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Bitkom-Studie: Deutsche Startups benötigen im Schnitt 2,7 Millionen Euro

Bitkom-Studie: Deutsche Startups benötigen im Schnitt 2,7 Millionen Euro

Saskia Doll

Saskia Doll

20. Mai 2024

2 Min. Lesezeit

172 Tech-Startups hat der Digitalverband Bitkom zu ihrer finanziellen Situation befragen lassen. Das Ergebnis: 61 Prozent der Startups müssen innerhalb der nächsten beiden Jahre frisches Geld einsammeln, zwölf Prozent sogar fünf Millionen Euro oder mehr. Ein Drittel benötigt zwischen einer und fünf Millionen Euro, 17 Prozent weniger als eine Million Euro. Rund ein Viertel braucht kein Wagniskapital, 15 Prozent können oder wollen dazu keine Angabe machen.

Die große Mehrheit der Startups mit Kapitalbedarf ist zuversichtlich, die ausstehenden Finanzierungsrunden auch erfolgreich abschließen zu können. 42 Prozent halten das für sehr wahrscheinlich, 37 Prozent für eher wahrscheinlich. Nur 14 Prozent sagen, das sei aktuell eher unwahrscheinlich, drei Prozent halten es sogar für sehr unwahrscheinlich.

Gleichzeitig stellen allerdings 79 Prozent der Startups fest, dass durch die konjunkturelle Entwicklung Investoren deutlich zurückhaltender seien. Aktuell sagen nur noch 17 Prozent der Startups, dass es hierzulande ausreichend Venture Capital für Startups gibt. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 32 Prozent.

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst meint dazu:

„Wachstumsfinanzierung ist nicht mehr so einfach wie vor einigen Jahren. Davon sind Startups, die ihr Geschäft schnell hochfahren müssen und dafür auf externe Geldgeber zwingend angewiesen sind, besonders betroffen.“

Und weiter:

„Startups sind herausragend wichtig für das digitale Deutschland. Unser über Jahre aufgebautes Startup-Ökosystem braucht Kapital.“

45 Prozent der befragten Startups beklagen, dass sie mit ihrem Geschäftsmodell Schwierigkeiten haben, Kredite zu bekommen. Fast jedes dritte Startup überlegt, ins Ausland zu gehen, weil es in Deutschland zu wenig Kapital gibt. 45 Prozent halten es für möglich, durch einen Börsengang frisches Kapital zu besorgen. Dabei kommt für 32 Prozent ein Gang aufs Parkett in Deutschland in Frage. 31 Prozent können sich vorstellen, an eine ausländische Börse zu gehen.

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