Studie: Die 100 Top-Entrepreneure Deutschlands
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Studie: Die 100 Top-Entrepreneure Deutschlands

Was zeichnet die 100 Top-Unternehmer Deutschlands aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine aktuelle Studie, initiiert von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin und dem Bundesverband Deutsche Startups e.V. Zwei der durch die Studie gewonnen Erkenntnisse sind dabei wenig überraschend: Top-Entrepreneure sind meist männlich (96%) und verfügen über einen Hochschulabschluss (99%).

Die Werdegänge von insgesamt 100 Top-Entrepreneuren aus Deutschland wurden für die Studie „Entrepreneur-Stars in Deutschland — was zeichnet die Top 100 Unternehmer aus?“ analysiert. Als „Top-Entrepreneur“ wurden dafür die Gründer der erfolgreichsten deutschen Startups gemessen an der Total-Funding-Summe definiert. Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

  • Fintech- (22,5%) und E-Commerce-Gründungen (17,5%) aus Berlin werden von den Top-Entrepreneuren favorisiert.
  • Die Gruppe der Top-Entrepreneure wird von Männern dominiert (96%).
  • Top-Entrepreneure verfügen über ein hohes Maß an Bildung (99% verfügen über einen Hochschulabschluss) und beruflicher Erfahrung.
  • Mehr als die Hälfte der deutschen Top-Entrepreneure besitzt einen Masterabschluss im Bereich der Wirtschaftswissenschaften (53%).
  • Mehr als ein Drittel der Top-100-Entrepreneure Deutschlands verfügt über Erfahrung in einer geschäftsführenden oder leitenden Tätigkeit (37%).
  • Vor der Gründung arbeiteten die Top-Entrepreneure häufig als Consultants oder Banker.
  • Mehr als ein Drittel der Top-Entrepreneure ist Seriengründer.
  • Fast jeder zweite Gründer nahm an einer reichweitestarken Konferenz teil (48%) und vergrößerte sein Netzwerk durch Advisor-Tätigkeiten (29%).

Unternehmerische Ausnahmetalente gesucht!

Prof. Dr. Julian Kawohl, Professor für Strategisches Management an der HTW Berlin und Mit-Initiator der Studie, meint:

„Nachdem wir uns schon in vergangenen Studien mit den Top-Gründern der größten Unicorns beschäftigt haben, bestätigt auch die vorliegende Analyse, dass es sowohl praktischer Erfahrungen als auch eines substanziellen Ausbildungsbackgrounds bedarf, um im digitalen Kontext Spitzenunternehmen zu gründen. Auch und gerade die vielen etablierten Unternehmen in Deutschland sollten sich dies zu Herz nehmen, wenn sie ihre eigenen Innovationseinheiten und Digitalinitiativen betrachten. Letztendlich brauchen auch deutsche Konzerne noch mehr von diesen unternehmerischen Ausnahmetalenten, um auch zukünftig erfolgreich neue Angebote für die Bedürfnisse der Nutzer in digitalisierten Ökosystemen zu schaffen, so wie es Alibaba, Amazon, Apple und Co immer stärker machen.“

Female Entrepreneurhip voranbringen

Und Florian Nöll, Vorsitzender des Startup-Verbandes, führt weiter aus:

„Die Studie bietet einen extrem interessanten Einblick in die deutsche Gründerlandschaft: Es war schon immer ein Bauchgefühl, jetzt ist es bestätigt: Von allen Startups werden nur 15,1 Prozent von Frauen gegründet, aber bei den erfolgreichsten Startups sind es gerade einmal 4 Prozent. So interessant die Profile der Top 100 Entrepreneure sind, so erschreckend ist diese Zahl. Sie ist unser Ansporn, das Thema Female Entrepreneurhip noch höher als ohnehin schon in unserer Arbeit zu priorisieren. Der Mythos, dass die erfolgreichen Gründer*innen direkt aus der Universität herausgründen, ist widerlegt. Die erfolgreichsten deutschen Gründer*innen haben eine ordentliche Portion Berufs- und teilweise auch Gründungserfahrung. Die Zuckerbergs, die die Uni abgebrochen haben um ein Startup zu gründen, sind die absolute Ausnahme. Wenn man der Statistik folgen möchte, dann kann man allen Studierenden nur raten ihr Studium zu beenden, bevor sie ein Startup gründen. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit ein exorbitant erfolgreiches Unternehmen zu gründen verschwindend gering.“


Die vollständige Studie kann hier eingesehen werden

Ein Artikel von

Munich Startup

Munich Startup ist das offizielle Startup Portal für München und die Region, das von der Landeshauptstadt München entwickelt wurde. Mitinitiatoren bzw. Kooperationspartner sind die UnternehmerTUM, das Entrepreneurship Center der LMU, das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) und die IHK für München und Oberbayern. Träger ist die Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrum GmbH (MGH).

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