Europäisches Risikokapital konzentriert sich auf weniger Deals

Europäisches Risikokapital konzentriert sich auf weniger Deals

Immer weniger Startups in Europa erhalten Risikokapital. Gleichzeitig wächst die Summe pro Deal rasant. International profitieren besonders die Fintechs.

Im zweiten Quartal dieses Jahres gingen in Europa bei 631 VC-Deals 5,6 Milliarden US-Dollar über den Tisch. Damit setzt sich bei der Zahl der Deals ein Abwärtstrend fort, der bereits seit über einem Jahr anhält. Im ersten Quartal 2017 wurde noch rund doppelt so häufig in europäische Startups investiert, so das Ergebnis der aktuellen Ausgabe der regelmäßigen Marktanalyse „Venture Pulse“ der Unternehmensberatung KPMG. Der Rückgang der Dealzahl bedeutet dabei jedoch keineswegs eine Krise des Risikokapitals in Europa. Im Gegenteil: Das investierte Gesamtvolumen hat sich auf einem hohen Niveau eingependelt und ist seit einem Jahr etwa konstant.

Späte Startups profitieren

Das hohe Dealvolumen in Europa verteilt sich damit auf weniger Einzeldeals und die Geldsumme, die durchschnittlich pro Investment fließt, steigt. Angel- und Seed-Investments konnten im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um volle 50% zulegen, von 800.000 Dollar auf 1,2 Millionen Dollar pro Deal. Noch größer fällt die Steigerung bei späteren Investmentrunden aus: Early-Stage-Startups erhielten je Finanzierungsrunde im ersten Quartal noch 2,2 Millionen Dollar. Diese Summe hat sich auf 4,9 Millionen Dollar mehr als verdoppelt. Auch die Later-Stage-Investments legen eine imposante Steigerung von 5,2 auf 9,1 Millionen US-Dollar pro Deal hin.

Rasant steigendes VC-Aufkommen in Fintechs

In globaler Hinsicht konnte besonders die Finanzbranche von wachsenden VC-Summen profitieren. Das weltweit in Fintechs investierte Risikokapital betrug im ersten Halbjahr 57,9 Milliarden Dollar und übertrifft damit bereits die 38,1 Milliarden Dollar aus dem gesamten Jahr 2017. Insgesamt wurden in der ersten Jahreshälfte weltweit 875 Fintech-Finanzierungen abgeschlossen. KPMG-Partner Sven Korschinowski sagt:

„Nicht nur die Höhe der gesamten Investitionen ist beeindruckend, sondern auch die wachsende geografische und thematische Bandbreite. So tauchten im ersten Halbjahr beispielsweise Brasilien, Südkorea und Japan auf der Landkarte mit bedeutenden Fintech-Deals auf.“

Auf technologischer Ebene sei das Interesse von Investoren an Fintechs gestiegen, die sich Themen wie Künstlicher Intelligenz oder robotergestützter Prozessautomatisierung widmen.

Die gesamte Studie steht online zur Verfügung.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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