Freistaat startet Initiative für Startup-freundlichere Vergaben

Staatliche Aufträge sind ein wichtiger Faktor für die deutsche Wirtschaft – doch für Startups war es bisher schwer, solche Ausschreibungen zu gewinnen. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat begonnen, dies zu ändern.

„Startups kommen bei staatlichen Vergaben bisher leider zu selten zum Zuge. Das liegt auch am vermeintlich hohen administrativen Aufwand, der junge und mit den vergaberechtlichen Abläufen wenig erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer abschreckt, sich um staatliche Aufträge zu bemühen“,

erklärt Minister Aiwanger. Mit einer neuen Initiative will er daher die bayerische Gründerszene mit den öffentlichen Auftraggebern vernetzen und dabei informieren, wie die Zusammenarbeit rechtssicher und erfolgreich gelingen kann. So sollen Startups künftig dank öffentlicher Aufträge leichter am Markt Fuß fassen. Der öffentliche Sektor wiederum soll von den innovativen Produkten und Lösungen der Jungunternehmen profitieren.

Konkret wurde hierfür in einem ersten Schritt Anfang des Jahres durch Vertreter staatlicher Behörden und Organisationen gemeinsam mit Akteuren der Gründerszene geprüft, wie Startups stärker an Vergabeverfahren beteiligt werden können. Als Folge hat das Ministerium die Verwaltungsvorschrift zum öffentlichen Auftragswesen (VVöA) überarbeitet und angepasst. Um die öffentlichen Auftraggeber in Bayern für Startups zu sensibilisieren, steht auf der Internetseite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums eine eigens entwickelte Checkliste für Startup-freundliche Ausschreibungen zur Verfügung.

Gesammelte Informationen bei Gründerland Bayern

Zudem hat Gründerland Bayern auf seiner Internetseite Hinweise zum öffentlichen Auftragswesen in einer neuen Rubrik gesammelt. Dort finden GründerInnen auch praktische Tipps, wie das eigene Unternehmen für öffentliche Auftraggeber sichtbarer wird. Ziel ist es, den jungen UnternehmerInnen Sorgen vor zu viel Bürokratie zu nehmen.

Wirtschaftsminister Aiwanger betont:

„Wir unterstützen die bayerischen Gründer bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee mit optimalen Rahmenbedingungen. Unsere Initiative für Startup-freundlichere Vergaben ist ein weiterer Baustein der Förderstrategie. Ich ermutige die öffentlichen Stellen in Bayern, die vorhandenen Spielräume und Möglichkeiten bei Vergabeverfahren zu Gunsten von Startups auszunutzen. Das ist für beide Seiten ein Gewinn.“

Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2013 über das Digital Business. Schwerpunkt des studierten Politikwissenschaftlers sind die Verknüpfung von On- und Offline-Kanälen in Marketing und Handel sowie der Wandel am Point of Sales und die Digitalisierung des Einzelhandels. Nun freut er sich auf die Münchner Startup-Szene mit ihren kreativen Köpfen.

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