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Lilium verdrängt N26 von Spitze der Linkedin Top-10-Startups

Mit der Top-10-Startup-Liste wirft Linkedin jedes Jahr einen Blick auf die Startups in Deutschland, die als Arbeitgeber besonders gefragt sind. Startups aus München belegen dabei in diesem Jahr die Spitzenplätze.

Das Flugtaxi-Startup Lilium sichert sich den ersten Platz unter den Top-10-Startups und zog an der Berliner Direktbank N26, der Nummer eins des Vorjahres, vorbei. Die Münchner sind aber nicht nur auf Linkedin beliebt, sondern auch bei Investoren. Im März erhielten sie ein Investment in Höhe von 240 Millionen US-Dollar, welches sie im Juni um zusätzliche 35 Millionen US-Dollar erweitern konnten. Das Geld soll in die weitere Entwicklung der rein elektrischen, vertikal startenden und landenden Lufttaxi-Flugzeuge sowie in Vorbereitungsarbeiten für die Serienproduktion im neu fertiggestellten Produktionswerk von Lilium fließen.

Von Platz fünf auf Platz drei verbesserte sich der Münchner Softwareanbieter für HR Management und Recruiting Personio. Auch dieses Startup war Anfang des Jahres erfolgreich beim Einwerben von Finanzmitteln: In seiner im Januar abgeschlossenen Series C-Finanzierungsrunde sammelte Personio 75 Millionen US-Dollar ein. Und zu Beginn der Corona-Krise machte das Startup mit einer kostenfreien Homeoffice Tracking-Lösung für Unternehmen mit 10 bis 2.000 Mitarbeitern auf sich aufmerksam.

Mit Yfood zog zudem ein drittes Münchner Unternehmen in unter den Top-10-Startups ein, das Ernährungs-Startup sprang aus dem Stand auf Platz vier. Das Startup spendierte im März nicht nur medizinischem Personal während der Hochphase der Corona-Infektionen kostenlose Trinkmahlzeiten, sondern sammelte im April mit seiner Series-B 15 Millionen Euro frisches Kapital ein.

„Lange Zeit dachte man zunächst an Berlin, wenn man ‚Deutschland‘ und ‚Startup‘ hörte. Doch in diesem Jahr übernehmen drei Startups aus Bayern die Führung. Lilium, Personio und YFood Labs, die auf den ersten Plätzen unserer Liste zu finden sind, stammen aus dem Freistaat. Talente auf der Suche nach spannenden Herausforderungen bei innovativen Arbeitgebern müssen sich also nicht unbedingt in Richtung Berlin orientieren“,

erklärt Sara Weber, Redaktionsleiterin DACH und Benelux bei Linkedin.

Über das Ranking der Top-10-Startups

Für das Ranking der Top-10-Startups zog Linkedin vier Faktoren in Betracht: Beschäftigungswachstum, Interaktion, Interesse an Jobangeboten und die Anziehungskraft für Top-KandidatInnen. Das Beschäftigungswachstum wurde dabei als Personalzuwachs im Erhebungszeitraum in Prozent gemessen und musste mindestens 15 Prozent betragen. Für den Faktor Interaktion wurde ermittelt, wie viele Nicht-MitarbeiterInnen die Linkedin-Unternehmensseite ansahen und dieser folgten und wie viele Nicht-MitarbeiterInnen die Profile von MitarbeiterInnen des betreffenden Startups besuchten. Das Interesse an Jobangeboten wurde über die Aufrufe von Stellenanzeigen (sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Anzeigen) und die Bewerbungen um Stellenangebote des Unternehmens gemessen. Und für die Gewinnung von Top-KandidatInnen wurde gemessen, wie viele Beschäftigte das Startup von Unternehmen auf der Liste der Linkedin Top Companies gewonnen und eingestellt hat. Die Erhebung fand zwischen 1. Januar 2020 und 31. Juli 2020 statt.

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2013 über das Digital Business. Schwerpunkt des studierten Politikwissenschaftlers sind die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen in Marketing und Handel sowie der Wandel am Point of Sales und die Digitalisierung des Einzelhandels. Nun freut er sich auf die Münchner Startup-Szene mit ihren kreativen Köpfen.

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