalin-Molekülen zu maximieren.“

Pieris hatte zuletzt Anfang des Jahres mit einer strategischen Partnerschaft mit dem größten französischen Pharmakonzern, SERVIER, aufhorchen lassen. Die Firma verfügt daneben über langjährige Kooperationen mit u.a. den Pharmafirmen Sanofi sowie Daiichi Sankyo. Durch einen reverse-merger mit einem US-Unternehmen gelangte Pieris im Jahr 2015 zu einer US-Börsennotierung, die schließlich in ein NASDAQ-Listing umgewandelt werden konnte. Zu diesem Zwecke liegt der nominelle Hauptsitz der Firma in Boston, USA. Die größere F&E-Niederlassung ist mit derzeit über 40 Angestellten weiterhin in Freising bei München aktiv.

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