Die Windeln.de-Gründer Alexander Brand und Konstantin Urban (v.l.), Foto: Windeln.de

Windeln.de spart weiter und streicht Stellen

Das Münchner E-Commerce-Unternehmen windeln.de will den Break-Even bis Anfang nächsten Jahres  erreichen — und setzt dafür weiter auf Entlassungen und Einsparungen.

Voraussichtlich werden 137 Angestellte windeln.de dieses Jahr verlassen. Das entspricht einer Streichung von mehr als einem Drittel aller Stellen. So möchte windeln.de vier bis fünf Millionen Euro bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten einsparen. Durch eine Optimierung des Sortiments sollen außerdem die Margen gesteigert werden. Als Ziel gibt das Unternehmen aus, bis Anfang 2019 die Gewinnzone zu erreichen.

Windeln.de befindet sich schon länger im Umstrukturierungsmodus: 2016 fielen bereits 100 Stellen weg. Im vergangenen Jahr verkündete das Unternehmen, dass der Amazon-Manager Matthias Peuckert  die Gründer und Co-CEOs Konstantin Urban und Alexander Brand an der Firmenspitze ablösen wird.

Verluste bei steigenden Umsätzen

Der Onlineshop für Kinderbedarf ist in den vergangenen Jahren international stark expandiert. Nun plant das Unternehmen, seine Aktivitäten stärker auf den deutschsprachigen Raum, Spanien, Portugal, Frankreich und China zu fokussieren. In diesem Zug prüft windeln.de einen Verkauf von Feedo, das in Tschechien, der Slowakei und Polen präsent ist. Der italienische Ableger inklusive Büros und Lager soll geschlossen werden.

Für 2017 weist das Unternehmen vorläufig ein bereinigtes EBIT von minus 26 bis minus 24 Millionen Euro aus. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 8 bis 10 Prozent auf 211 bis 213 Millionen Euro.

Simon Tischer

Seit Dezember 2015 schreibt Simon Tischer für Munich Startup. Vorzugsweise berichtet er über Studien, Hintergründe und von Veranstaltungen. Er studierte Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

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