Health AI Lab Munich brachte Startups und Ärzte zusammen

UnternehmerTUM hat gemeinsam mit dem Klinikum rechts der Isar und dem Health AI Lab Munich über 200 Mediziner, Pflegekräfte, Informatiker, Startups, Investoren und etablierte Unternehmen zum Thema „Digitalisierung im Krankenhaus“ vernetzt.

Bei der „Healthcare Innovation Night“ im TranslaTUM berichteten zwölf Ärzte darüber, wo sie sich bei den täglichen Abläufen digitale Unterstützung wünschen. Startups präsentierten ihre Digital-Health-Lösungen. Ziel der Organisatoren Dr. Dominik Böhler, Dr. Franz Pfister und PD Dr. Dominik Pförringer ist es, durch den interdisziplinären Austausch Tempo in die schleppende Digitalisierung an deutschen Krankenhäusern zu bringen.

Die Digitalisierung bietet für Krankenhäuser großes Potenzial: Krankheiten können früher erkannt, interne Abläufe effizienter organisiert, Gesundheitsausgaben reduziert und die Patienten besser versorgt werden. Künstliche Intelligenz, Robotik, Sensorik, Big Data, additive Fertigung oder Augmented Reality — die Technologien dafür stehen längst bereit.

Startups liefern konkrete Anwendungsfälle

Konkrete Beispiele lieferten auf der „Healthcare Innovation Night“ die Startups: Die Lösungen reichten vom automatisierten Labor für Gewebeproben, über intelligente Algorithmen, die 3D-Kamera-Aufnahmen von Patienten mit motorischen Störungen auswerten bis zu einer cloudbasierten Software, die Krankenschwestern hilft, ihre täglichen Aufgaben besser zu planen, um mehr Zeit für die Patienten zu haben.

„Es gibt bereits zahlreiche Lösungen am Markt. Doch viele Krankenhäuser wissen nichts davon. Wir wollen die verschiedenen Akteure des Gesundheitssystems zusammenbringen, um gemeinsam Innovationen voranzutreiben“,

sagte Dr. med. Franz Pfister. Er ist Unternehmer, Mediziner und Datenwissenschaftler sowie Initiator des Health AI Lab Munich.

„Die Akteure sind nicht ausreichend miteinander vernetzt“

Die Realität an deutschen Krankenhäusern sieht jedoch anders aus: Bürokratie, veraltete Strukturen, fehlende Verantwortlichkeiten und unstrukturierte Daten bremsen die Digitalisierung in den Hospitälern. Studien verdeutlichen die Misere: Beim Digital-Health-Index der Bertelsmann-Stiftung z. B. rangiert Deutschland in der Gruppe der „Schlusslichter“ auf dem vorletzten 16. Platz.

Woran liegt es, dass die Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern so schwer vorankommt?

„Die Akteure sind nicht ausreichend miteinander vernetzt. Es fehlt v. a. der interdisziplinäre Austausch zwischen Ärzten, innovativen Unternehmern und Investoren“,

sagt Dr. Dominik Böhler, Partner in der Abteilung „Entrepreneurship & Tech Education“ bei UnternehmerTUM und verantwortlich für die Initiative „Digital Healthcare Entrepreneurship“.

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