Foto: Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft

Neues Zwischennutzungsprojekt im Münchner Stadtmuseum

Gekommen, um für einige Zeit zu bleiben: Mitten in der Altstadt, im Münchner Stadtmuseum, befindet sich ein neues Zwischennutzungsprojekt. Betreut wird es vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft. Zwei Mieter sind dort jetzt eingezogen.

Zwei städtische Ladengeschäfte im Münchner Stadtmuseum (Ladenzeile Rosental) stehen seit März bzw. April der Münchner Kultur- und Kreativwirtschaft bis zur Sanierung des Museums zur Verfügung. Eingezogen sind nun ein Unternehmen und ein Netzwerk aus dem Bereich Musikwirtschaft: Riviera Records und Radio 80000. Möglich gemacht und betreut werden die beiden Zwischennutzungen durch das städtische Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft (KuK) in Zusammenarbeit mit dem Münchner Stadtmuseum, dem Kulturreferat und dem Kommunalreferat der Landeshauptstadt München.

Riviera Records, im November 2020 gegründet, ist ein neuer Schallplattenladen für elektronische Musik. Er bietet ein ständig wachsendes Sortiment an Neuerscheinungen und Secondhand-Platten. Neben Vinyl und Büchern gibt es eine große Auswahl an limitierten Merchandise-Artikeln von lokalen KünstlerInnen und Crews. Unter dem Namen Galleria Riviera stellen im Laden regelmäßig wechselnde KünstlerInnen aus.

Radio 80000 ist ein nichtkommerzielles Community Radio aus München. Gegründet vor sechs Jahren, hat es sich zu einer deutschlandweiten Plattform für zeitlose und zeitgenössische Musik entwickelt. In über 120 Shows präsentieren DJs, MusikerInnen, ProduzentInnen, JournalistInnen und MusikliebhaberInnen eine individuelle Musikauswahl. Den Laden am Rindermarkt will das Netzwerk hauptsächlich als Studio nutzen.

Spannende Synergien

Die Direktorin des Münchner Stadtmuseums, Frauke von der Haar, freut sich über diese Kooperation:

„Das Münchner Stadtmuseum ist ein wichtiges kulturelles Zentrum der Stadt, in dem Geschichte und Gegenwart der Stadt in Ausstellungen und anderen Formaten im Fokus stehen. Uns ist wichtig, die Themen der Stadt gemeinsam mit den Münchnerinnen und Münchnern zu beleuchten. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit den beiden Läden nun Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft direkt im Haus haben. Aktuell bereiten wir mit „Nachts“ eine Ausstellung zur Clubkultur in München vor. Ich bin sicher, dass sich in den nächsten Monaten spannende Synergien zwischen Radio 80000, Riviera Records und uns ergeben werden.“

Kulturreferent Anton Biebl betont:

„Mittlerweile betreut das städtische Kompetenzteam bereits fünf kultur- und kreativwirtschaftliche Läden mitten in der Innenstadt, ein Schaufenster für Ausstellungen am Marienplatz und das Ruffinihaus – Creative Hub unmittelbar am Rindermarkt. Alles Orte des kreativen Schaffens, künstlerischer Ideen und des Austauschs. Mit den Zwischennutzungen machen wir sichtbar, wie die Branche wirkt und wo sie einen Platz haben muss – im Herzen der Stadt.“

Kleine Läden statt Monokultur von großen Ketten

Und Edwin Grodeke, Vertreter der Referentin erklärt, warum das Thema Zwischennutzung auch für das Kommunalreferat wichtig ist:

„Mit der Pandemie werden auch die Probleme in den Innenstädten noch deutlicher: Durch Online-Shopping und steigende Mieten entsteht an einigen Stellen Leerstand. Hinzu kommt eine Monokultur von großen Ketten, neben der kleine Läden und Labels kaum eine Chance haben. Über das Instrument der Zwischennutzung besteht die Möglichkeit, auf diese Herausforderungen eine Antwort zu finden und das Stadtzentrum zu einem lebendigen, vielseitigen Ort zu machen.“

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

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