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Gründer von Battery Dynamics mit Bayerischem Energiepreis 2020 ausgezeichnet

Gründer von Battery Dynamics mit Bayerischem Energiepreis 2020 ausgezeichnet

Regina Bruckschlögl

Regina Bruckschlögl

Nach eigenen Startup-Erfahrungen blickt sie als Redakteurin von Munich Startup nun aus einer anderen Perspektive auf die Münchner Startup-Szene – und entdeckt dabei jeden Tag, wie vielfältig das Münchner Ökosystem ist. Startup Stories, die erzählt werden wollen!

5. November 2020

2 Min. Lesezeit

Battery Dynamics, mit Hauptsitz im Technologie- und Gründerzentrum Gate, entwickelt spezielle Batterietestgeräte, mit denen die Industrie das Alterungsverhalten ihrer Batteriesysteme schneller und genauer bestimmen kann. Batterielebensdauern von über 20 Jahren und optimale Schnelllade-Strategien sind dort gefragt. Für seine Arbeit ist Gründer Peter Keil nun mit dem Bayerischen Energiepreis 2020 ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt seine Doktorarbeit zur Alterung von Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen, die er als Wissenschaftler an der Technischen Universität München (TUM) verfasst hat.

Die Jury überzeugten seine umfangreichen Untersuchungen, die sowohl den Betrieb als auch die Standphasen eines Elektrofahrzeugs umfassten. Peter Keil entwickelte neue Analysemethoden, mit denen Alterungsreaktionen an der positiven und negativen Batterieelektrode einfacher erkannt und unterschieden werden können.

Optimierte Ladestrategien von Elektrofahrzeugen

Seine Messreihen ermöglichten es ihm, optimale Temperaturbedingungen für die Lithium-Ionen-Batterien während des Lade-Entlade-Betriebs und während Ruhephasen zu identifizieren. In seiner Doktorarbeit zeigt der Forscher, dass das regenerative Bremsen auch bei niedrigen Temperaturen zu keiner beschleunigten Batteriealterung führt. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit stellt das Laden der Batterien dar. Hier liefert er Strategien, wie sich das Laden bei Elektrofahrzeugen optimieren lässt, so dass trotz hoher Ladegeschwindigkeit die Batteriealterung gering bleibt.

Mit seinen Erkenntnissen will er dazu beitragen, dass Batteriemanagementsysteme optimal eingestellt und so längere Batterielebensdauern bei Elektrofahrzeugen erzielt werden können.

„Es freut mich ganz besonders, dass meine Forschungsergebnisse nicht im Bücherregal verstauben, sondern weltweit von vielen Forschern und Entwicklern aufgegriffen werden.“

sagt Peter Keil, der auch den Bogen zu seiner jetzigen Arbeit schlägt:

„Die in der Doktorarbeit entwickelten Analyseverfahren nutze ich auch in meinem Unternehmen regelmäßig, um das Alterungsverhalten verschiedener Batterien genauer zu untersuchen.“

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