© Jussi Hellsten - Slush

Slush 2022: Münchens Kader für Helsinki

Kommende Woche wird die finnische Hauptstadt Helsinki wieder zum Treffpunkt der internationalen Startup-Szene. Auch Munich Startup ist mit einem Stand vor Ort – gemeinsam mit den Münchner Startups Farminsect, Fernride, Justt und Mily Technologies.

Auf der Slush treffen sich am 17. und 18. November rund 12.000 BesucherInnen, darunter 4.200 Startups und 2.200 InvestorInnen. Wie schon in den Jahren zuvor werden dann auf den Bühnen des Helsinki Expo and Convention Center die Themen der Zukunft verhandelt. So werden in diesem Jahr unter anderem Ev Williams (unter anderem Co-Founder von Obvious Ventures, Twitter und Medium), Emmett Shear (Co-Founder und CEO von Twitch) und Mette Lykke (CEO von Too Good to Go) sprechen. Auch die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin und Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, werden erwartet.

Mittendrin im neonfarbenem Getümmel der Slush findet sich in diesem Jahr auch ein Stand, an dem Munich Startup gemeinsam mit den Partner-Städten der Startup-Champs (Hamburg, Köln und Berlin) innovativen Jungunternehmen eine Bühne bietet. Aus München sind vier Startups mit dabei.

Farminsect

Farminsect ermöglicht es LandwirtInnen, Tierfutter aus Insektenlarven herzustellen. Hierzu hat das Startup automatisierte Mastanlagen entwickelt, die von LandwirtInnen auf ihren Höfen betrieben werden. Diese mästen die vom Startup laufend bereitgestellten Junglarven selbst. Die lokal produzierten Insektenlarven sollen Soja und Fischmehl vollständig als Tierfutter ablösen. So sollen die Ressourceneffizienz und Wertschöpfung der LandwirtInnen gesteigert werden und der CO2-Ausstoß sinken.

Co-Founder Thomas Kuehn blickt mit Vorfreude auf das Event in Helsinki:

„FarmInsect geht mit der Erwartung auf die Slush, coole Investoren zu treffen und tolle Menschen zu treffen.“

Fernride

Da vollautonome Logistik-Fahrzeuge noch zu weit vom praktischen Einsatz entfernt sind, will Fernride die Zeit bis dahin überbrücken, indem das Startup bereits verfügbare autonome Technologie mit menschlichen TeleoperatorInnen kombiniert. Das menschliche Personal übernimmt die Fernsteuerung der semi-autonomen Fahrzeuge in Situationen, in denen die KI an ihre Grenzen stößt. Hierzu rüsten die Münchner Fahrzeuge mit der nötigen Technik aus und verbinden sie mit ihrem Teleoperations-Zentrum. TeleoperatorInnen sitzen dort an einem Bildschirmarbeitsplatz, der einem Fahrzeug-Cockpit nachempfunden ist und greifen in kritischen Momenten ein. Mittelfristig soll ein Teleoperator Flotten von bis zu 50 autonomen Fahrzeugen unterstützen können.

Co-Founder Hendrik Kramer meint:

„Bei Fernride haben wir in München Europas bestes Team im autonomous electric Trucking aufgebaut und dieses Jahr unser Produkt mit einigen der besten Kunden wie beispielsweise Volkswagen oder DB Schenker im Livebetrieb gestartet. Fernride und die Slush teilen die Leidenschaft für die beste Technologie und bahnbrechendes Entrepreneurship. Wir freuen uns darauf, ein internationales Publikum mit unserer Erfolgsgeschichte zu inspirieren, und wir sind ebenso gespannt darauf, uns von all den anderen erstaunlichen Startups dort inspirieren zu lassen.“

Justt

Das Medien-Startup Justt entwickelt eine Plattform, die das Konzept von Youtube, Spotify und Co. auf geschriebene Inhalte überträgt. Dabei sollen Content Creator wie Verlage, selbstständige JournalistInnen und BloggerInnen mit NutzerInnen von Qualitätsinhalten aus aller Welt zusammengebracht werden. Eine KI-basierte Recommendation Engine soll dabei beide Nutzergruppen direkt matchen, so dass nur noch verifizierter Quality Content seinen Weg zu globalen Nutzergruppen findet.

Co-Founder Felix Braune will die Slush als Sprungbrett zur internationalen Expansion nutzen:

„Justt ist schon vom Grundgedanken als global skalierbare Plattform angelegt: Wir bringen ErstellerInnen (Verlage, selbstständige JournalistInnen, BloggerInnen, o.ä.) und NutzerInnen von geschriebenen Qualitätsinhalten aus aller Welt per Technologie zusammen. Daher expandieren wir demnächst europaweit und in Englisch-sprachige Länder. Slush ist der perfekte Ort um internationale Partner und Investoren, die uns auf diesem Weg begleiten möchten, zu erreichen.“

Mily Technologies

Mily Technologies entwickelt Analysesoftware für die Optimierung von Zustellprozessen auf der letzten Meile. Damit will das Startup Zustellunternehmen dabei helfen, Ineffizienzen aufzudecken, die Leistung ihrer Kuriere zu verbessern und bessere Entscheidungen zu treffen.

Aleksander Buha, Co-Founder von Mily, sagt:

“Logistik ist vielleicht eine der Branchen, die am stärksten von den zunehmenden technologischen Innovationen der letzten zwei Jahre betroffen ist. Da Slush die führende Startup-Veranstaltung für technologieorientierte Unternehmen ist, möchten wir diese Gelegenheit nutzen, unseren Beitrag zur Logtech-Revolution zu präsentieren. Wir freuen uns darauf, Experten aus komplementären Branchen zu treffen und unser Wissen mit anderen erfolgreichen Startups zu teilen.“

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Maximilian Feigl

Maximilian Feigl berichtet seit 2020 über das Münchner Startup Ökosystem. Dabei haben es dem studierten Politikwissenschaftler vor allem Deeptech-Themen angetan.

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