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Ajuma: UV-Bodyguard schützt Kinder vor Sonnenbrand

Ajuma: UV-Bodyguard schützt Kinder vor Sonnenbrand

Screenshot https://www.ajuma.eu/

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Sandra Ohse

Sandra Ohse

Sandra Ohse hat bisher als Redakteurin für eine bekannte Computer-Zeitschrift über die neuesten technischen Innovationen berichtet. Nun freut sie sich darauf, in die Welt der Startups einzutauchen, kreative Köpfe kennenzulernen und sie auf ihrem Weg redaktionell zu begleiten.

5. Juli 2019

4 Min. Lesezeit

Ajuma will mit einem smarten Gadget in Schildkrötenform die Sonnenbrandgefahr bei Kindern eindämmen. Das Wearable, das sich an der Kleidung oder dem Sonnenhut befestigen lässt, misst die Sonneneinstrahlung und sendet rechtzeitig eine Warnung ans Smartphone der Eltern. Seit kurzem läuft eine Kickstarter-Kampagne des Startups.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

© Ajuma

Wir sind Annette und Julian, und unser Ziel ist es, Sonnenbrand zu vermeiden! Julian ist promovierter Physiker und Atmosphärenforscher, Annette hat einen MBA und hat lange als Produkt- und Innovationsmanagerin in der Industrie gearbeitet. Annette ist sehr sonnenempfindlich, und als wir eine kleine Tochter bekamen, entstand die Idee, den UV-Bodyguard zu entwickeln.

© Ajuma

Ziel ist es, die gesunde UV-Dosis zu messen, Sonnenbrand zu vermeiden und längerfristig das Hautkrebsrisiko zu reduzieren. Der UV-Bodyguard ist ein Wearable, das zusammen mit einer App die UV-Dosis misst und rechtzeitig warnt, wenn es Zeit ist, aus der Sonne zu gehen.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Einmal-Messung von UV-Index oder UV-Stärke gibt es schon. Allerdings gibt es noch kein Device, das kontinuierlich die UV-Exposition misst und die noch verbleibende Zeit in der Sonne prognostiziert. Unser UV-Bodyguard wurde speziell für Kinder entwickelt und designt, er sieht aus wie eine kleine Schildkröte und wurde nach der Spielzeugrichtlinie getestet, damit er auch schon für die Allerkleinsten sicher ist.

Sonnenbrand verhindern mit Ajuma

Aber warum macht es eigentlich überhaupt Sinn, UV-Exposition zu messen? Gründe dafür gibt es viele: Ohne Schutz können Kinder nur 5-10 Minuten in der Sonne bleiben, mit Sonnencreme Lichtschutzfaktor 30 sollten kleine Kinder maximal 2,5h in die Sonne, mit Lichtschutzfaktor 50 nur etwas mehr als 4h. Diese Zeit in der Sonne lässt sich übrigens auch durch nachcremen nicht verlängern. Selbst bei Bewölkung oder im Schatten bekommt unsere Haut noch bis zu 90% der vorhandenen UV-Strahlung. Sonnenbrand ist die eine Folge – aber auch eine Erhöhung des Hautkrebsrisikos: so erhöhen 3 Sonnenbrände in der Kindheit bereits das Hautkrebsrisiko um das 3-5fache. Und da ist es gut, den Überblick zu behalten und rechtzeitig reagieren zu können, bevor aus viel Sonne zu viel Sonne wird.

3. Was sind die drei Hauptzutaten für Euer Erfolgsrezept?

Wir sind ein gutes Team – und wir können uns richtig ins Detail verbeißen, geben nicht so schnell auf. Und manchmal ist auch eine gute Portion Humor ganz wichtig!

Kickstarter-Kampagne läuft

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Uns gibt es noch gar nicht – aber bald: Am 3.7.2019 haben wir eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter gestartet. Dort stellen wir erstmals ausführlich unseren UV-Bodyguard der Öffentlichkeit vor, und die Leute können unseren UV-Bodyguard vorbestellen (Auslieferung ist zum Frühlingsanfang im März 2020) oder uns mit einer Spende unterstützen.

5. Was bedeutet München für Euch?

Annette ist Münchnerin, wir lieben die Berge und die Seen im Umland von München. Ajuma wurde Anfang des Jahres in den Startup-Incubator des Strascheg Center for Entrepreneurship aufgenommen, worauf wir sehr stolz sind.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Gesundheit und Schutz der Kleinsten, die sich selbst noch nicht schützen können, sind einfach ein wichtiges Thema, für alle von uns. Auch und gerade im Sommer, draußen beim Sport und in den Bergen. Und mit einer dünner werden Ozonschicht wird es immer wichtiger, auf guten Sonnenschutz zu achten. Dieses Bewusstsein wächst in der Gesellschaft, und hier können und wollen wir gerne unterstützen!

7. Wandern oder Biergarten?

Am besten ist natürlich beides in Kombination. Wir sind gerne in der Natur unterwegs, zu Fuß, mit Rad oder mit dem Ruderboot. Früher allein, jetzt mit Kind und Kegel.

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