Blockchain-Anwendungen fürs Gesundheitswesen gesucht

Das Bundesgesundheitsministerium sucht praktische Anwendungen der Blockchain im Gesundheitswesen — und bietet 30.000 Euro für die besten Einsendungen. Bewerbungen sind bis 10. Dezember möglich.

Mitmachen können Teams, Einzelpersonen, Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Startups und Unternehmen. Gesucht werden Lösungen für Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen, zum Beispiel in den Bereichen medizinische Register, Organ- und Gewebespenderregister, Einverständniserklärung, Rechte- und Identitätsmanagement. Einsendungen aus anderen Themenbereichen sind aber ebenfalls möglich. Nur Dokumenten-Managementsysteme, wie zum Beispiel elektronische Patientenakten, sind nicht Gegenstand des Wettbewerbs. Es gibt auch keine Vorgaben für das technische Grundgerüst der vorgeschlagenen Blockchain-Anwendung.

30.000 Euro für die besten Ideen

Die eingereichten Ideenkonzepte werden durch ein unabhängiges Gremium von Expertinnen und Experten bewertet. Die Autoren der ausgewählten Konzepte erhalten dann am 27. Februar 2019 die Chance, ihre Idee in einer Zukunftswerkstatt im Bundesgesundheitsministerium in Berlin öffentlich zu präsentieren.

Die maßgeblichen Bewertungskriterien sind Relevanz und Mehrwert sowie Zukunftsfähigkeit, Interoperabilität und (Daten-) Sicherheit. Bei der Bewertung der Konzepte stehen diese Fragestellungen im Fokus:

  • Welche Relevanz hat die vorgeschlagene Anwendung im deutschen Gesundheitswesen? Wie wird das Problem derzeit gelöst? Welche konkreten Verbesserungen bzw. Effizienzsteigerungen ergeben sich im Bereich der Gesundheitsversorgung bzw. der Gesundheitsforschung durch die vorgeschlagene Blockchain-Anwendung?
  • Worin besteht der spezifische Mehrwert des Einsatzes von Blockchain-Technologien gegenüber etablierten technologischen Umsetzungskonzepten?

Neben einer Juryberatung erhalten die Gewinner Geldpreise von 15.000 Euro für die Gewinner, 10.000 Euro für die Zweit- und 5.000 Euro für die Drittplatzierten.

Bewerbungen sind bis 10. Dezember 2018 online möglich.

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