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Inner-I: virtuelle Extase für die Personalentwicklung

Das Münchner B2B-Startup Inner-I hat eine innovative Lösung zur Personalentwicklung entwickelt, die virtuelle Realität mit Gehirnwellenmessung und spielerischen Elementen kombiniert. Der Gründer, Michael Ludwig Seyfried, ist unter anderem Schauspieler, Regisseur und Trainer für Teamentwicklung und hat unsere 7 Fragen beantwortet.

Munich Startup: Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Michael Ludwig Seyfried, Inner-I: Gemeinsam mit einem Team aus Psychologen, Neurologen und Programmierern habe ich mit Inner-I ein innovatives Tool für Personalentwicklung entwickelt. Dabei vermittelt Inner-I — kombiniert mit Virtual Reality (VR), Gamification und Gehirnwellenmessungen — Entspannungsfähigkeit, mentale Stärke und Führungskompetenzen.

Inner-I will unterhaltsam Kompetenzen für die Arbeitswelt 4.0 vermitteln

Munich Startup: Welches Problem löst Euer Startup?

Michael Ludwig Seyfried, Inner-I: Auch im Homeoffice stehen in der schönen neuen Arbeitswelt viele engagierte Menschen unter hohem Druck. Je höher die Verantwortungsstufe, desto drastischer oftmals der Grad der Überlastung. Hinzu kommen die vielfältigen Ablenkungen auf den vielen Kommunikationskanälen. Die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, viele Leistungsträger arbeiten ständig am Limit. Über- oder auch Unterspannung sorgen für Ineffizienz, Erschöpfungszustände und — letztlich — Ausbrennen.

Michael Ludwig Seyfried, der Gründer von Inner-I, ist auch Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Coach für Teamentwicklung und Konfliktmanagement in unterschiedlichen Branchen.

Hinzu kommt: viele Menschen treibt nicht erst seit Corona die Angst um. Zum Beispiel um den Arbeitsplatz, Angst vor Umstrukturierung oder den raschen Veränderungen, die mit der vielfach propagierten ‚Agilität‘ einhergeht. Mit ‚ein wenig Yoga‘ lässt sich diese Tendenz kaum in den Griff bekommen. Denn letztlich sind die Ursache für Stresserkrankungen auch hausgemacht: Die wahre Ursache für das Scheitern am Arbeitsplatz ist eine mangelnde Selbstorganisation. Wir sind getrieben von unbewussten Mustern, von ‚blinden Flecken‘. Daraus resultieren oftmals Entscheidungsschwierigkeiten, Autoritätsprobleme — und mangelnde Motivation, schlechte Kommunikation. Inner-I vermittelt auf unterhaltsame und eindringliche Weise die wichtigsten Metakompetenzen für die Arbeitswelt 4.0: Selbstwirksamkeit, Resilienz, Umgang mit Komplexität und vieles mehr.

Innovatives Trainingsmedium ist Reise ins Unbekannte für ‚Old Economy‘

Munich Startup: Aber das gibt’s doch schon längst!

Michael Ludwig Seyfried, Inner-I: Während einerseits der Markt für Training und Coaching aus allen Nähten platzt, andererseits auch VR bereits im (vor allem technischen) Weiterbildungsbereich ansatzweise eingesetzt wird, werden die Potentiale des immersiven Einstiegs in 360°-Erlebniswelten, kombiniert mit verhaltenspsychologischen und dramaturgischen Erkenntnissen bisher kaum genutzt und angeboten. Die Kombination mit Gehirnwellenmessung und der direkten Steuerung von Verläufen des edukativen Narrativs durch Gedankenkraft ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal.

Munich Startup: Was waren bisher Eure drei größten Herausforderungen?

Michael Ludwig Seyfried, Inner-I: Herausforderung 1 war für uns die Anfangsfinanzierung. Von der KfW haben wir ein Startgeld erhalten, aber nur mit einer privaten Bürgschaft. Wer kein Vermögen wie Immobilien vorweisen kann, erhält in Deutschland von keiner Bank einen Kredit — und auch die KfW-Evaluierung läuft nun mal über Banken.

Herausforderung 2 ist eine Folge von der ersten Herausforderung: Unser System technisch kundenfähig zu bekommen, ohne die erforderliche Finanzierung zu haben.

Herausforderung 3 ist es, Kunden, vor allem in der ‚Old Economy‘, von innovativen Ansätzen zu überzeugen. So wie in unserem Fall, denn mit uns müssen sie sich mit dem Einsatz eines anderen Trainings-Mediums ins Unbekannte begeben.

Corona-Krise machte neues Konzept notwendig

Munich Startup: Wie laufen die Geschäfte?

Michael Ludwig Seyfried, Inner-I: Die Coronakrise hat uns zunächst sämtliche Kundentermine verunmöglicht. Wir haben daraufhin unser Konzept angepasst. Ursprünglich wollten wir spezifische Hardware verkaufen. Jetzt können unsere Kunden den Inner-I-Content ausschließlich über die Cloud mit handelsüblichen VR-Brillen abrufen. Dadurch haben wir bisher nur symbolische Umsätze erzielt. Wir planen jedoch, dass in einigen Jahren unser System in Unternehmen weltweit als Instrument zur Potentialentfaltung eingesetzt wird.

Munich Startup: Wie wird Euer Startup zum nächsten Unicorn? Oder sehen wir uns bald  auf der Epic Fail Night?

Michael Ludwig Seyfried, Inner-I: Unicorn-Potenzial bieten wir grundsätzlich durch die virtuelle Ekstase, die wir unseren Nutzern drogenfrei anbieten können, und die Horizonte und Lebensqualität tausender Menschen bereichern wird, ohne das Firmengebäude verlassen zu müssen.

Munich Startup: Schneller Exit oder langer Atem?

Michael Ludwig Seyfried, Inner-I: Wir lieben, was wir tun, von daher denken wir nicht an Exit.

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