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2. Deutsche Social Entrepreneurship Monitor: Es fehlt an politischer Unterstützung

Der 2. Deutsche Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) zeigt: Für eine nachhaltigere Zukunft zu arbeiten ist der wichtigste Treiber für SozialunternehmerInnen.

Klimawandel, gesellschaftliche Spaltung, Umbrüche der digitalen Transformation oder eine alternde Gesellschaft — die Zukunft bringt große gesellschaftliche Herausforderungen mit sich. Welche Rollen spielen dabei Social Entrepreneurs? Und vor welchen Herausforderungen stehen sie aktuell?

Auf diese und weitere Fragen will der jährlich erscheinende DSEM Antworten geben. In der Studie werden dafür SozialunternehmerInnen nach dem Status ihrer Unternehmung oder Organisation befragt.

Bildung, nachhaltiger Konsum und Gesundheit

Unter den vielfältigen Wirkungsbereichen dominieren Bildung, nachhaltiger Konsum und Gesundheit. Neun von zehn Social Entrepreneurs entwickeln eine deutschlandweite Marktneuheit und zeigen damit die hohe Innovationskraft des Sektors. Fast die Hälfte der GründerInnen sind weiblich.

„Immer mehr Menschen in Deutschland gründen Unternehmen für eine sozial-nachhaltige Zukunft. Im DSEM zeigen wir, was diese Unternehmen so besonders macht und welchen Herausforderungen sie gegenüberstehen“,

sagt Katrin Elsemann, Geschäftsführerin des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V. (SEND).

Um mit ihren Unternehmungen eine größtmögliche Wirkung zu erzielen, werden die Gewinne laut der Studie im Wesentlichen für den Zweck der Organisation reinvestiert und auf ganzheitliche Ansätze geachtet.

Des Weiteren spielt New Work eine große Rolle: Themen, wie transparente Gehälter oder Einbindung der Mitarbeitenden in strategische Entscheidungen, werden von den Teilnehmenden der Studie gelebt.

Größte Hürden für SozialunternehmerInnen

Die größten Hürden für Social Entrepreneurs sind eine schwache Lobby, zu wenig gezielte Anschlussfinanzierung für erfolgreiche Projekte sowie eine schwer nachvollziehbare Vergabe von öffentlichen Finanzmitteln. Das Fehlen einer passenden Rechtsform wird von jedem zweiten Teilnehmer als relevante Hürde eingestuft. Die Unterstützung durch die Politik wird erneut schlecht benotet. Dazu meint Markus Sauerhammer, 1. Vorstand bei SEND:

„Nachdem im Koalitionsvertrag die zunehmende Relevanz von Social Entrepreneurship für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen hervorgehoben und eine bessere Förderung von Seiten der Regierung zugesagt wurde, ist es an der Zeit endlich die Rahmenbedingungen für Sozialunternehmen zu verbessern.”


Studie: 2. Deutsche Social Entrepreneurship Monitor

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