Die Tangany-Gründer Alexey Utin, Martin Kreitmair und Christopher Zapf (v.l.n.r.)
© Tangany

Tangany: Sichere Blockchain-Depots für Unternehmen

Das Münchner Startup Tangany will Blockchain so einfach nutzbar wie eine Suchmaschine machen. Dafür hat das Startup eine Lösung entwickelt, die große Mengen Kryptowährungen in einem sicheren Offline-Depot empfangen, aufbewahren oder weiter transferieren kann. Diese sichere Blockchain-Geldbörse kann jedes Unternehmen nutzen, das Finanztransaktionen abwickelt. Tangany-Mitgründer Martin Kreitmair im Interview.

1. Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Tangany und bieten eine Custody Blockchain-Infrastruktur für Unternehmen an. Das klingt erstmal sehr technisch, ist aber letztlich ein System, das Unternehmen hilft, mit Blockchain zu arbeiten. Unabhängig davon, ob es eine öffentliche wie Ethereum und Bitcoin oder eine private Blockchain wie Quorum und Co. ist. Ergänzt wird unser Produkt von einer regulatorischen Komponente, um sicherzustellen, dass es in Einklang mit geltendem Recht ist. Damit sind wir am Markt so ziemlich die einzigen Anbieter.

Tangany will Deutschland zum Blockchain-Vorreiter machen

Tangany-Gründer Martin Kreitmair © Tangany

Tangany wurde von uns, Christopher Zapf (32), Alexey Utin (33) und mir, Martin Kreitmair (33), gegründet. Wir arbeiten bereits seit 2011 zusammen und ergänzen uns fachlich perfekt. Im Laufe des Jahres 2017 haben wir den Entschluss gefasst, alte Pfade zu verlassen und uns ins Abenteuer zu stürzen. Vom Background ist Alexey unser Informatiker, während Christopher und ich Wirtschaftsinformatiker sind.

2. Aber das gibt’s doch schon längst!

Eine Custody-Infrastruktur für Blockchain gibt es in dieser Form noch nicht. Im Kern bieten wir programmierbare Blockchain Wallets (also Geldbörsen) an, die zugleich nach höchsten Sicherheitsstandards gesichert und reguliert sind. Das Produkt kann in nahezu jedes System integriert und genutzt werden. Das ist einzigartig.

2020 kommt die deutsche Blockchain-Strategie

3. Was war Eure bisher größte Herausforderung?

Das Thema Blockchain hatte — vor allem 2018 — lange einen faden Beigeschmack bei vielen Personen. Gerade nach dem Höhenflug und rapiden Absturz des Bitcoins war das Thema Blockchain eine Zeit lang negativ konnotiert. In dieser Zeit hatten wir einen schweren Stand, unser Produkt zu erklären und viele Diskussionen waren nicht technisch-fachlich, sondern hatten häufig eine finanzspekulative Richtung. Dies hat sich mittlerweile zum Glück komplett gelegt. Selbst die Politik ist auf das Thema Blockchain aufmerksam geworden und pusht hier ordentlich. Demnächst wird sogar die Blockchain-Strategie unserer Bundesregierung veröffentlicht.

4. Butter bei die Fische: Wie läuft das Geschäft?

Wir haben unser Kernprodukt ‚Wallet as a Service‘ im April 2019 veröffentlicht. Mittlerweile laufen einige Kunden darauf, und wir bekommen sehr gutes Feedback. Das freut uns natürlich, da wir sehr viel Arbeit in die Einfachheit unserer Technologie investiert haben. Wir erwarten für das restliche Jahr ein stabiles weiteres Wachstum und erhoffen uns 2020 eine Beschleunigung. 2020 stehen einige wichtige Ereignisse an, wie eine neue EU-weite Regulierung des Thema Blockchains.

München hat eine eng-verzahnte Blockchain-Szene

5. Was bedeutet München für Euch?

München ist unsere Heimat und wir sehen hier eine wachsende Community im Bereich Blockchain. München ist womöglich nicht so hip wie Berlin, dafür haben wir hier viele starke Wirtschaftsakteure und eine eng-verzahnte Blockchain-Szene. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserem Produkt in München genau richtig beheimatet sind.

6. Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald auf der Epic Fail Night?

Indem Blockchain erfolgreich wird! Wie gesagt, wir sind eine Infrastrukturlösung, die in nahezu jedem Use Case einen Mehrwert bieten kann. Ganz grob gesagt sind wir, was der Browser für Webseiten ist. Sollte Blockchain so weiterwachsen wie in den letzten Jahren, dann sind wir sehr zuversichtlich, was unsere Zukunft anbelangt.

7. Schweinshaxn oder Steckerlfisch? 

Auf jeden Fall Steckerlfisch. 

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