Traumjobs für ITler: Interview mit Marc-Oliver Scheele von Jobpushy

Jobpushy will IT-Fachkräften zu ihrem Traumjob verhelfen. Gründer Marc-Oliver Scheele widmet sich mit seinem Projekt dem Matchmaking zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern. Neben ITlern sollen vor allem auch Startups davon profitieren.

Hi Marc-Oliver, erzähl uns doch kurz ein bisschen was über Dich und Deinen Background!

Marc-Oliver Scheele

Marc-Oliver Scheele von Jobpushy.

Seit 45 Jahren bin ich auf diesem Planeten. Die Hälfte dieses Zeitraumes beschäftige ich mich nun schon professionell mit dem Thema Softwareentwicklung. Und davon seit 17 Jahren in München.

Nach dem Studium der Informatik habe ich die Epoche der „New Economy“ genutzt und ein VC-finanziertes Startup gegründet. Nach dem Platzen der Blase ging es kurz in die Festanstellung. Und nun seit über 15 Jahren habe ich meine Passion in der freiberuflichen Softwareentwicklung und IT-Beratung gefunden.

Seit gut zwei Jahren ist eine neue Leidenschaft, mein Startup mit dem Produkt Jobpushy, hinzugekommen.  Ein Service, der den Anspruch hat, für ITler den perfekt passenden Job zu finden. (https://www.jobpushy.de/)

„Freizeit“ in der aktuellen Lebenslage bedeutet für mich insbesondere Aktivitäten mit meinen drei Jungs und meiner Frau zu unternehmen.

Jobpushy setzt auf Bootstrapping

Wie Du schon erwähnt hast, hattest du bereits zuvor ein Startup gegründet. Worum ging es da und was hast Du beim Gründungsprozess lernen können, das Dir heute hilft bzw. schon geholfen hat?

Im Jahr 1999 habe ich mit einem Gründungspartner zusammen die Searchbroker AG gegründet. Wir entwickelten B2B-Suchmaschinen, die Firmen helfen sollten, im (damals neuen) Internet Informationen zu finden. Google war damals noch kein Begriff.

Es war ein typisches Startup, das auf schnelles Wachstum ausgelegt war. Wir wurden mit 4 Millionen D-Mark finanziert, hatten in der Spitze eine Mannschaft von 15 Leuten und haben Vollgas gegeben. Am Ende hat sich unser Produkt leider nicht durchsetzen können. Der Niedergang der New Economy hat uns letztendlich das Genick gebrochen.

Mein persönliches Learning: Nach den Erfahrungen mit den Risikokapitalgebern inklusive dem Druck, extrem schnell wachsen zu müssen, bin ich von diesem Modell nicht mehr überzeugt. Es ist ein alles-oder-nichts-Spiel.

Mit Jobpushy gehe ich die Reise komplett anders an. Kein externes Kapital, minimale Teamgröße und maximale Automatisierung. Das ermöglicht mir, das Unternehmen self-funded aufzubauen und nun mittels Bootstrapping das Geschäft und Produkt im gesunden Tempo auszubauen.

Das Motto bei der Jobvermittlung: Qualität vor Quantität

Was macht nun Jobpushy?

Wir sind ein etwas anderer Marktplatz für die Vermittlung von IT-Jobs. Im Fokus steht bei uns der bzw. die Informatikerin, die aktiv oder passiv nach dem Traumjob Ausschau hält. Die Auswahl an Jobs ist in der Branche zwar groß, aber den wirklich glücklich machenden Job zu finden ist dann doch nicht so einfach.

Der suchende ITler nennt uns seine Wünsche und hinterlässt seine E-mail.  Von uns bekommt er dann adäquate Jobs zugesandt. Unser Motto: Qualität vor Quantität. Um diese im Laufe der Zeit immer weiter zu verbessern, kann der User ganz im Tinder-Style seine Jobvorschläge bewerten. Diese Information fließt dann in seinen zukünftigen Matchingprozess mit ein.

 Wie profitieren Startups davon?

Startups und kleine Firmen mit spannenden IT-Jobs können bei uns kostenlos ihre Stellenanzeigen hinterlegen. Dazu muss uns einfach die URL zur Jobbeschreibung bekannt gemacht werden und unser Crawler übernimmt die Daten automatisch:

Hierzu einfach für das sogenannte Basis-Paket registrieren, welches über folgende Seite erreicht werden kann:  https://www.jobpushy.de/preise/it-stellenangebote-inserieren

Wie sieht das Geschäftsmodell aus?

Für Kandidaten, die einen neuen IT-Job suchen, ist unser Service komplett kostenfrei. Unser Geld verdienen wir mit Firmen-Kunden, die ihre freien IT-Vakanzen schnell, nachvollziehbar und in größerer Anzahl vermitteln lassen möchten. Für diese Kunden bieten wir eine (günstige) Premium-Mitgliedschaft zu pauschal 139 Euro im Monat an.

Der Blick geht nach England und in die USA

 Wie finanziert Ihr Euch? Was sind die Pläne für die nächsten 5 Jahre?

Unsere Philosophie, den Service stark zu automatisieren, ermöglicht uns, die Kosten sehr niedrig zu halten. Hierbei hilft natürlich auch, dass ich selbst maßgeblich die Software für Jobpushy entwickle. So benötigen wir keine hohe Finanzierung und können dennoch unseren Service am Markt sehr kostengünstig anbieten. Das noch benötigte Kapital kommt direkt von mir. Da ich aktuell noch zu 50 Prozent meinen freiberuflichen Tätigkeiten nachgehe, verfüge ich über ein regelmäßiges und notwendiges Einkommen. Zusammenfassend kann man somit konstatieren, dass wir ein self-funded und gebootstrapptes Startup sind, inklusive einer Menge „Sweat Money“.

In 5 Jahren wollen wir im deutschsprachigen Raum als die Marke etabliert sein, die zuverlässig und zielgenau Jobs für IT-Experten vermittelt. Sowohl für Festanstellungen, wie auch für freiberufliche Projekte.  Außerdem werden wir unsere Fühler in England und den USA ausgestreckt haben. Jobpushy ist bereits heute als Marke in den USA eingetragen.

Etwas, das Du noch loswerden willst?

Ich freue mich immer über den Austausch mit anderen Solopreneuren und gebootstrappten Startups. Insofern lade ich jeden gerne ein, mich bei Interesse zu kontaktieren. Gerne über Twitter (https://twitter.com/Jobpushy ) oder über einen unserer dokumentierten Kontaktwege: https://www.jobpushy.de/kontakt 


Weitere Infos zu Jobpushy

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