„Ich beginne meinen Tag von 0 auf 100“ – so arbeitet Johanna Böllmann von Capmo

Johanna Böllmann arbeitet als Content & Communications Manager bei Capmo, einem Münchner Startup, das die Baubranche digitalisieren möchte. In unserem Interview spricht Johanna über ihre Morgen- und Abendroutinen, ihre Lieblingstools und wie sie sich aus Motivationslöchern rettet.

Munich Startup: Wie ist Deine Morgenroutine?

Johanna Böllmann von Capmo: Ich beginne meinen Tag meist von 0 auf 100 mit einem Workout – am liebsten zusammen mit den Kollegen bei einer Session der Capmo-Yogacrew. Nachdem ich mich im Büro an unserer Müslibar und unserem Obstkorb bedient habe, schnappe ich mir einen Kaffee und plane meinen Arbeitstag. First things in the morning sind für mich: Mails checken, News checken, Zahlen checken. Nach unserem Team-Daily lege ich mit den ersten To-Dos los.

Mails checken, News checken, Zahlen checken

Munich Startup: Was ist Dein liebstes Arbeitstool?

Johanna Böllmann von Capmo: Da ich meine Aufgaben gerne im Blick habe, bin ich ein großer Fan von Asana. Wir nutzen das Tool im Growth-Team für unser Sprint-Planning sowie die Kampagnen- und Content-Planung. Mir gefällt daran einerseits, dass wir den Fortschritt einzelner Aufgaben live nachverfolgen können und andererseits am Ende des Sprints sehen, wie viel wir geschafft haben.

Munich Startup: Welche drei Apps sind unverzichtbar?

Johanna Böllmann, Capmo: Auf Linkedin, Twitter und Whatsapp kann ich nicht verzichten. Die Capmo-App darf natürlich auch nicht fehlen. Linkedin nutze ich vorwiegend zum Networking und zur Inspirationssuche. Für mich ist es sehr inspirierend zu sehen, wie andere Professionals sich zu bestimmten Themen positionieren und welche Kampagnen ins Rollen gebracht werden. Twitter ist mein News-Medium Nummer 1 und eine tolle Möglichkeit, um mit Stakeholder in Kontakt zu kommen. Da ich als Kommunikatorin nicht auf die Kommunikation verzichten kann, führt kein Weg an Whatsapp vorbei.

Raus aus der Bubble!

Munich Startup: Welches Münchner Event ist ein Must?

Johanna Böllmann von Capmo: Neben diversen Meetups für Marketing und PR, bin ich in München vorwiegend auf den Events der Frauen-Netzwerke Global Women in PR (GWPR) NextGen Muc sowie der Global Digital Women (GDW) unterwegs. Während sich die GWPR in erster Linie an Kommunikatorinnen richtet, sind bei der GDW Frauen in digitalen Berufen jeglicher Branchen vertreten. Für mich sind diese Events eine wertvolle Inspirationsquelle und eine geniale Plattform zum Networking sowie zum Erfahrungsaustausch.

Munich Startup: Welches Buch empfiehlst Du anderen KommunikatorInnen?

Johanna Böllmann von Capmo: Ich kann das Buch „Factfulness“ von Hans Rosling empfehlen. Das Buch erinnert daran, dass wir unsere Umwelt durch Medien, Halbwissen und öffentliche Stimmungsbilder häufig falsch wahrnehmen und auf dieser Basis falsche Entscheidungen treffen. Im Hinterkopf zu haben, dass die Welt da draußen vielleicht gar nicht so aussieht, wie sie uns in unserer Bubble vorkommt, und Menschen anders denken als wir, ist für mich eine wichtige Basis für eine erfolgreiche Kommunikation.

Walking-Meeting liefert Kreativitätsboost

Munich Startup: Was ist Deine liebste Meetingform?

Johanna Böllmann von Capmo: Ebenso wie Steve Jobs, Marc Zuckerberg oder Barack Obama bin ich Team #walkingmeeting. Wenn ich auf der Suche nach einer genialen Headline oder einem neuen Thema für eine Presseinfo bin, gehe ich ein paar Schritte und in den meisten Fällen kommt mir recht schnell die zündende Idee. Nachdem wir bei Capmo die ersten Walking-Meetings durchgeführt haben, kann ich bestätigen, dass dieser Kreativitätsboost auch bei Besprechungen funktioniert.

Munich Startup: Was ist Dein größter Stolperstein im Tagesgeschäft?

Johanna Böllmann von Capmo: Ganz klar das Nachmittagstief. Während ich mich sowohl in den frühen Morgenstunden als auch spät am Abend super motivieren kann, fehlt mir nachmittags hin und wieder das nötige Fünkchen Energie zum Durchstarten. Da ich bei Capmo meinen Tag flexibel planen kann, löse ich das Problem, ich dem ich mich entsprechend strukturierte.

Aufgaben, die meine volle Konzentration fordern, erledige ich morgens oder abends. Recherchen, Korrekturen oder den typischen Dingen, die sonst gerne liegen bleiben, widme ich mich nachmittags.

Die Lösung fürs Nachmittagstief

Munich Startup: Was ist Dein Motivationsbooster im Arbeitsalltag?

Johanna Böllmann von Capmo: Wenn meine Motivation eine Pause ankündigen möchte, ziehe ich zwei Joker. Erstens: Ich erinnere mich an unsere Vision. Sich das Ziel und den Sinn der eigenen Arbeit vor Augen zu führen, ist für mich der wohl einfachste und effektivste Motivationsbooster. Mit Capmo möchten wir die Baubranche digitalisieren und so den Arbeitsalltag tausender Bauleiter, Architekten und Bauunternehmer vereinfachen. Bis wir dieses Ziel erreichen, ist noch viel tun — und jeder einzelne von uns gefragt.

Zweitens setze ich auf das Prinzip „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Wie es wahrscheinlich bei vielen PRlerInnen der Fall ist, ist mein Tag bis ins kleinste Detail geplant. Zu wissen, worauf ich mich nach Feierabend freuen kann, pusht mich extrem und hilft mir effektiv zu arbeiten. Winkt mir beim Blick in den Terminkalender eine Belohnung, bin ich motiviert, nochmal ein bisschen mehr Gas zu geben.

Am Abend: Abhaken und Abschiedsritual!

Munich Startup: Womit beschließt Du Deinen Arbeitstag?

Johanna Böllmann von Capmo: Bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, gehe ich nochmal meinen Backlog in Asana durch und verschiebe die erledigten Aufgaben in den Reiter „Done“. Wer wie ich ein Fan vom Abhaken der Kästchen auf der klassischen To-Do-Liste war: Das Gefühl kommt diesem verdammt nahe. Sollten noch Fragen offen sein, versuche ich diese zu klären — ansonsten verfolgen diese mich in den Träumen. Anschließend plane ich in Gedanken den nächsten Vormittag und lege mir die hierfür nötigen Informationen zurecht. Und dann ist auch schon die Zeit für das tägliche Abschiedsritual gekommen: einigermaßen klar Schiff machen, angesammeltes Geschirr wegräumen und den Feierabend einläuten lassen.

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