Deutsche Wirtschaft hadert noch mit der Blockchain

Deutsche Wirtschaft hadert noch mit der Blockchain

Fehlende Anwendungsfälle, zu wenige Experten und rechtliche Unsicherheiten: Die deutsche Wirtschaft zögert noch, die Blockchain im eigenen Unternehmen einzusetzen, so eine aktuelle Bitkom-Studie.

Die Untersuchung offenbart nur wenig Begeisterung in der deutschen Wirtschaft für die relativ neue Technologie: Sechs von zehn der gut 1.000 vom IT-Branchenverband befragten Unternehmen haben sich überhaupt noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Gerade einmal jedes achte Unternehmen hält sich selbst für aufgeschlossen. Und immerhin jede elfte Firma steht der Blockchain kritisch oder ablehnend gegenüber. Gerade einmal 2 Prozent der Befragten diskutieren aktuell den Einsatz, 4 Prozent sind in der Planungs- oder Testphase und bei weiteren 2 Prozent laufen bereits Projekte.

Bei den Großunternehmen mit mindestens 500 Beschäftigten sieht das Bild etwas anders aus. Hier hat sich schon mehr als die Hälfte der Befragten mit dem Blockchain-Einsatz befasst: Jedes neunte Unternehmen diskutiert darüber, jedes Vierte ist in der Planungs- oder Testphase und immerhin 17 Prozent geben an, dass bereits Projekte laufen.

Startups sollen Blockchain-Adaption erleichtern

Das größte Hindernis liegt für 88 Prozent in fehlenden Anwendungsfällen. Ebenso viele klagen über mangelndes Fachpersonal und 72 Prozent sehen rechtliche Unsicherheiten als Problem. Auf dem Weg zu einem leichteren Einstieg in die Blockchain empfiehlt Bitkom-Präsident Achim Berg die Zusammenarbeit mit jungen Firmen:

„Unternehmen sollten bei der Blockchain die Zusammenarbeit mit Startups suchen, die bei der Technologie-Entwicklung häufig weit vorne mit dabei sind. Hier sollten gerade auch mittelständische Unternehmen ihre Chancen nutzen.“

Bisher kooperieren dagegen aktuell gerade einmal 8 Prozent der Befragten bei dem Thema mit Startups.

„Token muss dieselbe Funktion haben dürfen wie Papierurkunde“

Damit Deutschland zum Vorreiter bei Blockchain-Anwendungen werden kann fordert Berg, die Technologie in Ausbildung und Studium zu unterrichten. Außerdem brauche es Förderprogramme, von denen auch Startups und Kleinunternehmen profitieren können.

Von Bund, Länder und Kommunen fordert Bitkom die Umsetzung von entsprechenden Pilotprojekten in der öffentlichen Verwaltung, etwa für öffentliche Register. Zusätzlich müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden, so Berg:

„Ein Token muss als digitaler Mechanismus dieselbe Funktion haben dürfen wie eine Papierurkunde.“

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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