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Female Founders Monitor 2019: Frauen gründen sozial — und zu wenig!

Wie der zweite Female Founders Monitor zeigt, bleiben Frauen im deutschen Startup-Ökosystem weiter stark unterrepräsentiert. Denn trotz minimalem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (14,6 Prozent in 2018) liegt der Anteil der Gründerinnen weiter nur bei 15,1 Prozent.

Zwar leicht angestiegen, aber im Vergleich immer noch sehr gering: der Anteil von Gründerinnen in Deutschland. Wie der Female Founders Monitor 2019 feststellt, zählt zu den wesentlichen Unterschieden zwischen Gründerinnen und Gründern die Organisation von Familie und Beruf, die Finanzierung von Startups sowie die unternehmerischen Ziele.

In Zusammenarbeit mit Google für Startups veröffentlicht der Bundesverband Deutsche Startups e. V. 2019 bereits den zweiten Female Founders Monitor. Der Monitor versteht sich dabei als zentrale Studie zur Bedeutung von Frauen für Startup-Gründungen in Deutschland und basiert auf einer Untersuchung von 1.547 Startups. Die Studie stellt die Bedeutung von Gründerinnen, ihre Motive und Herausforderungen in den Mittelpunkt, um wichtige Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu setzen.

Die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammengefasst:

  • Frauen sind im deutschen Startup-Ökosystem stark unterrepräsentiert: Der Anteil der Startup-Gründerinnen liegt gegenwärtig in Deutschland bei 15,1 Prozent
  • Zusätzliche Anforderungen im Privaten: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt für Gründerinnen eine große Rolle und äußert sich unter anderem in einer flexiblen Arbeitsorganisation — so verbringen Gründerinnen nur knapp die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Büro.
  • Herausforderungen bei Wachstum und Finanzierung: Nur 7,3 Prozent der von Frauen geführten Startups beschäftigen mehr als zehn Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen. Zudem erhalten sie wesentlich seltener Venture Capital (7,8 Prozent der Frauenteams, 16,8 Prozent der Männerteams) und müssen daher häufiger auf andere Finanzierungsquellen, wie Familie und Freunde, zurückgreifen.
  • Frauen gründen sozial: Fast die Hälfte der Gründerinnen (49,6 Prozent) orientieren ihr Geschäftsmodell an gesellschaftlichen Problemstellungen. Bei den Gründern verfolgen lediglich 36,4 Prozent soziale Zielsetzungen. Dafür dominieren wirtschaftliche Motive: 74,9 Prozent der Gründer verfolgen insbesondere das Ziel, ökonomisch erfolgreich zu sein — bei Gründerinnen sind dies nur 58,4 Prozent.

Hier kann die vollständige Studie eingesehen werden.

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