© Shelley Hiam

COVID-19: Veranstalter sagen SXSW ab

Lange haben sich die Veranstalter der SXSW gesträubt, das Tech-Festival wegen des Virus COVID-19 abzusagen. Nun hat die Stadtverwaltung von Austin den Stecker gezogen.

Heute hätte es losgehen sollen in der texanischen Hauptstadt Austin. Zunächst sollten voraussichtlich 13.000 TeilnehmerInnen im Rahmen der SXSW Edu Innovationen im Bildungsbereich diskutieren. Am Freitag hätte dann das Hauptprogramm begonnen: Zigtausende GründerInnen, KünstlerInnen, MusikerInnen, Medienmenschen und Kreative saßen auf gepackten Koffern nach Texas. Darunter auch Münchner Startups wie Sushi Bikes und Innospot. Nun die offizielle Nachricht: Zum ersten Mal seit 34 Jahren wird keine SXSW stattfinden.

In den vergangenen Wochen mussten die Teilnehmer noch zittern, ob das Technik-Festival wie geplant stattfinden kann. Die Veranstalter beharrten auf „The show must go on!“ und beteuerten, die Sicherheit der TeilnehmerInnen sei auch trotz Coronavirus jederzeit gewährleistet.

Petition forderte Absage wegen COVID-19

In der Nacht auf Samstag verkündeten die Veranstalter das Aus für die SXSW 2020:

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Noch am Mittwoch habe die Gesundheitsbehörde der Stadt Austin mitgeteilt, eine Absage der SXSW oder anderer Großveranstaltungen würde nicht nachweisbar zur öffentlichen Sicherheit beitragen.

Zwischenzeitlich wurde diese Empfehlung der veränderten Lage angepasst. Austins Bürgermeister Steve Adler folgte den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde und sagte das Event ab. Ein Vertreter der Behörde sagte, es gebe zwar keinen bestätigten Fall von COVID-19 im Gebiet um Austin, doch die Absage sei ein „proaktiver Schritt, die Gemeinschaft für diesen Sturm vorzubereiten.“

Ein Grund für das Umdenken der Verwaltung könnte in einer Petition von EinwohnerInnen Austins liegen. Mehr als 55.000 Menschen haben gefordert, dass die SXSW nicht stattfinden soll, um die Bevölkerung vor dem Virus zu schützen.

Simon Tischer

Seit Dezember 2015 schreibt Simon Tischer für Munich Startup. Vorzugsweise berichtet er über Studien, Hintergründe und von Veranstaltungen. Er studierte Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

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