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Twostay und ungenutzte Räume: „Hier schlummert unglaublich viel Potenzial“

Twostay ist eine Plattform, um inspirierende Arbeitsräume für die neue Generation von Digitalnomaden und anderen selbständig Arbeitenden zu finden. Cecilia Chiolerio und Dorothea Haider haben den Marktplatz gegründet. Unsere 7 Fragen an das Founder-Team.  

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor! 

Hallo, wir sind Cecilia und Dorothea und wir sind die Gründer von Twostay.


Cecilia Chiolerio (25) hat bereits bei unterschiedlichen Startups gearbeitet.

Cecilia: Ich bin Italienerin und vor drei Jahren nach Deutschland gezogen, nachdem ich bei verschiedenen Startups in Italien, Spanien, London und Brasilien gearbeitet habe. Seit Langem schon interessiere ich mich für Remote-Arbeit und wie Unternehmen davon profitieren können. Denn ich liebe meine Flexibilität, überall dort zu arbeiten, wo ich will, und die Möglichkeit, mein Geschäft mit nur meinem Laptop in verschiedenen Communities und an unterschiedlichen Standorten auszubauen.

Dorothea: Ich habe drei Jahre lang ein Unternehmen in Chile aufgebaut. Und die letzten fünf Jahre war ich als Startup-Beraterin in München tätig. Meine Leidenschaft ist es, unsere Städte und den Raum, den sie bieten, besser zu nutzen. Gleichzeitig arbeite ich lieber Hands-on, statt „nur“ andere Leute bei ihren Projekten zu beraten. Ich genieße es, die Bedürfnisse der Kunden zu erforschen — und sogar Kaltakquise macht mir Spaß!

Wir beide glauben, dass sich die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändert hat. Wir brauchen keine Büros, tägliches Pendeln und ‚9 to 5‘-Jobs. Vielmehr muss unsere Generation inspirierende Orte in der Stadt entdecken, die wir nach unseren Bedürfnissen auswählen können.

„Hier schlummert unglaublich viel Potenzial“

Dorothea (34) arbeitete vor der Gründung von Twostay als Startup-Beraterin.

Daher haben wir gemeinsam Twostay gegründet. So können Leute in Hotel-Lobbys, Restaurants, Strandbars oder Kunstgalerien ihre Arbeit erledigen und Meetings abhalten. Auf diese Weise nutzen die Locations ihren bislang wenig genutzten Raum — hier schlummert unglaublich viel Potenzial! Egal ob früh am Morgen oder um Mitternacht, in München oder in einer anderen Stadt — wir sind bereits auch in Berlin, Frankfurt, Ulm, Memmingen und Mallorca aktiv. Die meisten Orte sind kostenlos und die Nutzer erhalten Rabatt beim Verzehr. Wer wiederum exklusive Orte wie einen Tagungsraum benötigen, zahlt pro Stunde.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Dorothea: Stimmt! Menschen, die nicht alleine arbeiten wollen, überwinden dieses Problem sehr unterschiedlich. Die einen buchen eine monatliche Mitgliedschaft in einem teuren Coworkingspace, die anderen besuchen Starbucks. Twostay ist jedoch anders! Bei uns abonnieren die Nutzer einmalig kostenlos und haben dann Zugriff auf eine Vielzahl von verschiedenen Orten. Unser Prozess ist so schnell, wie einen Sitzplatz in einem Cafe zu bekommen, aber einfach praktischer und arbeitsfreundlicher.

3. Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

Cecilia: Mit drei Zutaten backst du keinen Kuchen! Aber… Erstens: Wir sprechen mit unseren Nutzern. Vom ersten Tag an haben wir viele Interviews durchgeführt. Daher verstehen wir, was unsere Benutzer brauchen. Wir quetschen sie immer noch aus, wenn wir sie bei der Arbeit an einem der Standorte auf unserer Plattform treffen. — Also ja, wir testen unser eigenes Produkt intensiv und arbeiten an den Standorten, die Twostay anbietet. Zweitens: Wir haben keine Angst, viele Fragen zu stellen. Das hat uns bereits sehr geholfen. Vor allem, wenn man die Hotel- und Gastroindustrie versteht, die wirklich eine eigene Welt ist.

Dorothea: Drittens: Als Team sind wir extrem stark. Gleichzeitig arbeiten wir flexibel. Gemeinsam planen wir unsere nächsten Schritte und führen sie dann durch. Wir bewegen uns in einem Setting, das es uns erlaubt, produktiv und inspiriert zu arbeiten. Aber um Erfolge zu feiern oder wenn es mal hakt, dann treffen wir uns!

Erste Finanzierungsrunde gestartet

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft? 

Dorothea: Es läuft gut! Unsere Plattform ist ein Marktplatz. Daher machen wir unsere KPIs an Standort- und Nutzerzahlen fest. Erstere haben wir in den letzten zwei Wochen um sieben Standorte erweitert — 20 weitere haben wir in der Pipeline. Auf der Anwenderseite richten wir uns an Freelancer, Gründer und jetzt auch an Großunternehmen. Wir sind gerade dabei, unseren Service für Teams und B2B-Kunden aufzubauen. Außerdem haben wir vor kurzem unsere erste Finanzierungsrunde gestartet. Es liegen spannende Zeiten vor uns!

beach38 twostay
Arbeiten im Strandkorb: Das Beach38 ist eine der Locations, auf die Twostay-Nutzer sich einbuchen können.

Mit bayerischem Dialekt zum Erfolg

5. Was bedeutet München für Euch? 

Cecilia: Ich glaube nicht, dass ich Twostay an einem anderen Ort als in München hätte gründen können. Ich liebe diese Stadt! Und das Startup-Netzwerk hier ist so High-Tech-orientiert und einfach super inspirierend!

Dorothea: Ich bin in München aufgewachsen. Und obwohl ich zehn Jahre weg war, kenne ich die Stadt in- und auswendig und weiß, wo ich nach inspirierenden Räumen suchen muss. Es ist einfacher, von der Homebase aus zu starten. Auch lustig: Der bayerische Dialekt öffnet das Herz hiesiger Hotelbesitzer.

6. Wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Dorothea: Definitiv Einhorn! Die Arbeitswelt befindet sich in einem großen Umbruch, und wenige sind sich dieser Tatsache so bewusst wie Twostay. Wir können der größte Anbieter von Arbeitsflächen weltweit werden, ohne selbst einen einzigen Quadratmeter davon zu besitzen. Dadurch sparen wir uns komplett die Gebäudeverwaltung. Wir haben das Potenzial und den Willen zur Skalierung. Wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Wir gehen jedoch überall hin, wo unsere Nutzer sind. Also warum nicht zu einer Epic Fail Night? Es gab so viele lustige Misserfolge, über die wir reden könnten. Aber allein deswegen würden wir nie aufhören. Solange das Geschäft läuft, machen wir weiter. Und es gibt keine Anzeichen dafür, dass das Geschäft zum Erliegen kommt.

7. Biergarten oder Wandern?

Cecilia: Wandern! Mit Hüttenübernachtung am Gipfel. Den Kopf freibekommen, groß denken, neue Ideen kreieren. Und dann: Runter vom Berg und alles umsetzen. So haben wir beide uns auch zum ersten Mal getroffen — mitten in den bayerischen Alpen!

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