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Olmogo: Mehr Kontrolle für Daten in der Cloud

Das Arbeiten mit der Cloud hat vieles erleichtert, besonders das Teilen von Dateien, die zu groß für den Versand per E-Mail sind. Das Münchner Startup Olmogo hat sich nun die Revolution dieses Prozesses auf die Fahnen geschrieben: Anstatt die Zugriffsrechte durch eine Administration zu verwalten, weiß die Datei selbst, wer auf sie zugreifen darf. Im Interview erläutern die Gründer ihre Pläne.

Munich Startup: Wer seid Ihr und was macht Ihr? Stellt Euch bitte kurz vor!

Olmogo: Wir sind Aly Sabri, Mathias Wasserthal und Heiner Hempel. Aly hat Medizin studiert und schon während seines Studiums in Harvard seine erste Software-Firma gegründet. Mathias — auch Wassi genannt — und Heiner sind Diplom-Informatiker und beide Virtuosen auf ihrem Keyboard. Wir alle leben für Datenhoheit in unserer modernen vernetzten Welt und wollen mit unserer Lösung Daten-Fairness und Kontrolle für Unternehmen und Verbraucher bringen.

Munich Startup: Welches Problem löst Euer Startup?

Olmogo: Wenn wir Daten in die Cloud legen oder auch per Mail versenden sind sie vor dem Zugriff Dritter nicht geschützt. Dies ist gerade für Unternehmen oder für Ärzte, Anwälte, etc. ein Problem. Aber auch viele Consumer wollen mehr Kontrolle über ihre Daten. Mit Olmogo kannst du sicher sein, dass deine Daten nur der sieht, der sie auch sehen soll.

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Olmogo: Es gibt viele Lösungen, die Daten verschlüsseln. Schwierig wird es dann, wenn diese Daten Dritten zur Verfügung gestellt werden sollen. Stell dir vor, du hast 10 Ordner in einem Raum für den 5 Personen den Schlüssel haben. Jetzt soll aber Person A auf Ordner 4 keinen Zugriff mehr haben. Wie löst du das? Den Schlüssel wegnehmen, dann verliert A auch den Zugriff auf die anderen Ordner. Oder den Ordner aus dem Raum nehmen, auch nicht ideal.

Die gesamte Business-Logik in der kleinsten Informationseinheit

Genau solch ein Problem kann es bei uns nicht geben, da jedes Mogo (im Beispiel jeder Ordner) selbst weiß, wer Zugriff haben darf. Ein Mogo ist die kleinste Informationseinheit in Olmogo und eine Erfindung von uns. Das Mogo trägt in sich die gesamte Business-Logik und ist somit unabhängig von einer Administration, wie z.B. dem Festlegen von Zugriffsrechten.

Olmogo Team
Das Olmogo-Team: CEO Aly Sabri (oben), CTO Mathias Wasserthal (links) und CPO Heiner Hempel (rechts).

Munich Startup: Was waren bisher Eure drei größten Herausforderungen?

Olmogo: Die erste Herausforderung war ein wirklich nachhaltiges Konzept für Datenhoheit und Datenmanagement zu entwickeln. Die zweite Challenge war, diese komplexe Technik in eine einfach zu bedienende Software zu bringen. Jetzt steht an, Partner davon zu überzeugen, wie einfach Datenschutz und Datenmanagement durch Olmogo werden kann. Denn Olmogo kann für alle Anwendungen als Backend dienen und so den Entwicklungsaufwand deutlich reduzieren.

Munich Startup: Wie laufen die Geschäfte?

Olmogo: 2017 haben wir mit der Entwicklung von Olmogo begonnen und im Januar dieses Jahrs die GmbH gegründet. Wir haben für die kurze Zeit schon viele Pilotprojekte, wie z.B. bei Ärztenetzen, in einer großen Klinik, bei Steuerberatern und auch bei Privatpersonen, die mit unserer Turn-key Lösung Olmogo S3 arbeiten. Insgesamt haben wir schon etwas mehr als 600 User und ein super Feedback von allen Anwendern.

Olmogo übernimmt das komplette Data Management

Munich Startup: Wie schätzt Ihr den Startup-Standort München ein?

Olmogo: Wir finden München einen guten Standort für uns und wollen nun auf Startups zugehen, da wir ein spezielles Partnerprogramm für junge Unternehmen haben: Sie können das Backend von Olmogo kostenfrei in ihre Software einbauen und nutzen, um sich in der Entwicklung ganz auf UI und Business Logik konzentrieren zu können. Das komplexe Data Management übernimmt Olmogo. Kein Stress mit DSGVO und Datensicherheit.

Munich Startup: Coworking oder eigenes Office?

Olmogo: Wir arbeiten alle komplett verteilt und virtuell über beliebige Standorte. Wichtig ist uns, dass wir die Individualität des Einzelnen erlauben — so bekommen wir die besten Mitarbeiter und halten Motivation und Output auf einem hohen Level.

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