© Ridetronic

Pimp my bike! 7 Fragen an… Ridetronic

E-Bikes sind komfortabel, keine Frage. Doch viele Modelle kommen etwas klobig daher, das Design lässt an der ein oder anderen Stelle zu wünschen übrig. Und von günstig kann wohl eher nicht die Rede sein. Dazu kommt das Gewicht: Wer schon mal so einen elektrisch betriebenen Drahtesel drei Stockwerke hochgetragen hat, kennt die Problematik. Die Jungs von Ridetronic haben sich deswegen eine Lösung überlegt, die sowohl ästhetisch als auch praktisch daherkommt. Und auch etwas für den kleinen Geldbeutel ist.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch und Euer Produkt bitte kurz vor!

Wir sind das Startup Ridetronic und unser Motto lautet: „Stylische E-Bikes leicht gemacht!“

Gründer:

  • Tom Janowski, 36, Maschinenbau
  • Paul Klarhöfer, 27, Elektrotechnik
  • Maximilian Gassner, 27, Business Innovation and Management Consulting.
Ridtronic Team

Das Ridetronic Team © Ridetronic

Tom und Paul sind ehemalige Arbeitskollegen und haben mit der Entwicklung unseres Antriebskonzepts gemeinsam begonnen. Max stieß während seiner Zeit am Strascheg Center hinzu und ist seitdem für die Geschäftsentwicklung verantwortlich.

Mit dem elektrischen Nachrüstsatz von Ridetronic lässt sich jedes beliebige Fahrrad einfach und schnell in ein leichtes und vollwertiges E-Bike verwandeln. Dabei bleibt das klassische Design des Fahrrads nach der Umrüstung vollständig erhalten. Gut versteckt und optimal integriert, befinden sich Akku und Antrieb in der Vorder- bzw. Hinterradnabe. Dank der kompakten Bauweise besitzt der Nachrüstsatz ein Gesamtgewicht von gerade einmal 3,6 kg und ermöglicht E-Bike-Modelle von unter 12 kg, ohne dabei teure Leichtbauteile verwenden zu müssen.

Die Umrüstung ist ganz einfach. Die alten Laufräder des Fahrrades werden demontiert, ein Stromkabel am Rahmen angebracht und anschließend der neue Laufradsatz von uns eingebaut. Für eine smarte Antriebssteuerung haben wir eine eigene App entwickelt, mit der sämtliche relevante Daten wie Akkustand, verbleibende Reichweite und Geschwindigkeit via Smartphone abgerufen und beliebige Fahrmodi eingestellt werden können. Die elektrische Unterstützung lässt sich so optimal auf die Bedürfnisse des Nutzers anpassen.

Pimp my ride! Kein Neukauf notwendig

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Natürlich sind E-Bikes und andere Nachrüstsätze bereits auf dem Markt. Die meisten haben allerdings klobige und schlecht integrierte Antriebskomponenten. Viele E-Bikes wiegen weit über 25 kg und haben den Akku auf dem Gepäckträger oder an der Rahmenstange, sodass mit dem eigentlichen Fahrraddesign komplett gebrochen wird. Leichte E-Bikes (< 15 kg) haben zudem einen Verkaufspreis von weit über 3.500 €. Mit unserem Antrieb werden die Antriebskomponenten perfekt in das Fahrrad integriert. Und das bei minimalem Zusatzgewicht. So hat der Kunde die Möglichkeit, sein liebgewonnenes Fahrrad zu einem stylischen und leichten E-Bike zu verwandeln, ohne sich dabei ein neues Fahrrad kaufen zu müssen.

3. Was war Euch bisher die größte Herausforderung?

Die Bewilligung des EXIST-Gründerstipendiums.

Ridetronic Akkutechnologie

So sieht sie aus, die Ridetronic Akkutechnologie. © Ridetronic

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Wir sind noch in der Prototypenentwicklung und können daher leider noch keine konkreten Zahlen nennen.

Radlfreundliches München

5. Was bedeutet München für Euch?

München ist für uns ein entscheidender Standort. Zum einen sind wir alle drei aus der Stadt bzw. dem nahen Umland und bestens vernetzt und verwurzelt. Mit dem Strascheg Center und der Hochschule München haben wir hier zudem zwei wichtige strategische Partner für unser Vorhaben gewinnen können. Darüber hinaus haben wir die Münchener als neugierige, innovationsfreudige und vor allem radlbegeisterte Menschen kennengelernt. Alles wichtige Faktoren, um unser Produkt erfolgreich in den Markt bringen zu können.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Wir werden im EXIST-Zeitraum Vollgas geben, um Euch das bestmögliche Radlfeeling bieten zu können. Dank unseres einmaligen Produkts und unserem Team werden wir die Fahrräder von morgen umgestalten.

7. Bayern oder ’60?

Definitiv: 1860!!!

Florian Deglmann

Der Exil-Nürnberger erforscht seit Dezember 2014 als Redakteur die Münchner Startup-Szene und freut sich immer über neue interessante Storys aus der Gründerszene.

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