Die Webmag-Gründer David Maus und Christian Wust (r.).
Foto: Medialab

„Mich motivieren Rückmeldungen von Nutzern und Kunden“ — So arbeitet Webmag-Gründer Christian Wust

In unserer Reihe ‚So arbeitet‘ berichten GründerInnen und MitarbeiterInnen von Startups über ihre liebsten Tools, Routinen und Arbeitsweisen. Diesmal erzählt Christian Wust, Co-Founder des Corporate-Publishing-Startups Webmag, wie er seinen Arbeitstag strukturiert, welche Dinge im Alltag nerven und welches Buch seinen Blick auf die Arbeit von Grund auf verändert hat.

Munich Startup: Wie läuft Deine Morgenroutine ab?

Christian Wust: Ich mache direkt nach dem Aufstehen ein paar Minuten Morgengymnastik, meist einfach Liegestütze, und trinke dann einen Liter Wasser. Danach meditiere ich eine knappe halbe Stunde. Und dann frühstücke ich gemeinsam mit meiner Frau, bevor ich mit der Arbeit starte. Fehlt einer dieser Punkte wird es meist kein guter Tag.

Munich Startup: Was ist Dein liebstes Arbeitstool? 

Christian Wust: Webmag natürlich! Tatsächlich arbeiten wir ziemlich viel mit unserem eigenen Tool. Zum Beispiel können wir im Marketing einfach unsere eigenen Landingpages zusammenschrauben, ohne dafür jedes Mal unseren Webdesigner fragen zu müssen, der an größeren Projekten arbeitet. Das muss bei uns pragmatisch gehen, denn wir haben nur begrenzte Ressourcen, wollen schnell neue Wege ausprobieren und uns nicht in langwierigen Projekten verlieren.

Munich Startup: Welche drei Apps sind unverzichtbar?

Christian Wust: Unverzichtbar sind für mich Trello und Slack. Wir arbeiten über mehrere Städte hinweg, da brauchen wir ein funktionierendes Setup zur virtuellen Zusammenarbeit. In Trello organisieren wir alle unsere Aufgaben und Projekte und teilen projektbezogene Informationen. In Slack kommunizieren wir direkt miteinander, so als würden wir im selben Raum sitzen und miteinander sprechen. Als dritte App verwenden wir im Marketing noch Gist, vor allem für die Kommunikation mit Kunden.

„Ich bin kein großer Fan von Meetings“

Munich Startup: Welches Münchner Event ist ein Must als Gründer?

Christian Wust: Ich kann alle Veranstaltungen der Münchner Plattform Sidepreneur wärmstens empfehlen. Die Meetups richten sich insbesondere an nebenberufliche Gründer, aber das dort behandelte Know-how und das Netzwerk sind für alle Jungunternehmer und Gründer interessant.

Munich Startup: Welches Buch empfiehlst Du?

Christian Wust: Das Buch „Hört auf zu arbeiten“ von Anja Förster und Peter Kreuz hat mich vor ein paar Jahren dazu gebracht, meine Sicht auf das, was ich als Arbeit verstanden habe, grundlegend zu ändern. Ich empfehle es jedem, egal ob Gründer oder Angestellter.

Christian Wust Webmag
Christian Wust (Foto: Webmag)

Munich Startup: Was ist Deine liebste Meetingform?

Christian Wust: Ich bin kein großer Fan von Meetings aber an einigen Stellen machen sie Sinn. Wenn, dann am liebsten persönlich, mit klarer Zielsetzung und mit so wenig Teilnehmern wie möglich. Wichtig ist mir nicht so sehr, wie lang oder kurz ein Meeting ist, sondern dass etwas Brauchbares dabei rauskommt. Stimmt der Nutzen, ist meist auch der Aufwand gerechtfertigt.

Störfaktor Telefon

Munich Startup: Was ist Dein größter Stolperstein im Tagesgeschäft?

Christian Wust: Definitiv: Unerwartete Anrufe. Oft sind das wichtige Gespräche, durch die wichtige Dinge angegangen oder weitergeführt werden. Trotzdem verbrauchen sie viel Energie, weil unstrukturierte Gespräche ohne konkrete Einordnung in den Tagesablauf den Rhythmus durcheinander bringen. Deshalb fühlt es sich nach zig Telefonaten am Ende eines Tages oft so an, als hätte man nichts geschafft, selbst wenn die Gespräche förderlich waren.

Munich Startup: Was ist Dein Motivationsbooster im Arbeitsalltag?

Christian Wust: Mich motivieren Rückmeldungen von Nutzern und Kunden aller Art. Jedes Mal wenn mir jemand signalisiert, dass unsere Plattform einen wirklichen Nutzen bringt, Arbeit abnimmt oder die Ergebnisse Begeisterung hervorrufen, bestärkt mich das in meiner Arbeit. Bei einer Do-It-Yourself-Plattform im B2B-Bereich ist das ein kritischer Punkt: Wenn Menschen ihre kostbare Arbeitszeit darauf verwenden in deinem Tool zu arbeiten, dann weißt du, dass es einen konkreten Nutzen schafft. Das spornt mich an, die Plattform zu optimieren, den Kundennutzen weiter zu erhöhen und noch mehr Menschen und Unternehmen bei der digitalen Kommunikation zu unterstützen.

Munich Startup: Womit beschließt Du Deinen Arbeitstag?

Christian Wust: Leider viel zu selten bewusst. Wenn mich niemand daran erinnert, merke ich oft gar nicht, dass es schon viel zu spät ist. Im Homeoffice sind es meist unsere Katzen, die anmelden, dass sie gerne zu Abend essen würden.

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