Die meisten Gründer wollen nicht in „Die Höhle der Löwen“

Die meisten Gründer wollen nicht in „Die Höhle der Löwen“

Alles nur Show? Zwei Drittel der vom Digitalverband Bitkom befragten Gründer möchten nicht in die Startup-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Die Mehrheit erwartet keinen Mehrwert der TV-Show für das eigene Business.

Morgen startet auf Vox eine neue Staffel der Startup-Sendung „Die Höhle der Löwen“.  In 12 Folgen pitchen nun wieder jeden Dienstag Gründer vor den Investoren Judith Williams, Frank Thelen, Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl und  Georg Kofler um ein Investment. Doch so verlockend die Mischung aus öffentlicher Werbung fürs eigene Produkt und die Chance auf einen prominenten Investor auch klingt — die meisten deutschen Gründer verzichten gerne auf einen Auftritt. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Untersuchung des Digitalverbands Bitkom.

Insgesamt hat Bitkom 300 deutsche Startups zu Gründershows im Fernsehen befragt. Zwei von drei (65 Prozent) würden auf keinen Fall an einer solchen Sendung teilnehmen. Nur gut jeder Vierte (28 Prozent) kann sich eine Teilnahme vorstellen. Jenny Boldt, Startup-Expertin bei Bitkom, ist Gründershows gegnüber dennoch positiv gestimmt:

„Die Startup-Sendungen auf verschiedenen Sendern haben das Thema Gründungen und Gründer einem Millionen-Publikum nähergebracht. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, um Startups in der Breite der Bevölkerung bekannt zu machen und tragen Gründergeist in die Gesellschaft.“

Ein Drittel fürchtet Imageschaden

Die überwiegende Mehrheit von 57 Prozent der Befragten erwartet keinen Mehrwert für ihr Startup durch eine Teilnahme an der Sendung. Rund jeder Zweite (48 Prozent) kritisiert die unattraktiven Konditionen der im Fernsehen angebotenen Investment-Deals. 40 Prozent meinen, dass sie auch vom fachlichen Feedback der „Löwen“ nicht profitieren würden. Für jeden Dritten (33 Prozent) erscheint der Aufwand für eine Teilnahme zu hoch. Ebenfalls jeder Dritte befürchtet sogar, dass die Teilnahme an einer solchen Show dem Image des eigenen Startups schaden könnte.  Jenny Boldt  von Bitkom meint, dass es sehr vom einzelnen Gründer und dessen  Produkt oder Dienstleistung abhängt, ob sich ein Auftritt lohnt:

„Wer auf den Massenmarkt strebt, kommt da sicher zu einem anderen Ergebnis als ein Startup, das eine Nische besetzt oder sich primär an ausgewählte Unternehmenskunden richtet.“

Diejenigen Startups, die sich vorstellen können, bei einer TV-Show aufzutreten, setzen vor allem auf eine steigende Bekanntheit ihres Unternehmens (98 Prozent), neue Kunden (78 Prozent) und Investoren (59 Prozent). Jeder Dritte würde gerne die Beratung der Jury oder der Mentoren mitnehmen und rund jeder vierte Befragte (29 Prozent) sagt, ein Fernsehauftritt würde ihm oder ihr einfach Spaß machen.

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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